Wissenwertes

Auf dieser Seite möchten wir Sie mit kleinen Artikeln rund um eines unserer wichtigsten Sinne auf dem Laufenden halten. Hier wird es nicht nur um bekannte Erkrankungen und deren Behandlungsmethoden oder um die neuesten Entwicklungen in der Augenheilkunde gehen. Auch um viele andere Fragen, die uns zum Thema "Sehen" und "Augen" beschäftigen.

Selbstverständlich geben unsere Artikel nur allgemeine Hinweise und Informationen. Sie ersetzen in keinem Fall einen Besuch bei einem Facharzt.

Die Augenoberfläche als Eintrittsstelle für Corona-Viren?

Die Zahl der COVID-19-Patienten steigt zurzeit erneut rasant an und immer wieder wird die Frage diskutiert, wo die Gefahren einer möglichen Ansteckung mit SARS-CoV-2  lauern. Wie schützen wir uns effektiv und welche Rolle spielen unsere Bindehäute als Eintrittspforte für das Virus? Diese Fragen beschäftigten auch die Teilnehmer der diesjährigen virtuellen Jahrestagung der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft (DOG).

Alle Daten weisen momentan nicht darauf hin, dass eine Infektion über unsere Augenoberfläche eine große Rolle spielt. Einer Studie zur Folge weisen nur 3% der Infizierten eine Bindehautentzündung auf. Bei histologischen Untersuchungen ergaben sich allerdings keine Anzeichen für das Vorkommen oder die Replikation von SARS-CoV-2. Somit ist wahrscheinlich eher davon auszugehen, dass die Konjunktivitis auf andere Ursachen im Zusammenhang mit der Covid-19-Erkrankung zurückzuführen ist.

Aber wir dürfen nicht vergessen, grundsätzlich ist es durchaus vorstellbar, dass Aerosole den Weg über den Tränenfilm der Augenoberfläche und die ableitenden Tränenkanäle in die Nase finden. Ob auch eine Berührung mit kontaminierten Handflächen bzw. Fingern eine Rolle spielen könnte, ist ebenfalls nicht vollständig geklärt. Somit ist zumindest dem medizinischen Personal dringend empfohlen bei engem Kontakt mit infizierten Personen auch die Augen zu schützen. Für alle anderen gilt nach wie vor die A-H-A-Regel: Alltagsmaske auf, Abstand halten und regelmäßig Hände waschen!

 

Quelle:

Ärztezeitung: Corona-Ansteckung wohl nicht übers Auge

 


 

Phosphene - Lichterscheinungen hinter geschlossenen Lidern

⇒Definition Phosphene
⇒Ursache der Lichterscheinungen 
⇒Fazit: Sind Phosphene immer harmlos?

 

Schließen wir nach einem anstrengenden Tag endlich müde unsere Augen, erwartet uns überraschenderweise aber zunächst keine völlige Dunkelheit. Stattdessen erscheinen Lichtpunkte oder geometrische Muster hinter unseren geschlossenen Lidern. Als Kind konnte man sich manchmal einen Spaß daraus machen, indem man versuchte, etwas in diesen wirren Mustern zu erkennen, Gesichter vielleicht oder ein kleines Feuerwerk. Als Erwachsene beunruhigen uns diese Lichtphänomene hingegen häufig. Wir klären, ob diese Erscheinungen immer harmlos sind und wie sie entstehen.

 

Was sind Phosphene?

Lichterscheinungen dieser Art werden auch Phosphene genannt - von griechisch: "fos" - Licht und "fainein" – erscheinen.

 

Phosphene sind Lichtwahrnehmungen, die nicht durch Licht, sondern durch die Sehbahn selbst ausgelöst werden. Die von der Netzhaut ausgehende Erscheinungen sind meist einfache Muster, wie z.B. Punkte, Flächen, Farben, Blitze oder geometrische Figuren. Interessanterweise sind blaue Phosphene sind häufiger als rote.

 

Ursachen der Lichterscheinungen

Wir kennen verschiedene Formen dieser Lichterscheinungen, je nachdem wie sie ausgelöst werden. Wird zum Beispiel ein mechanischer Druck auf unser Auge ausgeübt (der Faustschlag aufs Auge), müsste das Auge eigentlich diesen mechanischen Reiz ans Gehirn senden. Unsere Augen sind aber für optische Reize ausgelegt, also wird der Impuls in gewisser Weise in die Sprache übersetzt, die unser Auge beherrscht, und als Lichtblitz weitergeleitet.

