Wissenwertes

Auf dieser Seite möchten wir Sie mit kleinen Artikeln rund um eines unserer wichtigsten Sinne auf dem Laufenden halten. Hier wird es nicht nur um bekannte Erkrankungen und deren Behandlungsmethoden oder um die neuesten Entwicklungen in der Augenheilkunde gehen. Auch um viele andere Fragen, die uns zum Thema "Sehen" und "Augen" beschäftigen.

Selbstverständlich geben unsere Artikel nur allgemeine Hinweise und Informationen. Sie ersetzen in keinem Fall einen Besuch bei einem Facharzt.

 

 

Fremdkörper im Auge - Was tun?

Schnell verirrt sich ein kleines Insekt in unser Auge oder eine Wimper löst sich und gelangt hinein. Sofort beginnt das Auge zu tränen und versucht so selbst, den Fremdkörper auszuspülen. In vielen Fällen gelingt das auch. Der Störenfried wird zur Nasenwurzel hin ausgeschwemmt. Manchmal muss man selbst oder eine andere Person etwas nachhelfen. Auf keinen Fall sollte man am Auge reiben, da man den Fremdkörper nur tiefer in die Augenoberfläche reibt und damit erst recht schwerwiegende Verletzungen der Hornhaut riskiert.

 

Erste Hilfe bei Fremdkörpern im Auge

Wie aber entfernt man vorsichtig selbst oder mit Hilfe einer anderen Person einen Fremdkörper aus dem Auge?

Hat sich zum Beispiel eine Wimper gelöst, ist ins Auge gefallen und schwimmt auf der Augenoberfläche, benötigt man meist keine Hilfe. Hält sich die Wimper im Ober- oder Unterlid versteckt, ist es besser, sich helfen zu lassen. Befindet sich der Fremdkörper im Unterlid, schaut der Betroffene nach oben, während die andere Person das Lid vorsichtig nach unten zieht und den Fremdkörper mit einem frischen (!) Taschentuch zur Nase hin heraustupft. Bei Fremdkörpern im Oberlid verhält es sich genau umgekehrt. Also der Betroffene schaut nach unten, das Oberlid wird vorsichtig angehoben und der Störenfried entfernt.

 

Wann zum Arzt oder in die Klinik?

Absolute Vorsicht ist aber bei Holz- oder Glassplitter wie allen scharfkantigen Fremdkörpern geboten. Hier benötigt man sofort die Hilfe eines Facharztes. Das bedeutet konkret: nicht reiben, das Auge mit einem sterilen Tuch bedecken, um es ruhigzustellen und so schnell wie möglich einen Augenarzt oder die Augenklinik aufsuchen. Andernfalls riskiert man Schädigungen der Hornhaut, die nicht reversibel sind.

Auch bei Verätzungen, zum Beispiel durch Reiniger, muss schnell gehandelt werden. Das betroffene Auge sollte gründlich, mit viel sauberem Wasser, gespült und anschließend ebenfalls ruhiggestellt werden und dann sofort zum Facharzt bzw. in die Augenklinik.

Am besten ist natürlich, das Auge vorher zu schützen, z.B. durch Tragen einer Fahrradbrille beim Radfahren oder einer Schutzbrille bei manchen Arbeiten. Vor allem letztere kann zumindest eine Vielzahl an Augenverletzungen vermeiden.

 

 

Warum sehen wir manchmal Sternchen?

Wenn wir zu schnell aufstehen, uns den Kopf stoßen oder auch nur kräftig niesen müssen, sehen wir manchmal Sternchen. Schlimmstenfalls wird uns kurzfristig sogar ganz schwarz vor Augen. Aber was haben all diese Dinge mit unseren Augen zu tun?

Bei einer zu schnellen Lageveränderung des Körpers kommt es zu Blutdruckschwankungen und damit verbunden zu Durchblutungsstörungen im Gehirn. Unser Blut sackt in die Beine ab und das Gehirn kann nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff versorgt werden.

Solche Blutdruckschwankungen werden meistens durch einen erhöhten Herzschlag und Blutdruckerhöhung vom Organismus ausgeglichen, damit schneller mehr Blut ins Gehirn gelangt. Manchmal allerdings erfolgt dieser Ausgleich zu langsam und die Durchblutung ist kurzfristig gestört.

