Wissenwertes

Auf dieser Seite möchten wir Sie mit kleinen Artikeln rund um eines unserer wichtigsten Sinne auf dem Laufenden halten. Hier wird es nicht nur um bekannte Erkrankungen und deren Behandlungsmethoden oder um die neuesten Entwicklungen in der Augenheilkunde gehen. Auch um viele andere Fragen, die uns zum Thema "Sehen" und "Augen" beschäftigen.

Selbstverständlich geben unsere Artikel nur allgemeine Hinweise und Informationen. Sie ersetzen in keinem Fall einen Besuch bei einem Facharzt.

 

 

Die Wahrheit über unsere emotionalen Tränen

⇒Warum wir weinen    ⇒Geschlechtsspezifische Unterschiede   ⇒Nach dem Tränenausbruch  

 

Die Tränendrüsen produzieren permanent einen Tränenfilm, der unser Auge mit Nächstoffen versorgt und es vor dem Austrocknen schützt. Mit jedem Lidschlag wird dieser Tränenfilm gleichmäßig auf der Augenoberfläche verteilt und sorgt in seiner Zusammensetzung auch für die optimale Lichtbrechung.

Ist die Zusammensetzung des Tränenfilms gestört, kommt es zum sogenannten Sicca-Syndrom, dem trockenen Auge. Das trockene Auge ist eine weltweit sehr verbreitete Augenerkrankung. Untersuchungen zeigen, dass bis zu 30% aller Patienten einer Augenarztpraxis von dieser Erkrankung im Laufe ihres Lebens betroffen sind. Typische Symptome sind zum Beispiel Augenrötung, Brennen, Fremdkörpergefühl, müde Augen und geschwollene Augenlider. Und obwohl es widersprüchlich klingt, häufig tränen die Augen besonders stark. Aber diese Tränen benetzen das Auge aufgrund der Zusammensetzung nicht ausreichend und bilden nicht den schützenden Film auf der Augenoberfläche. Ebenso wenig, wie unsere emotionalen Tränen, auf die wir in diesem Artikel mal einen besonderen Blick werfen.

Manchmal nämlich produzieren unsere Augen schlagartig so viel Tränenflüssigkeit, dass sie in gewisser Weise überlaufen und in Form dicker Tränen die Wangen hinunterkullert. Der Mensch gilt als einziges Säugetier, das aufgrund von Emotionen wie Trauer, Wut, aber auch Freude, Tränen vergießen kann.

Knapp 100 Liter Tränenflüssigkeit verlieren wir auf diese Weise in unserem Leben. Und dieser emotionale Ausdruck ist Schwerstarbeit, denn wenn die Tränen fließen reagiert der ganze Körper: die Atmung beschleunigt sich, der Blutdruck steigt und das Herz rast.

 

Aber warum weinen wir?

Dazu gibt es zwei unterschiedliche Erklärungsversuche:

Die soziale Komponente

Hier sehen wir Weinen als eine sehr ursprüngliche Form der Kommunikation und der sozialen Interaktion. Die vergossenen Tränen sollen in unserem Umfeld Fürsorge wecken und stellen im Prinzip einen Hilferuf dar.

Die physische bzw. psychische Komponente

Weinen ist ein Verarbeitungsprozess und dient als Schutzreaktion des Körpers, damit er mit emotionalem Stress besser umgehen und ihn leichter bewältigen kann.

 

Unterschiede Mann und Frau - auch bei Tränen

Augenärzte der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft haben deutliche Unterschiede bei Männern und Frauen  festgestellt. So weinen Männer durchschnittlich bis zu 17-mal pro Jahr, Frauen hingegen im gleichen Zeitraum 64-mal. Männer haben sich das Weinen in gewisser Weise abtrainiert, da dieser Ausbruch der Emotionen nach wie vor als schwach und unmännlich gilt.

Auch die Gründe, weshalb Frauen und Männer in Tränen ausbrechen sind sehr verschieden. Frauen weinen häufig bei Verlust oder auch in Konfliktsituationen, während Männer eher aus Empathie oder bei Trennungen Tränen vergießen.

Die Zusammensetzung der emotionalen Tränen unterscheidet sich ebenfalls deutlich zum normalen Tränenfilm. Emotionale Tränen enthalten beispielsweise eine größere Menge an Hormonen sowie an Botenstoffen, die der Körper unter Stress produziert.

 

Und nach den Tränen?