Bei den Nachbildern, die entstehen, wenn wir längere Zeit ein kontrastreiches Bild oder eine helle Lichtquelle betrachten, liegt die Ursache der Lichtphänomene in den Photorezeptoren der Netzhaut selbst. In der Retina liegen zwei verschiedene Rezeptortypen vor, die Stäbchen sind für die Hell-Dunkel-Wahrnehmung zuständig und die Zapfen lassen uns Farben sehen. Von den Zapfen wiederum gibt es drei verschiedene Formen, je nachdem welche Wellenlänge des optischen Reizes sie verarbeiten (rot, grün und blau). Werden nun bestimmte Photorezeptoren beim angestrengten Betrachten eines Bildes besonders gefordert, ermüden sie und die anderen Rezeptortypen übernehmen. Hierbei wird hell wird zu dunkel, und die Farben des Reizmusters erscheinen in ihren Komplementärfarben. So erscheint vor unserem inneren Auge ein Negativabdruck des betrachteten Musters, der recht schnell verblasst. Unsere Augen sind normalerweise aber ständig in Bewegung, unter anderem auch, damit diese Überanstrengung vermieden wird und wir immer auf ein glasklares Bild vertrauen können.

 

Immer harmlos?

In den meisten Fällen können wir davon ausgehen, dass Lichterscheinungen harmlos sind. Allerdings gibt es auch schwerwiegende Erkrankungen, die sich durch plötzlich auftretenden Lichtblitze bemerkbar machen und unbedingt behandelt werden müssen. Migräne zum Beispiel kündigt sich manchmal mit flimmernden Punkten an.  Bei Durchblutungsstörungen des Gehirns, Netzhautablösung oder zu niedriger und zu hoher Blutdruck zeigen sich häufig Lichtblitze. Daher sollten diese Phänomene vor allem immer dann von einem Augenarzt abgeklärt werden, wenn sie plötzlich und ohne Grund auftreten.

 

Quelle

ÄrzteZeitung "Als ob das Telefon laeutet aber niemand ist dran"

 


 

Krankheiten am Auge erkennen

Eine genaue Betrachtung des Augenhintergrundes mit einem Spaltlampenmikroskop gehört zu den Grunduntersuchungen beim Augenarzt.

Die Netzhaut ist Teil unseres Gehirns und nur hier lassen sich Gefäße ohne großen Aufwand direkt betrachten. Sie verrät also viel auch über den Allgemeinzustand des Patienten. Daher lassen sich viele Erkrankungen am Zustand der Netzhaut erkennen.

 

Diabetes

Diabetes kann zu Netzhauterkrankungen wie zum Beispiel Diabetische Retinopathie führen. Ein Augenarzt kann die Veränderungen an der Retina allerdings schon frühzeitig erkennen. Die Netzhaut wird über Kapillargefäße mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt. Treten über einen längeren Zeitraum hinweg zu hohe Blutzuckerwerte auf, sammeln sich Eiweißstoffe und Fette auch hier an den Gefäßwänden an. Diese Verdickungen machen die Gefäße brüchig. Außerdem kommt es zu kleinen Aneurysmen, die platzen können und damit zu Einblutungen führen. Sieht ein Augenarzt bei der Spaltlampenuntersuchung solche Veränderungen in der Netzhaut, trifft dies mit großer Wahrscheinlichkeit auch auf die Blutgefäße im Rest des Körpers zu.

 

Rheumatische Erkrankungen

Rheuma ist eine entzündliche Erkrankung des Körpers, die ein Augenarzt häufig bereits diagnostizieren kann, bevor ein Patient erste Symptome wahrnimmt. Erste Anzeichen können zum Beispiel Entzündungen meist an der Regenbogen- und Aderhaut sein, die sich durch tränende und rote Augen bemerkbar machen. Hinzu kommt häufig eine Verschlechterung der Sehleistung.

 

Bluthochdruck

Ein zu hoher Blutdruck verursacht häufig über einen langen Zeitraum keine Beschwerden, so dass dieser erst (zu) spät erkannt wird. An Veränderungen in den Blutgefäßen der Netzhaut aber kann ein Augenarzt schon früh Bluthochdruck erkennen. Die Gefäßwände zeigen Ablagerungen und Verdickungen (Arteriosklerose) und in extremen Formen finden sich bereits kleine Einblutungen in die Retina.