Die Netzhaut, als Teil unseres Gehirns, reagiert sehr sensibel auf den Sauerstoffmangel und leitet die Information darüber unverzüglich weiter.

Da die Retina aber eigentlich dafür verantwortlich ist, Lichtreize an unser Gehirn zu übermitteln, reagiert sie auch hier mit einem optischen Sinneseindruck und wir sehen Sternchen oder blitzende Punkte.

Hält der Sauerstoffmangel an, können die Sehzellen vorrübergehend überhaupt keine Reize weiterleiten und wir sehen nichts mehr; uns wird also schwarz vor Augen.

Solche kurzfristigen Blutdruckschwankungen stellen für einen gesunden Organismus normalerweise kein Problem dar. Treten sie häufiger auf, sollte aber ein Arzt der genauen Ursache auf den Grund gehen. Es können sich durchaus ernstere Erkrankungen, wie zum Beispiel Herzschwäche, dahinter verstecken.

 

 

Brille reinigen – aber richtig!

⇒Reinigung    ⇒Aufbewahrung    ⇒Beschlagen der Brille    ⇒verkratzte Gläser    ⇒Fazit

 

Eine neue Brille auszusuchen kann manchmal schon ein schwieriges Unterfangen sein. Hat man sich dann endlich entschieden und freut sich über die schicke Neuanschaffung, denkt man oft gar nicht darüber nach, was man bei der Pflege und Aufbewahrung alles falsch machen kann. Und ehe man sich versieht, sind die neuen Gläser verkratzt oder das Gestell verbogen. Damit das nicht passiert, hier einige Tipps für die richtige Handhabung.

 

Reinigung

Ein Fingerabdruck auf dem Brillenglas, fettige Schlieren, die sich über die Gläser ziehen oder das Beschlagen beim Wechsel von der Kälte in die Wärme. Was liegt näher als zum schnellen Reinigen der Brillengläser mal eben den Pullover oder den Hemdzipfel zu nehmen? Will man aber länger Freude an seiner Brille haben, sollte man das tunlichst vermeiden. Diese Stoffe sind meist zu rau und die in ihnen enthaltenen Staub- und Schmutzpartikel verursachen leicht Kratzer auch auf den hochwertigsten Kunststoffgläsern. Zum sanften Reinigen benutzt man unterwegs besser Tücher aus Mikrofasern, die speziell zum Putzen einer Brille gedacht sind. Gründlicher ist die Reinigung der Gläser und des Gestells unter fließendem Wasser. Ein kleiner Tropfen mildes Spülmittel hilft beim Entfernen hartnäckiger Fettpartikel. Nach der Reinigung einfach mit einem Mikrofasertuch vorsichtig trocknen. Das reicht für den klaren Durchblick meist schon wieder aus. Bei stärkerer Verschmutzung sollte man einen Optiker aufsuchen, der die Brille fachmännisch reinigt oder ein Ultraschallbad nutzen. Die praktischen feuchten Reinigungstücher für unterwegs sind meist auch keine gute Alternative, da sie teilweise aggressive Stoffe enthalten können, die die Oberfläche der Kunststoffgläser schädigen.

 

Aufbewahrung

Auch wenn es manchmal schnell gehen muss, die Brille einfach in die Hemdtasche zu stecken oder gar ohne schützende Hülle in die Handtasche zu stopfen, ist wirklich keine gute Idee.

Zur Aufbewahrung am besten geeignet ist ein genau passendes Hartschalenetui, in dem die Brille zwar ausreichend Platz hat, aber nicht hin und her rutschen kann. Zusätzlich sollte man die Sehhilfe in ein Mikrofasertuch einschlagen.

Auch beim Absetzen der Brille kann man so einiges falsch machen. Setz man sie nur mit einer Hand ab, riskiert man einseitige Zug- und Druckbelastung am Gestell und verbiegt es damit sehr leicht. Legt man die Brille außerhalb des Etuis ab, dann immer darauf achten, dass man sie auf die Bügel und nicht auf die Gläser legt. Auch führen große Temperaturunterschiede zu Schädigung der Gläser und des Gestells. Deshalb sollte man eine Brille nicht auf die Heizung oder auf das Armaturenbrett im Auto legen.

 

Was tun, wenn die Brille beschlägt?