Nach einem Tränenausbruch fühlen wir uns häufig ausgelaugt und leiden unter Kopfschmerzen, die wahrscheinlich auf die Anspannung zurückzuführen sind, aber so genau weiß man das noch nicht. Ein entspannender Spaziergang an der frischen Luft kann Wunder wirken. Meist hilft das auch, die Gedanken zu sortieren und Glückshormone wieder ansteigen zu lassen.

Geschwollene Augenlider sind ebenso häufig eine Begleiterscheinung. Hier hilft es die Augen mit Pads, gekühlten Teelöffeln oder einer Augenmaske zu kühlen.

Schwarzer Tee kann, äußerlich angewendet, auch helfen. Hierzu die Teebeutel in lauwarmem Wasser ca. 30 Sek. ziehen lassen und einige Minuten auf die geschlossenen Lider legen.

Grundsätzlich kann Weinen erleichternd wirken. Es hilft Stress abzubauen und gehört zur Trauerbewältigung einfach zu. Tränen zu unterdrücken wirkt sich eher negativ als positiv aus. Aber häufiges, grundloses Weinen schadet der Seele zu sehr und kann auch ein Anzeichen für eine Depression sein.

 

 

Amblyopie

⇒Ursachen    ⇒Symptome    ⇒Diagnose    ⇒Therapie    ⇒Fazit

 

Bei Amblyopie handelt es sich um eine funktionelle Sehschwäche. Obwohl die Augen organisch gesund sind, kann das Gehirn nicht verarbeiten, was das Auge erkennt. Unsere Sehkraft entwickelt sich erst nach der Geburt. In den ersten Lebensjahren erwächst aus dem Zusammenspiel zwischen Gehirn und Auge die eigentliche Sehschärfe. Das Gehirn lernt also zu verarbeiten, was die Augen wahrnehmen. Aus unterschiedlichsten Gründen kann es aber zu einem Rechenfehler im Gehirn kommen.

 

Ursachen

  • Schielen

Wenn ein Kind schielt, schaltet das Gehirn ein Auge ab, damit keine Doppelbilder verarbeitet werden müssen.

  • Nicht korrigierter Brechungsfehler (Kurz- oder Weitsichtigkeit und Astigmatismus) eines Auges

Ein Auge weist zum Beispiel einen Brechungsfehler auf, der mit Hilfe einer Brille hätte korrigiert werden müssen. Geschieht dies über einen längeren Zeitraum nicht, hat das Auge nie gelernt, richtig zu sehen.

  • Eintrübung eines Auges

Einzelne Teile des Auges waren über längere Zeit eingetrübt oder verdeckten die Pupille, so dass das Auge auch hier scharfes Sehen nicht erlernen konnte.

 

Symptome

Da meist nur ein Auge von Amblyopie betroffen ist, kann das Gehirn durch seine Rechenleistung die fehlenden Informationen ausgleichen. Räumliches Sehen ist aber nicht möglich. Bei alltäglichen Dingen fällt eine Amblyopie häufig gar nicht auf. Erst beim Abschätzen von Entfernungen treten Schwierigkeiten auf. Kinder haben zum Beispiel Probleme, einen Ball zu fangen oder greifen erst nach wiederholten Versuchen, einen Gegenstand sicher.  

 

Diagnose

Bei kleinen Kindern, die noch nicht sprechen können, kann es für den behandelnden Kinderarzt schwierig sein, Amblyopie zu diagnostizieren. Augenärzte haben hier ganz andere Möglichkeiten und können Kinder in jedem Alter umfassend auf Fehlsichtigkeit untersuchen:

  • Die Funktionsfähigkeit wie Sehschärfe, Brechkraft, Zusammenarbeit beider Augen wird kontrolliert.
  • Die Beweglichkeit und Stellung beider Augen werden untersucht.
  • Es wird geprüft, ob die Augen kleinere Strukturen (z.B. die Position der Öffnung eines Ringes) erkennen können.

 

Therapie

Zunächst werden Krankheiten behandelt, die zu einer Amblyopie führen können. Eintrübungen müssen hierbei beseitigt oder Lidfehlstellungen korrigiert werden.

Hat sich bereits eine Amblyopie ausgebildet, gilt es, das schwächere Auge gezielt zu trainieren. Dies geschieht durch Okklusion, also dem Abkleben des stärkeren Auges meist einige Stunden am Tag, manchmal auch den ganzen Tag über. Führt diese Therapie nicht zum gewünschten Erfolg, ist unter Okklusionstherapie zusätzliches computerbasiertes Training möglich. Diese Therapie gehört noch nicht zu den üblichen Verfahren und wird weiter wissenschaftlich untersucht. Hierbei wird das schwächere Auge gezielt über Videoreize stimuliert, während das stärkere Auge abgeklebt ist.