 

Erkrankung der Galle oder Leber

Eine leichte Gelbfärbung der Bindehaut weist bereits im Anfangsstadium auf Probleme mit Leber oder Galle hin. Der hohe Anteil von Bilirubin, einem Abfallprodukt von Hämoglobin, im Blut sorgt hier für die gelbe Färbung.

 

Autoimmunerkrankungen

Die Schilddrüsenerkrankung Morbus Basedow zeigt sich zum Beispiel durch Entzündungen am Auge oder später sogar durch Hervortreten der Augäpfel. Verantwortlich sind Antikörper, die sich zunächst gegen das eigene Schilddüsengewebe richten, aber auch mit dem Augengewebe reagieren und Entzündungen verursachen. Für den Augenarzt sind hier die Veränderungen am Augapfel bereits frühzeitig zu erkennen.

Multiple Sklerose ist ebenfalls eine chronisch-entzündliche Autoimmunerkrankung, hier des zentralen Nervensystems (ZNS). Sie beginnt  häufig  mit einer Entzündung des Sehnervs. Auch treten häufig schon zu Beginn z. B. Augenbewegungsstörungen oder verschwommenes Sehen bei einer MS-Erkrankung auf.

 

Zu hohe Blutfettwerte

In der Hornhaut zeigen sich bei zu hohen Cholesterinwerten der Patienten, kleine weißliche Ablagerungen, die keinen Einfluss auf die Sehkraft haben. Aber für den Arzt sind sie ein deutlicher Hinweis auf zu hohe Blutfettwerte und damit auf ein höheres Risiko für einen Herzinfarkt.

 

Hautkrebs

Bei Hautkrebspatienten bilden die Tumore häufig Metastasen in der Aderhaut des Auges. Auch hier kann die Untersuchung des Augenhintergrunds entweder frühzeitig eine Diagnose liefern oder zumindest eine sinnvolle Ergänzung zur dermatologischen Betreuung sein.

 

Morbus Alzheimer

Beta-Amyloid-Eiweiße lagern sich bei Alzheimer-Patienten auf der Netzhaut ab, bevor man diese sogenannten Plaques im Gehirn findet. Hierbei handelt es sich um Eiweißablagerungen, die Nervenzellen im Gehirn und damit das Gedächtnis zerstören. Bei Patienten, die Plaques aufwiesen, stellten Forscher darüber hinaus auch eine Verdünnung und eine Durchblutungsstörung im Zentrum der Netzhaut fest.

Wissenschaftler arbeiten zur Zeit an der Entwicklung von schnellen, vergleichsweise billigen und nicht invasiven bildgebenden Verfahren, um Patienten bei Routine-Vorsorgeuntersuchungen beim Augenarzt zukünftig auch per Retina-Scan auf Anzeichen von Alzheimer untersuchen zu können.

 

Fazit

Unsere Augen gelten als sichtbarer Teil des Gehirns; denn die Retina ist eng mit dem zentralen Nervensystem verknüpft. Insofern nicht verwunderlich, dass sich Veränderungen im Gehirn auch im Augenhintergrund widerspiegeln. Bei der Routineuntersuchung mit Hilfe des Spaltlampenmikroskops werden nicht nur allein Augenerkrankungen diagnostiziert. Vielmehr kann sie frühzeitig wertvolle Informationen über viele andere Grunderkrankungen des gesamten Organismus liefern.

 


 

Weshalb blinzeln wir eigentlich?

Normalerweise erfolgt der unbewusste Lidschlag etwa zehn- bis 15-Mal in der Minute und dauert im Durchschnitt nur 100 bis 150 Millisekunden. Mit jedem Wimpernschlag wird der Tränenfilm gleichmäßig auf der Augenoberfläche verteilt. Das beugt einerseits der Austrocknung vor, andererseits werden Verunreinigungen und Fremdkörper in den inneren Augenwinkel gespült, wo sie abfließen können.

 

Warum ist der Lidschlag so wichtig?