Kommt man aus der Kälte in einen warmen Raum, ist man als Brillenträger vorübergehend nahezu blind. Die Brille ist beschlagen. Wie bei der Reinigung gilt auch hier, die Gläser nicht mit dem trocknen, was man gerade zur Hand hat, sondern besser spezielle Mikrofasertücher verwenden. Es gibt auch besondere Gläser, die nicht so leicht beschlagen sollen oder spezielle Pflege-Sprays, die ein lästiges Beschlagen der Gläser verhindern sollen.

 

Ein Kratzer – was nun?

Auch die modernsten und härtesten Gläser können Kratzer bekommen, wenn man unsachgemäß mit seiner Brille umgeht. Schon bei kleinsten Kratzern können durch Veränderung der Oberflächenstruktur Reflexionen entstehen, die blenden und unsere Augen schneller ermüden lassen. Kopfschmerzen können die Folge sein. Hier hilft leider auch kein Nachpolieren oder nachträgliches Schleifen der Gläser mehr. Dann müssen wohl oder übel neue Gläser beim Optiker eingesetzt werden.

 

Fazit

Wer einige Punkte bei der der Reinigung und Aufbewahrung einer Bille beachtet, wird länger Freude an ihr haben. Die Reinigung gelingt am besten unter fließendem Wasser mit einer kleinen Menge mildem Spülmittel. Anschließend mit einem speziellen Mikrofasertuch, das sich auch für die schnelle Reinigung unterwegs eignet, trocknen.  Ein Hartschalenetui in der passenden Größe ist der beste Aufenthaltsort für eine Brille. Große Temperaturunterschiede sollten vermieden werden, damit Gläser und Gestell keinen Schaden nehmen und man nicht nach kurzer Zeit schon wieder eine neue Sehhilfe benötigt.

 

 

Nachtblindheit

⇒Ursachen   ⇒Symptome   ⇒Diagnose und Therapie   ⇒Fazit

 

Viele fühlen sich in der Dämmerung unsicher im Straßenverkehr und lassen das Auto im Dunkeln lieber stehen. Aber nicht jeder, der nachts schlechter sieht, leidet wirklich an der echten Nachtblindheit.

Es gibt einige anderen Ursachen, die zu mangelndem Dämmerungssehen führen können.

 

Häufigsten Ursachen für schlechtes Dämmerungssehen

 

Grauer Star (Katarakt)

Auch die Augenlinse unterliegt einem natürlichen Alterungsprozess. Durch Veränderung der Struktureiweiße trübt sie sich ein und verschleiert einen normalerweise glasklaren Blick. Das Licht entgegenkommender Autos wird stärker gestreut und der Betroffene erheblich geblendet. Wenn die Erkrankung beginnt die die Lebensqualität einzuschränken und den Alltag zu beeinträchtigen, sollte der Graue Star behandelt werden. Eine medikamentöse Therapie ist nicht möglich. Nur ein operativer Eingriff kann das Sehvermögen wiederherstellen. Bei einer Katarakt-OP wird die eigene Linse mittels einer Ultraschallsonde zerkleinert und abgesaugt. An ihrer Stelle setzt der Operateur eine Kunstlinse ein, die je nach Beschaffenheit im Anschluss auch ein Leben ohne Brille ermöglicht. Wir beraten Sie gerne!

 

Kurzsichtigkeit

In der Dunkelheit weitet sich die Pupille, um mehr Licht einfallen zu lassen. Diesen Vorgang bezeichnet man als Adaption. Es kann vorkommen, dass aufgrund der Brechungsverhältnisse der Lichtstrahlen, die am Rand der Pupille in das Auge fallen, ein scharfes Bild vor der Netzhautebene entsteht. Hierbei handelt es sich also um eine Nachtkurzsichtigkeit. Eine entsprechende Brille löst bereits das Problem.

 

Altersbedingte Miosis

In diesem Fall kann sich die Pupille älterer Menschen nicht mehr genügend weiten, um mehr Licht einfallen zu lassen. Eine Adaption an die schlechteren Lichtverhältnisse ist also nicht mehr möglich Infolgedessen kommt es zu einer schlechteren Wahrnehmung in der Dämmerung und bei Dunkelheit. Eine Miosis kann auch als Nebenwirkung von Medikamenten auftreten.