 

Fazit

Da sich die Sehkraft in den ersten Lebensjahren entwickelt, kann Fehlsichtigkeit, die zu spät erkannt und behandelt wird, zu einem verhängnisvollen Problem werden. Wenn das kindliche Gehirn nicht rechtzeitig lernt, die Informationen aus dem Sehsystem zu verarbeiten, ist es später nicht mehr möglich eine Amblyopie auszugleichen. Daher ist eine rechtzeitige Vorsorge beim Augenarzt auch schon im Kleinkindalter unverzichtbar. Unsere Fachärzte verfügen über das nötige Know-How, die Erfahrung und Ausstattung, um auch die jüngsten Patienten umfassend zu untersuchen und zu behandeln. Eine optimale und kindgerechte Betreuung unserer kleinsten Patienten liegt uns sehr am Herzen. Daher haben wir bewusst in allen Augenzentren eine spezielle Kindersprechstunde und eine große Sehschule (Orthoptik) eingerichtet.

 

Netzhautablösung

⇒Ursachen    ⇒Symptome    ⇒Therapie    ⇒Fazit   

 

Bei einer Netzhautablösung (Ablatio retinae) löst sich die Retina von der darunterliegenden Pigmentepithelschicht. Die Pigmentepithelschicht liegt zwischen Netzhaut und Aderhaut und versorgt die Sinneszellen der Netzhaut mit Sauerstoff und Nährstoffen. Ist diese Zufuhr gestört, sterben die Fotorezeptoren in Folge ab und der Betroffene erblindet.  Daher handelt es sich bei einer Netzhautablösung unbedingt um einen medizinischen Notfall!

 

Ursachen

Eine Netzhautablösung ist relativ selten und betrifft meist ältere Menschen. Man unterscheidet zwischen drei unterschiedlichen Formen.

 

Rhegmatogene Netzhautablösung

Hier wird die Netzhautablösung durch einen Riss verursacht.
Der Glaskörper gibt dem Auge seine Form und besteht aus einer gallertartigen Masse mit viel Wasser. Im Alter aber schrumpft dieser Glaskörper und die daran anhaftende Netzhaut kann in Folge einreißen. Durch dieses neu entstandene Loch kann nun Flüssigkeit eindringen und die Netzhaut von der Pigmentepithelschicht abheben. Patienten nach einer Katarakt OP und stark kurzsichtige Patienten haben ein deutlich höheres Risiko an einer solchen Art der Netzhautablösung zu erkranken.
Eine andere Ursache für eine Rissbildung in der Netzhaut sind Schläge auf das Auge (traumatisch bedingter Netzhautriss).

 

Traktive Netzhautablösung

Diese Form der Netzhautablösung geschieht durch vernarbtes Netzhaut- oder Glaskörpergewebe. Das vernarbte Gewebe verkürzt sich und übt so eine Zugwirkung auf die Retina aus., die dann in Folge einreißen kann.
Diabetiker haben ein höheres Risiko für eine traktive Netzhautablösung, vor allem, wenn sie an Diabetischer Retinopathie erkrankt sind. Treten über einen längeren Zeitraum hinweg zu hohe Blutzuckerwerte auf, sammeln sich Eiweißstoffe und Fette in den Gefäßwänden an. Diese Verdickungen machen die Gefäße brüchig. Außerdem kommt es zu kleinen Aneurysmen, die platzen können. Die Einblutungen und daraus resultierenden Narbenbildung können dann zur Ablösung der Netzhaut führen.

 

Exsudative Netzhautablösung

Hier erfolgt der Flüssigkeitseintritt nicht über die Netzhaut selbst, sondern aus den Gefäßen der unter der Pigmentepithelschicht liegenden Aderhaut. Ursächlich sind hier in der Regel Entzündungen am Auge, seltener auch Tumore. Die eintretende Flüssigkeit legt sich zwischen Retina und Epithelschicht und hebt hierbei die Netzhaut bis zur völligen Ablösung an.