Wenn das Auge austrocknet, hat das verschiedene Folgen:

Der Tränenfilm wirkt wie ein Ölfilm, der die Bewegungen des Lids auf dem Augapfel erleichtert. Das Auge wird quasi geschmiert. Ist der Tränenfilm gestört, fühlt sich das Auge gereizt an. Hinzu können Juckreiz, Brennen und Fremdkörpergefühl kommen.

Außerdem haben Bakterien und Viren einen leichteren Zutritt ins Auge. Denn die Muzin-Schicht des Tränenfilms wirkt durch das Einbinden von Immunglobulin A wie eine Schutzbarriere gegen Keime. Auch für die optimale Sehschärfe im Zusammenspiel mit Hornhaut und Linse ist ein gleichmäßiger Tränenfilm von wesentlicher Bedeutung.

 

Der Augapfel im „Reset-Modus“

Aber es gibt noch einen weiteren wichtigen Aspekt, der uns vielleicht gar nicht so bewusst ist. Die Gehhirnaktivität während des Blinzelns ist deutlich verringert. Das Gehirn macht bei jedem Lidschlag eine kleine Pause. Das ist aus verschiedenen Gründen wichtig. Nur deshalb nehmen wir den Lidschlag selbst gar nicht wahr, obwohl es kurz dunkel wird. Und gerade in diesen Millisekunden geschehen viele Prozesse, die die wahrgenommene Kontinuität des Sichtfelds stören würden. So geht wenig Information bei der Verarbeitung des optischen Reizes verloren.

Folgen wir zum Beispiel mit unseren Augen rotierenden Punkten, kann der Augapfel irgendwann nicht mehr folgen und muss neu ansetzen, sonst würden die Augenmuskeln überbeansprucht werden. Also muss er zurück zum Ausgangspunkt, im Prinzip erfolgt ein „Reset“. Dies geschieht mit schnellen Augenbewegungen, währenddessen optische Reize kurz nicht weiterverarbeitet werden. In diesen Momenten sind wir im Prinzip blind. Erfolgen diese Rücksetzbewegungen aber synchron mit dem Lidschlag sparen wir effektiv bis zu 15 Minuten am Tag ein, in denen wir nichts sehen würden.

Also hilft uns der Lidschlag dabei, das Auge mit dem wichtigen Tränenfilm zu benetzen und ermöglicht darüber hinaus kurze „Reset“-Bewegungen des Augapfels, die uns so nicht weiter stören.

 

Quellen

Scinexx – Das Wissensmagazin

Medizin Aspekte

 


 

Anti-Aging für unsere Augen

Im Alter lässt die Fähigkeit der Linse zur Akkomodation nach. Sie wird starr und auch die Muskeln verlieren an Elastizität. Somit trifft Alterssichtigkeit irgendwann jeden. Aber es gibt durchaus einiges, was unsere Augen schützt und die Sehkraft lange erhalten lässt.

 

Entspannung/Stressabbau

Stress schadet dem Körper und somit natürlich auch den Augen. Konkret bedeutet das zum Beispiel, dass Bluthochdruck auf Dauer die Gefäße schädigt. Die Netzhaut wird nicht mehr ausreichend über die Blutbahn mit Nährstoffen und Sauerstoff versorgt. Schlimmstenfalls kommt es zu einem Verschluss der Gefäße und damit zu einem  Augeninfarkt.

Auf der anderen Seite ist nachgewiesen, dass Entspannung z.B. durch autogenes Training oder regelmäßiges Ausdauertraining den Augeninnendruck senkt und damit das Risiko einer Glaukom-Erkrankung minimiert.

 

Ausreichender Schlaf

Im Schlaf können sich unsere Augen von der Anstrengung eines stressigen Tages erholen. Sie ruhen, müssen keine Reize verarbeiten und weiterleiten. Auch sie brauchen diese wertvollen Stunden der absoluten Ruhe, um den Aufgaben des folgenden Tages gewappnet zu sein.