 

Echte Nachtblindheit

Die bisher genannten Erkrankungen sind aber nicht mit der eher seltenen, echten Nachtblindheit zu verwechseln, die auf eine Störung der Fotorezeptoren der Netzhaut, die für das Hell-Dunkel-Sehen zuständig sind, zurückzuführen ist.

Um zu erläutern, wie genau es zu dieser Erkrankung kommt, muss man erst verstehen, wie unsere Netzhaut aufgebaut ist.

In der Retina gibt es unterschiedliche Arten von Sinneszellen. Drei Zapfenarten sind tagsüber für das Farbensehen verantwortlich. Sie liegen vor allem im Zentrum des schärfsten Sehens, der Makula. Ringsherum angeordnet liegt eine deutlich größere Anzahl an Fotorezeptoren, den Stäbchen.  Sie sind in der Dämmerung und Dunkelheit für das Hell-Dunkel-Sehen zuständig. Um Lichtreize über den Sehnerv an das Gehirn weitergeben zu können, benötigen die Rezeptoren Rhodopsin, das ständig neu gebildet werden muss. Es gibt verschiedene Ursachen, die zu einer Störung dieser Fotorezeptoren und damit zur Nachtblindheit führen können.

 

Ursachen

 

Genetische Defekte

Ein Beispiel für eine Erbkrankheit, die zur echten Nachtblindheit führt, ist die Retinopathia pigmentosa. Hierzu zählen eine Reihe von erblichen Erkrankungen, die alle zu einer Zerstörung der Fotorezeptoren in der Netzhaut führen. Meist sind zunächst nur die Stäbchen, später auch die Zapfen betroffen. Retinopathia pigmentosa ist eine der Hauptursachen für einen Sehverlust im mittleren Erwachsenenalter. Ungefähr 30.000 bis 40.000 Menschen in Deutschland leiden an einer der Formen der Retinopathia pigmentosa.

 

Folge anderer Erkrankungen

Echte Nachtblindheit kann auch als Folge anderer Erkrankungen auftreten. Stoffwechselkrankheiten wie ein Diabetes mellitus können zu Schädigung der Retina führen (diabetischen Retinopathie). Treten über einen längeren Zeitraum hinweg zu hohe Blutzuckerwerte auf, sammeln sich Eiweißstoffe und Fette in den Gefäßwänden der Blutgefäße der Netzhaut an. Diese Verdickungen machen die Gefäße brüchig. Außerdem kommt es zu kleinen Aneurysmen, die platzen können und damit zu Einblutungen führen. Zunächst handelt es sich meist um eine nicht proliferative Retinopathie, bei der die Blutgefäße nicht weiterwachsen. Die Sehstörungen, die dadurch auftreten, können leicht behoben werden. Wird diese allerdings nicht behandelt, regt die dauernde Sauerstoffunterversorgung durch geplatzte oder verstopfte Blutgefäße das Wachstum neuer, noch kleinerer Gefäße an. Die Netzhaut wird regelrecht überwuchert und damit in ihrer Funktion eingeschränkt. Außerdem können diese Gefäße noch leichter reißen und platzen. Dadurch kommt es zu einer größeren Einblutung in den Glaskörper, die zur Erblindung führen kann. Diabetiker sollten also auf jeden Fall einmal jährlich den Augenhintergrund durch einen Augenarzt untersuchen lassen, damit Veränderungen frühzeitig festgestellt und behandelt werden können. Vereinbaren Sie jetzt einen Termin bei uns, wenn Sie an Diabetes leiden und Ihre Augen vorsorglich untersuchen lassen möchten.

 

Vitaminmangel

Vitamin A wird zur Bildung von Rhodopsin in den Stäbchen benötigt. Ein Vitamin-A-Mangel führt daher dazu, dass es an diesem wichtigen Botenstoff fehlt und damit zwangsläufig zu einer Beeinträchtigung der Wahrnehmung. In Westeuropa wird durch Nahrungsaufnahme normalerweise genügend Vitamin A aufgenommen. Aber in anderen Landteilen sind das schon ganz anders aus. Jährlich erblinden etwa weltweit rund fünf Millionen Kinder aufgrund von Vitamin-A-Mangel.