 

Symptome

Bei allen Formen der Netzhautablösung sind die Symptome gleich. Meist nimmt der Betroffene zu Beginn Lichtblitze, schwarze Pünktchen oder Nebelschwaden wahr. Schließlich scheint sich ein dunkler Vorhang über das Gesichtsfeld zu schieben. Sobald die ersten Symptome auftreten, muss man unbedingt einen Augenarzt aufsuchen, damit der Facharzt schnellstmöglich operativ eingreifen kann.

 

Therapie

Bei einer Netzhautablösung muss sofort gehandelt werden, da sonst Erblindung droht. Eine medikamentöse Behandlung ist nicht möglich.

Diagnostiziert der Facharzt einen Riss oder ein Loch in der Netzhaut, kann meist mit einem Laser die betroffene Selle behandelt werden. Das Gewebe vernarbt an der Stelle, eine Ablösung kann so aber verhindert werden.

Bei einer bereits erfolgten Ablösung der Retina kann nur ein erfahrener Augenchirurg bei einem operativen Eingriff versuchen, die Netzhaut wieder zu fixieren. Hierbei handelt es sich um eine sehr anspruchsvolle Operation.

 

Fazit

Die Netzhaut (Retina) liegt direkt dem Pigmentepithel auf und ist normalerweise durch die Pumpleistung des Epithels und der Verzahnung von Stäbchen und Zapfen fest mit diesem verbunden. Wird die feste Verbindung z.B. durch Eindringen von Flüssigkeit bei Gefäßverletzungen gestört, kommt es zu einer Ablösung der Netzhaut. Auffällig wird die akute Erkrankung durch das plötzliche Auftreten von schwarzen und roten Punkten und ein eingeengtes Gesichtsfeld. Eine Netzhautablösung muss umgehend operativ behandelt werden.

Für Patienten mit Risikofaktoren wie z.B. Diabetes, starke Kurzsichtigkeit oder familiärer Häufung von Netzhautablösung ist eine regelmäßige Kontrolle der Retina überaus wichtig.

 

Quellen

https://augeninfo.de/cms/hauptmenu/augenheilkunde/blick-durch-erkrankte-augen/netzhautabloesung.html

 

 

Fremdkörper im Auge - Was tun?

Schnell verirrt sich ein kleines Insekt in unser Auge oder eine Wimper löst sich und gelangt hinein. Sofort beginnt das Auge zu tränen und versucht so selbst, den Fremdkörper auszuspülen. In vielen Fällen gelingt das auch. Der Störenfried wird zur Nasenwurzel hin ausgeschwemmt. Manchmal muss man selbst oder eine andere Person etwas nachhelfen. Auf keinen Fall sollte man am Auge reiben, da man den Fremdkörper nur tiefer in die Augenoberfläche reibt und damit erst recht schwerwiegende Verletzungen der Hornhaut riskiert.

 

Erste Hilfe bei Fremdkörpern im Auge

Wie aber entfernt man vorsichtig selbst oder mit Hilfe einer anderen Person einen Fremdkörper aus dem Auge?

Hat sich zum Beispiel eine Wimper gelöst, ist ins Auge gefallen und schwimmt auf der Augenoberfläche, benötigt man meist keine Hilfe. Hält sich die Wimper im Ober- oder Unterlid versteckt, ist es besser, sich helfen zu lassen. Befindet sich der Fremdkörper im Unterlid, schaut der Betroffene nach oben, während die andere Person das Lid vorsichtig nach unten zieht und den Fremdkörper mit einem frischen (!) Taschentuch zur Nase hin heraustupft. Bei Fremdkörpern im Oberlid verhält es sich genau umgekehrt. Also der Betroffene schaut nach unten, das Oberlid wird vorsichtig angehoben und der Störenfried entfernt.

 

Wann zum Arzt oder in die Klinik?

Absolute Vorsicht ist aber bei Holz- oder Glassplitter wie allen scharfkantigen Fremdkörpern geboten. Hier benötigt man sofort die Hilfe eines Facharztes. Das bedeutet konkret: nicht reiben, das Auge mit einem sterilen Tuch bedecken, um es ruhigzustellen und so schnell wie möglich einen Augenarzt oder die Augenklinik aufsuchen. Andernfalls riskiert man Schädigungen der Hornhaut, die nicht reversibel sind.

Auch bei Verätzungen, zum Beispiel durch Reiniger, muss schnell gehandelt werden. Das betroffene Auge sollte gründlich, mit viel sauberem Wasser, gespült und anschließend ebenfalls ruhiggestellt werden und dann sofort zum Facharzt bzw. in die Augenklinik.