 

Eine ausgewogene Ernährung

Es gibt bestimmte Gemüsesorten, die von Natur aus viel Lutein und Zeaxanthin enthalten, wie zum Beispiel Spinat, Erbsen und Grünkohl. Und da die Netzhaut unter anderem aus Lutein und Zeaxanthin besteht, vermutet man eine gewisse Schutzwirkung für die Makula und geht davon aus, dass zum Beispiel Altersbedingte Makuladegeneration damit vorgebeugt werden kann. Der Körper kann diese Stoffe nicht selbst herstellen, sondern muss diese wie auch die wichtigen Omega-3-Fettsäuren, die in Fisch enthalten sind, über die Nahrung aufnehmen. Zwar ist es nicht möglich, eine bereits vorhandene Sehschwäche, sei es nun Kurz- oder Weitsichtigkeit mit entsprechender Ernährung oder gar durch die Aufnahme von Nahrungsergänzungsmitteln zu behandeln, aber eine ausgewogene und vitaminreiche Ernährung hilft auch den Augen, weiterhin Höchstleistung zu vollbringen.

 

Alkohol meiden

Hin und wieder ein Glas Wein oder Bier schadet den Augen sicherlich nicht. Ein Problem ist aber der regelmäßige Alkoholkonsum, vor allem von hochprozentigen Getränken. Alkohol wirkt dehydrierend und das hat auch Auswirkungen auf unsere Augen. Sie trocknen aus, sind gerötet und gereizt. Außerdem steigt das Risiko für eine Linsentrübung (Grauer Star) und Makuladegeneration durch übermäßigen Alkoholgenuss. Der alkoholbedingte Nährstoffmangel kann darüber hinaus die Sehkraft direkt schädigen.

 

Rauchen lässt Augen vorzeitig altern

Nikotinkonsum schädigt auf vielfältige Weise unseren Augen. So wird zum Beispiel der Tränenfilm gestört und damit das Sicca-Syndrom (Trockenes Auge) begünstigt.  Der Augeninnendruck steigt bei Rauchern an und sie leiden häufig unter auftretende Blutungen am Rand des Sehnervenkopfs. Beides führt zu Einschränkungen im Gesichtsfeld.

Damit haben wir uns jetzt noch nicht den Giftstoffen gewidmet, die beim Rauchen freigesetzt werden. Diese schädigen unmittelbar die Nervenzellen der Retina. Raucher haben ein erheblich höheres Risiko an AMD zu erkranken als Nichtraucher. Außerdem ist bekannt, dass Rauchen Gefäßwände verdickt. Infolgedessen kann Blut nicht mehr in ausreichender Menge transportiert werden. Das betrifft natürlich auch die Blutgefäße der Netzhaut, so dass die empfindlichen Nervenzellen dort nicht mehr mit Nähstoffen versorgt werden können. Sie sterben ab.

Durch die Anreicherung von Kupfer, Blei und Cadmium trüben sich die Linsen bei Rauchern eher. Damit steigt die Gefahr an Grauem Star zu erkranken.

Also viele gute Gründe, mit dem Rauchen aufzuhören. Und die gute Nachricht: Damit gibt man seinen Augen eine Chance, sich wieder zu erholen. Denn nach ca. 10 rauchfreien Jahren hat sich das Risiko, an AMD zu erkranken, wieder verringert.

 

Regelmäßige Pausen bei der Bildschirmarbeit

Unsere Augen sind durch ständiges Starren auf den Monitor gereizt, fühlen sich müde und trocken an. Das sogenannte Office-Eye-Syndrom ist eine häufige Begleiterscheinung von intensiver Telearbeit. Wenn wir gebannt auf den Monitor blicken, blinzeln wir deutlich weniger, als nötig wäre, um den Tränenfilm zu erneuern und gleichmäßig mit jedem Lidschlag auf unserer Augenoberfläche zu verteilen. Unsere Augen brauchen hin und wieder eine kleine Erholungspause. Dazu reicht es schon, einfach mal den Blick schweifen zu lassen, aus dem Fenster oder auch einfach nur durch den Raum. Ein gesundes Raumklima und gezielte Blinzelübungen helfen gestressten Augen ebenfalls.

Ein ganz anderes Risiko verbirgt sich im blauen Licht der Computer Monitore und Displays. LED-Licht steht im Verdacht, den Sinneszellen der Netzhaut zu schaden und beispielsweise Altersbedingte Makuladegeneration zu begünstigen. Bei den meisten Geräten kann man den Blaulichtanteil herunterregeln, indem man zum Beispiel den Nachtmodus im Gerät aktiviert oder zumindest die Lichtintensität drosselt. Spezielle Apps können hier weiterhelfen. Wer berufsbedingt viel am Bildschirm arbeitet, kann zu einer speziellen Brille mit Gelbtönung greifen, die den Blaulichtanteil herausfiltert.