 

Symptome

Wer an Nachtblindheit leidet, kann sich in der Dämmerung nur schlecht auf dunklere Lichtverhältnisse einstellen. Vor allem der Wechsel von Hell auf Dunkel bereitet größere Probleme und die Anpassung erfolgt nur langsam oder schlimmstenfalls gar nicht.

 

Diagnose

Wenn man sich in der Dämmerung unsicher fühlt und unter Sehschwäche leidet, sollte man einen Facharzt aufsuchen, um die möglichen Ursachen abklären zu lassen. Es werden verschiedene Untersuchungen zur Feststellung der Sehstärke durchgeführt.  Unter anderem werden auch das Gesichtsfeld und das Farbensehen untersucht. Die Fähigkeit zur Adaptation kann explizit mithilfe eines Adaptometers untersucht werden. Ein Elektroretinogramms gibt schließlich Aufschluss über die Frage, ob vielleicht eine Retinopathia pigmentosa vorliegt. Hierbei wird die Reaktion der Sinneszellen auf Lichtreize untersucht und dargestellt.

 

Therapie

Allein eine Nachtblindheit durch Vitamin-A-Mangel ist durch die zusätzliche Vitamingabe behandelbar. Darüber hinaus ist die echte Nachtblindheit nicht heilbar.

Allerdings gibt es inzwischen einige Gentherapie Ansätze, die Mut machen können. In Deutschland sind diese Gentherapien allerdings noch nicht zugelassen.

 

Fazit

Häufig fühlen sich Patienten in der Dunkelheit unsicher und haben den Eindruck schlechter sehen zu können. In den meisten Fällen handelt es sich hierbei allerdings nicht um eine echte Nachtblindheit. Vielmehr wir diese Einschränkung durch andere Vorerkrankungen begünstigt, die oftmals behandelbar sind. Eine echte Nachtblindheit ist in der Regel allerdings nicht heilbar, kommt aber auch nur selten vor.

 

Quellen

https://augeninfo.de/cms/hauptmenu/augenheilkunde/blick-durch-erkrankte-augen/retinopathia-pigmentosa.html

https://augeninfo.de/cms/nc/hauptmenu/presse/statistiken/statistik-retina-pigmentosa.html

 

 

So schützen wir unsere Augen im Sommer vor Infektionen

Im Winter leiden viele Menschen unter der trockenen Heizungsluft und reagieren häufig mit gereizten und geröteten Augen. Aber auch der Sommer hat so seine Tücken. Gerade nach dem Schwimmen im Freibad oder dem Planschen im Meer leiden so einige unter Binde- oder Hornhautentzündung. Denn Chlor, Urin, Schweiß und Schmutzpartikel im Wasser schaden unseren Augen erheblich. Beim Tauchen mit offenen Augen, wäscht sich der schützende Tränenfilm heraus und Keime können viel leichter eindringen. Auch hier sind Kontaktlinsenträger besonders gefährdet, da die Linsen der Hornhaut direkt aufliegen und eindringende Keime und Bakterien sich auf ihnen festsetzen können. Bei leichten Reizungen, die nicht durch eine bakterielle Infektion verursacht werden, klingen die Symptome nach 24 Stunden wieder ab. Zur Unterstützung empfiehlt es sich, die Augen mit Wasser auszuwaschen. Außerdem lindern hyaluronhaltige Augentropfen oder Salben die Beschwerden. Wenn trotz aller Bemühungen die Rötungen und Schmerzen aber nicht abklingen, sollte er Betroffene in jedem Fall einen Augenarzt aufsuchen, um die Ursachen abklären und behandeln zu lassen.

 

Welche Schutzmaßnahmen können wir selbst ergreifen?

Was aber können wir im Sommer zum Schutz unserer Augen unternehmen, damit es gar nicht erst so weit kommt? Beim Baden, ob im Freibad, See oder Meer, sollten wir eine geeignete Schwimmbrille tragen. Kontaktlinsenträger haben die Möglichkeit, statt der gewohnten Monatslinsen in diesem Fall auf Tageslinsen umzusteigen. Diese werden nach dem einmaligen Gebrauch entsorgt und frische Linsen, die garantiert keimfrei sind, werden am nächsten Tag wieder eingesetzt.