Am besten ist natürlich, das Auge vorher zu schützen, z.B. durch Tragen einer Fahrradbrille beim Radfahren oder einer Schutzbrille bei manchen Arbeiten. Vor allem letztere kann zumindest eine Vielzahl an Augenverletzungen vermeiden.

 

 

Warum sehen wir manchmal Sternchen?

Wenn wir zu schnell aufstehen, uns den Kopf stoßen oder auch nur kräftig niesen müssen, sehen wir manchmal Sternchen. Schlimmstenfalls wird uns kurzfristig sogar ganz schwarz vor Augen. Aber was haben all diese Dinge mit unseren Augen zu tun?

Bei einer zu schnellen Lageveränderung des Körpers kommt es zu Blutdruckschwankungen und damit verbunden zu Durchblutungsstörungen im Gehirn. Unser Blut sackt in die Beine ab und das Gehirn kann nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff versorgt werden.

Solche Blutdruckschwankungen werden meistens durch einen erhöhten Herzschlag und Blutdruckerhöhung vom Organismus ausgeglichen, damit schneller mehr Blut ins Gehirn gelangt. Manchmal allerdings erfolgt dieser Ausgleich zu langsam und die Durchblutung ist kurzfristig gestört.

Die Netzhaut, als Teil unseres Gehirns, reagiert sehr sensibel auf den Sauerstoffmangel und leitet die Information darüber unverzüglich weiter.

Da die Retina aber eigentlich dafür verantwortlich ist, Lichtreize an unser Gehirn zu übermitteln, reagiert sie auch hier mit einem optischen Sinneseindruck und wir sehen Sternchen oder blitzende Punkte.

Hält der Sauerstoffmangel an, können die Sehzellen vorrübergehend überhaupt keine Reize weiterleiten und wir sehen nichts mehr; uns wird also schwarz vor Augen.

Solche kurzfristigen Blutdruckschwankungen stellen für einen gesunden Organismus normalerweise kein Problem dar. Treten sie häufiger auf, sollte aber ein Arzt der genauen Ursache auf den Grund gehen. Es können sich durchaus ernstere Erkrankungen, wie zum Beispiel Herzschwäche, dahinter verstecken.

 

 

Brille reinigen – aber richtig!

⇒Reinigung    ⇒Aufbewahrung    ⇒Beschlagen der Brille    ⇒verkratzte Gläser    ⇒Fazit

 

Eine neue Brille auszusuchen kann manchmal schon ein schwieriges Unterfangen sein. Hat man sich dann endlich entschieden und freut sich über die schicke Neuanschaffung, denkt man oft gar nicht darüber nach, was man bei der Pflege und Aufbewahrung alles falsch machen kann. Und ehe man sich versieht, sind die neuen Gläser verkratzt oder das Gestell verbogen. Damit das nicht passiert, hier einige Tipps für die richtige Handhabung.

 

Reinigung

Ein Fingerabdruck auf dem Brillenglas, fettige Schlieren, die sich über die Gläser ziehen oder das Beschlagen beim Wechsel von der Kälte in die Wärme. Was liegt näher als zum schnellen Reinigen der Brillengläser mal eben den Pullover oder den Hemdzipfel zu nehmen? Will man aber länger Freude an seiner Brille haben, sollte man das tunlichst vermeiden. Diese Stoffe sind meist zu rau und die in ihnen enthaltenen Staub- und Schmutzpartikel verursachen leicht Kratzer auch auf den hochwertigsten Kunststoffgläsern. Zum sanften Reinigen benutzt man unterwegs besser Tücher aus Mikrofasern, die speziell zum Putzen einer Brille gedacht sind. Gründlicher ist die Reinigung der Gläser und des Gestells unter fließendem Wasser. Ein kleiner Tropfen mildes Spülmittel hilft beim Entfernen hartnäckiger Fettpartikel. Nach der Reinigung einfach mit einem Mikrofasertuch vorsichtig trocknen. Das reicht für den klaren Durchblick meist schon wieder aus. Bei stärkerer Verschmutzung sollte man einen Optiker aufsuchen, der die Brille fachmännisch reinigt oder ein Ultraschallbad nutzen. Die praktischen feuchten Reinigungstücher für unterwegs sind meist auch keine gute Alternative, da sie teilweise aggressive Stoffe enthalten können, die die Oberfläche der Kunststoffgläser schädigen.

 

Aufbewahrung

Auch wenn es manchmal schnell gehen muss, die Brille einfach in die Hemdtasche zu stecken oder gar ohne schützende Hülle in die Handtasche zu stopfen, ist wirklich keine gute Idee.