 

Sonnenschutz auch für die Augen nicht vergessen

Nicht nur unsere Haut kann durch Sonnenlicht angegriffen werden. Auch unsere Augen können auf vielfältige Weise Schaden nehmen, werden sie ungeschützt UV-Strahlen ausgesetzt. So wie wir unsere Haut mithilfe von Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor schützen, brauchen unsere Augen Sonnenbrillen, die entsprechend ihres Schutzfaktors gekennzeichnet sind. Hierbei sollte man unbedingt auf die Kennzeichnung "UV 400" oder "100% UV-Schutz" achten. Und nur bei Brillen aus dem Fachhandel ist sichergestellt, dass die Kennzeichen nicht gefälscht sind.

 

Regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen

Spätestens ab dem 40. Lebensjahr, bei familiärer Vorbelastung auch früher, sollte man regelmäßig den Augenarzt zur Vorsorge aufsuchen. Denn viele Erkrankungen, wie zum Beispiel Altersbedingte Makuladegeneration (AMD) oder Glaukom (Grüner Star) beginnen schleichend und zeigen kaum Symptome. Beide Erkrankungen sind bei frühzeitiger Diagnose aber gut therapierbar.

 

Wir können vielleicht das Altern nicht aufhalten, haben aber dennoch viele Möglichkeiten, unsere Augen und damit unsere Sehkraft zu schützen.

Damit wir länger besser sehen.

 

Quellen

Bundesverband der Augenärzte Deutschlands e.V.

 


 

Augenyoga gegen Fehlsichtigkeit?

Immer wieder liest man davon, es sei angeblich möglich, mit speziellem Training die Sehkraft zu verbessern oder sogar vollständig wiederherzustellen.

Die bekannteste dürfte die Nakagawa-Methode für ein Leben ohne Brille sein. Sein Bestseller zu diesem Thema verkaufte sich über 2 Millionen Mal.

Kein Wunder. Schließlich leiden allein in Deutschland 63% der Erwachsenen (ab 16 Jahre) unter Fehlsichtigkeit, die behandelt wird. Es wäre durchaus wünschenswert, wenn konsequentes Durchführen bestimmter Übungen uns helfen könnte, ganz auf eine Brille zu verzichten. Diesmal nehmen wir das Fazit vorweg und geben klar zu bedenken, dass es keinerlei wissenschaftlichen Beleg dafür gibt, allein durch Augenmuskeltraining eine Fehlsichtigkeit zu beheben. Kurz- oder Weitsichtigkeit hängt in erster Linie vom Abstand zwischen Augenlinse und Netzhaut ab, also von der Länge des Augapfels und der Krümmung von Linse und Hornhaut.

Aber diese Übungen schaden auch nicht. Ganz im Gegenteil; denn eines ist unstrittig: Wir starren viel zu häufig und zu lange auf Bildschirme und verspannen bei der Telearbeit unsere gesamte Nackenmuskulatur. Beides führt häufig zu Kopfschmerzen und Augenbeschwerden, wie zum Beispiel dem Office-Eye-Syndrom, also trockene Augen. Um den gestressten Augen und den verspannten Muskeln eine Entspannung zu gönnen, ist Augenyoga durchaus sinnvoll.

 

Daher haben wir hier einige Übungen zusammengestellt:

 

Zu Beginn Palmieren; denn Wärme erzeugt Entspannung

Hierbei reibt man zunächst seine Handflächen fest gegeneinander, bis sie sich warm anfühlen. Diese warmen Handballen legt man fest auf seine geschlossene Augen. Die Wärme und die Dunkelheit beginnen unsere gestressten Augen zu entspannen. Das können wir unterstützen, indem wir bewusst und langsam ein- und ausatmen. Einfach auf die Wärme, die Dunkelheit und die Atmung konzentrieren.

 

Augenbewegung ohne Kopfdrehen

Ohne den Kopf zu bewegen, blicken wir, soweit wir können nach links, dann zur Nasenwurzel hin und nach rechts, wieder zur Nasenwurzel und erneut nach links. Nach 10maligem Wechsel machen wir die gleiche Übung mit oben und unten. Und nicht vergessen: Immer wieder zuerst auf die Nasenwurzel und jeden Blickwechsel langsam ausführen.

 

Augenbewegung mit Kopfdrehen.