Das Sommerwetter kann die Augen aber auch an Land reizen. Denn die Luft ist trocken, der Wind bläst Sand ins Auge, Insekten fliegen hinein, Sonnencreme kann beim Cremen ebenfalls ins Auge geraten. Auch hier hilft zuallererst die Augen mit Wasser auszuspülen und danach mit entsprechenden Tropfen zu beruhigen. In den meisten Fällen sind diese Sofortmaßnahmen bereits wirksam und Schlimmeres kann verhindert werden.

Wenn wir also einige Punkte zum Wohle unserer Augen beherzigen, steht dem Sommergenuss nichts mehr im Wege.

 

 

Bekommen Augen Sonnenbrand?

⇒Netzhautschaden    ⇒Hornhautschädigung    ⇒Gefahr für die Linse    ⇒Sonnenschutz   ⇒Filterkategorien    ⇒Fazit

 

Sonnenlicht – etwas, wonach wir uns alle sehnen und gerne genießen. An den Hautschutz denken wir meist, aber wie sieht es mit unseren Augen aus? Brauchen sie auch besonderen Schutz? Auf jeden Fall; denn im schlimmsten Fall droht Erblindung!

Sonnenlicht besteht aus Strahlen verschiedenster Wellenlängen: das sichtbare Licht (380 bis 780 Nanometern), längerwelliger Infrarot-Strahlung und kurzwelliger, sehr energiereicher UV-Strahlung. Diese können auch das Auge auf vielfache Weise angreifen. Netzhaut, Hornhaut und Linse können durch intensive UV-Belastung auf unterschiedliche Art Schaden nehmen.

 

Netzhautschäden durch UV-Strahlung

Das Auge wirkt im Prinzip wie eine Lupe. Unser optischer Apparat aus Pupille, Hornhaut und Linse bündelt die Lichtstrahlen und bildet sie punktgenau auf der Netzhaut ab, also vergleichbar mit einem Brennglas. Treffen die energiereichen, kurzwelligen UV-Strahlen der Sonne ungefiltert auf unser Auge, werden diese sowieso schon energierechen Strahlen noch mehr gebündelt und verbrennen die Sehzellen auf der Netzhaut. Die Retina vernarbt. Geschieht dies im Bereich des schärfsten Sehens (Makula), nehmen wir anschließend im zentralen Blickfeld nur noch einen schwarzen Kreis war.

Auch die Altersbedingte Makuladegeneration (AMD) wird durch UV-Belastung begünstigt. Hier bilden sich durch Anhäufung von Stoffwechselprodukten kleine gelbliche Ablagerungen, sogenannte Drusen.  Diese Veränderungen führen zu Störungen in der darunterliegenden Pigmentepithelschicht, sie dünnt immer mehr aus. Auch bilden sich die mit den Sehzellen verbundenen Blutgefäße zunächst immer weiter zurück, so dass in Folge die Fotorezeptoren absterben.

In beiden Fällen droht Erblindung.

 

Schädigung der Hornhaut

Auch die Hornhaut kann durch UV-Strahlung angegriffen werden. Ähnlich der Haut, kann sie einen Sonnenbrand erleiden, medizinisch Photokeratitis, bekannter wahrscheinlich unter dem Begriff „Schneeblindheit“. Ein paar Stunden nach der UV-Belastung treten hierbei starke Schmerzen, Fremdkörpergefühl und Rötungen auf. Der Betroffene ist sehr lichtempfindlich und die Augen tränen stark. In der Regel hilft hier ein Salbenverband, damit sich die Hornhaut wieder vollständig erholt.

 

Gefahr für die Augenlinse

In der hochelastischen Linse befinden sich Eiweißstoffe, die in ihrer Struktur durch eine zu hohe UV-Strahlung verändert werden. Diese chronischen Veränderungen führen zu einer Eintrübung der Linse, Grauer Star (Katarakt) genannt. Diese Erkrankung kann nur operativ behandelt werden (Katarakt-OP). Hierbei wird die körpereigene Linse durch eine künstliche ersetzt.