Wir schauen soweit wir können nach links, ohne den Kopf zu drehen, lassen ihn dann langsam und bewusst folgen. Drehen dabei den Kopf, soweit es sich gut anfühlt. Ein leichtes Ziehen im Nackenbereich sollte aber spürbar sein. Dann bewegen wir die Augen ganz nach rechts und lassen den Kopf erneut folgen. Diese Übung mehrfach langsam und bewusst wiederholen.

 

Fokussieren verschiedener Distanzen

Zunächst richten wir unseren Blick auf die Nasenspitze, dann auf den Daumen am ausgestreckten Arm und lassen schließlich den Blick ganz in Ferne schweifen. Jeder Wechsel sollte wieder langsam durchgeführt und am besten von entspannenden Atemzügen begleitet werden.

 

Palmieren zum Abschluss

Wie zu Beginn legen wir unsere erwärmten Handballen auf unsere geschlossenen Augenlider und massieren diese mit sanftem Druck.

 

Sollten Sie aber weiterhin von einem Leben ohne Brille träumen, sprechen Sie uns an. Das Team von Augenblick Rheinland informiert Sie gerne über die verschiedenen Möglichkeiten, Fehlsichtigkeiten zu korrigieren, wie zum Beispiel Femto-Lasik oder den Einsatz multifokaler Linsen.

 


 

Unsere Augen als Kommunikationsmittel

Vielleicht war uns bisher gar nicht bewusst, welche Rolle die Mimik bei unseren Gesprächen spielt. Wie abhängig wir davon sind in den Gesichtszügen unseres Gegenübers zu lesen.

 

Der Mund-Nasen-Schutz als Störfaktor in der Kommunikation?

Wir verlassen uns bei der Kommunikation nicht nur auf das gesprochene Wort, sondern deuten ein Lächeln, verzogene Mundwinkel und Grübchen, um wirklich zu verstehen, was unser Gesprächspartner uns mitteilen möchte. Und jetzt? Mit einer Maske im Gesicht, ob medizinische Atemschutzmaske, FFP 2 oder 3 Feinstaubmaske oder Alltagsmaske, ein Großteil unseres Gesichts ist verdeckt und damit sind unsere bisherigen Anhaltspunkte in der Kommunikation nicht mehr greifbar. In unserer westlichen Gesellschaft sind wir weitaus abhängiger von der gesamten Mimik als zum Beispiel Asiaten, die sich bei Gesprächen schon immer mehr auf die Augen und deren Veränderungen konzentriert haben. Vielleicht weil in asiatischen Ländern ein Mund-Nasen-Schutz nichts Ungewöhnliches ist?

 

Auch unsere positive Grundeinstellung kann leiden

Die Maskenpflicht verändert unsere Kommunikation – so viel ist sicher. Aber auch unsere positive Einstellung kann leiden; denn der Mensch in seiner sozialen Interaktion ist immer auch abhängig vom positiven Miteinander, also vom Lächeln des Gegenüber. Werde ich angelächelt, strahle ich zurück und fühle mich gut, empfinde meine Welt positiv und entspannt. Was aber passiert, wenn ich nicht weiß, ob mein Gegenüber lächelt und mir freundlich begegnet? Das führt zu Verunsicherung und man neigt dazu, das Umfeld weit weniger positiv zu interpretieren. Eventuell fühlen wir uns sogar niedergeschlagen und  deprimiert.

 

Unsere Augen – das neue „Gesicht“

Aber dem können wir mit ganz einfachen Mitteln entgegenwirken. Auf jeden Fall sollten wir mehr und offen miteinander reden, um Missverständnissen vorzubeugen. Andere Gesten, zum Beispiel mit unseren Händen, können das Gesagte unterstreichen. Und andere Laute können darüber hinaus Zustimmung ausdrücken. Das wichtigste Instrument in der nonverbalen Kommunikation aber sind unsere Augen. Denn wenn wir uns ganz auf unseren Gesprächspartner konzentrieren, wird es an unseren Augen deutlich. Sie strahlen Wärme und Zuneigung aus. Jedes tief empfundene Lächeln wird auch an den Augen sichtbar und kann in diesen Zeiten von keiner Maske verdeckt werden.

 


SIE WOLLEN DAS BESTE FÜR IHRE AUGEN. WIR AUCH.

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