 

Schutz für unsere Augen

Normalerweise verfügen wir glücklicherweise über Schutzmechanismen, die reflexartig greifen. Unsere Pupille verengt sich und wir kneifen die Augen zusammen, wenn es uns zu hell wird. Meist wenden wir auch automatisch den Blick von der starken Lichtquelle ab. Allerdings gibt es Situationen, in denen diese Schutzreflexe nicht greifen können. Ein bekanntes Beispiel ist hier die Sonnenfinsternis. Da die Mondscheibe sich immer weiter über die Sonnen schiebt, wird die Lichtquelle nicht mehr als unangenehm wahrgenommen. Die UV-Strahlen sind aber nach wie vor sehr stark und können nicht durch eine sich verengende Pupille abgeschwächt werden. Hier droht ohne spezielle Schutzbrille eine Vernarbung der Netzhaut.

Auch unsere Umgebung hat Einfluss auf die Intensität der UV-Strahlung. In den Bergen nimmt zum Beispiel die Belastung durch UV-Licht mit der Höhe erheblich zu, da die Luft immer dünner wird und keinen Schutz mehr bieten kann. Wasser wiederrum reflektiert UV-Strahlen fast vollständig und verstärkt sie, ebenso wie weiß getünchte Häuser. Daher müssen wir im Urlaub in den Bergen und am Meer, im Sommer ebenso wie im Winter, auch auf unsere Augen achten und sie entsprechend schützen. Kinderaugen brauchen natürlich besonderen Schutz, da sie noch weniger Pigmentierung aufweisen und daher übermäßig lichtempfindlich sind.

Sonnenbrillen, am besten mit großen Gläsern und seitlichem Schutz, helfen unsere Augen vor schädlichem UV-Licht zu bewahren. Nicht jede dunkel getönte Brille hält aber wirklich die schädlichen Strahlen ab, mag sie noch so schick sein.  Nur ein integrierter UV Schutz hilft.  Bei schlechten Brillen ist der Schaden sogar höher als der Nutzen; denn die dunkle Färbung der Gläser führt nur dazu, dass die Pupillen sich nicht mehr verengen und sogar noch mehr gesundheitsschädliche Strahlen ins Auge gelangen. Wie aber kann man wissen, ob eine Sonnenbrille auch den nötigen Schutz bietet? Hierzu gibt es einige Kennzeichnungen, mit denen Brillen versehen werden. 

Um sich im Kennzeichnungsdschungel besser zurechtzufinden, geben wir hier eine kleine Übersicht

 

Kennzeichnungen für Sonnenbrillen

 

CE:  Kennzeichnung ausschließlich zu den Sicherheitsanforderungen, hält lediglich garantiert den gesetzlich vorgeschriebenen UV-Schutz bis 380 Nanometer ab.

UV 400: Diese Bezeichnung bedeutet, dass die Gläser UVA-, -B- und -C-Strahlen bis zu einer Wellenlänge von 400 Nanometer absorbieren.

 

EU-Kategorien zum Einschätzen der Schutzwirkung von Sonnenbrillen

  • KAT 0: Geringster Schutz, höchstens 20% der Strahlung
  • KAT 1: 20-57% Absorption bei leichter Bewölkung
  • KAT 2: 57-82% für schönes Wetter in unseren Breitengraden ausreichend
  • KAT 3: 82- 92% intensiver Schutz; Urlaub am Meer oder Wanderurlaub in den Bergen
  • KAT 4: 92-97% - nicht für den Straßenverkehr zugelassen, bei Aufenthalten im Gletschergebiet nötig

Nur wer Sonnenbrillen im Fachhandel erwirbt kann sicher sein, dass Kennzeichen nicht gefälscht sind. Lieber Finger weg von Spontankäufen am Strand oder bei Straßenverkäufen.

 

Fazit

Nicht nur unsere Haut kann durch Sonnenlicht angegriffen werden. Auch unsere Augen können auf vielfältige Weise Schaden nehmen, werden sie ungeschützt UV-Strahlen ausgesetzt. So wie wir unsere Haut mithilfe von Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor schützen, brauchen unsere Augen Sonnenbrillen, die entsprechend ihres Schutzfaktors gekennzeichnet sind. In unseren Breitengraden ist meist eine Sonnenbrille der Kategorie 2 ausreichend. Im Urlaub in den Bergen oder am Meer sollten wir lieber auf Brillen der Kategorie 3 zurückgreifen, um unsere Augen optimal zu schützen. Und nur bei Brillen aus dem Fachhandel ist sichergestellt, dass die Kennzeichen nicht gefälscht sind.

Sicherheit für unsere Augen - damit wir den Sommer mit allen Sinnen genießen können.

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