Zur Aufbewahrung am besten geeignet ist ein genau passendes Hartschalenetui, in dem die Brille zwar ausreichend Platz hat, aber nicht hin und her rutschen kann. Zusätzlich sollte man die Sehhilfe in ein Mikrofasertuch einschlagen.

Auch beim Absetzen der Brille kann man so einiges falsch machen. Setz man sie nur mit einer Hand ab, riskiert man einseitige Zug- und Druckbelastung am Gestell und verbiegt es damit sehr leicht. Legt man die Brille außerhalb des Etuis ab, dann immer darauf achten, dass man sie auf die Bügel und nicht auf die Gläser legt. Auch führen große Temperaturunterschiede zu Schädigung der Gläser und des Gestells. Deshalb sollte man eine Brille nicht auf die Heizung oder auf das Armaturenbrett im Auto legen.

 

Was tun, wenn die Brille beschlägt?

Kommt man aus der Kälte in einen warmen Raum, ist man als Brillenträger vorübergehend nahezu blind. Die Brille ist beschlagen. Wie bei der Reinigung gilt auch hier, die Gläser nicht mit dem trocknen, was man gerade zur Hand hat, sondern besser spezielle Mikrofasertücher verwenden. Es gibt auch besondere Gläser, die nicht so leicht beschlagen sollen oder spezielle Pflege-Sprays, die ein lästiges Beschlagen der Gläser verhindern sollen.

 

Ein Kratzer – was nun?

Auch die modernsten und härtesten Gläser können Kratzer bekommen, wenn man unsachgemäß mit seiner Brille umgeht. Schon bei kleinsten Kratzern können durch Veränderung der Oberflächenstruktur Reflexionen entstehen, die blenden und unsere Augen schneller ermüden lassen. Kopfschmerzen können die Folge sein. Hier hilft leider auch kein Nachpolieren oder nachträgliches Schleifen der Gläser mehr. Dann müssen wohl oder übel neue Gläser beim Optiker eingesetzt werden.

 

Fazit

Wer einige Punkte bei der der Reinigung und Aufbewahrung einer Bille beachtet, wird länger Freude an ihr haben. Die Reinigung gelingt am besten unter fließendem Wasser mit einer kleinen Menge mildem Spülmittel. Anschließend mit einem speziellen Mikrofasertuch, das sich auch für die schnelle Reinigung unterwegs eignet, trocknen.  Ein Hartschalenetui in der passenden Größe ist der beste Aufenthaltsort für eine Brille. Große Temperaturunterschiede sollten vermieden werden, damit Gläser und Gestell keinen Schaden nehmen und man nicht nach kurzer Zeit schon wieder eine neue Sehhilfe benötigt.

 

 

Nachtblindheit

⇒Ursachen   ⇒Symptome   ⇒Diagnose und Therapie   ⇒Fazit

 

Viele fühlen sich in der Dämmerung unsicher im Straßenverkehr und lassen das Auto im Dunkeln lieber stehen. Aber nicht jeder, der nachts schlechter sieht, leidet wirklich an der echten Nachtblindheit.

Es gibt einige anderen Ursachen, die zu mangelndem Dämmerungssehen führen können.

 

Häufigsten Ursachen für schlechtes Dämmerungssehen

 

Grauer Star (Katarakt)

Auch die Augenlinse unterliegt einem natürlichen Alterungsprozess. Durch Veränderung der Struktureiweiße trübt sie sich ein und verschleiert einen normalerweise glasklaren Blick. Das Licht entgegenkommender Autos wird stärker gestreut und der Betroffene erheblich geblendet. Wenn die Erkrankung beginnt die die Lebensqualität einzuschränken und den Alltag zu beeinträchtigen, sollte der Graue Star behandelt werden. Eine medikamentöse Therapie ist nicht möglich. Nur ein operativer Eingriff kann das Sehvermögen wiederherstellen. Bei einer Katarakt-OP wird die eigene Linse mittels einer Ultraschallsonde zerkleinert und abgesaugt. An ihrer Stelle setzt der Operateur eine Kunstlinse ein, die je nach Beschaffenheit im Anschluss auch ein Leben ohne Brille ermöglicht. Wir beraten Sie gerne!

 

Kurzsichtigkeit

In der Dunkelheit weitet sich die Pupille, um mehr Licht einfallen zu lassen. Diesen Vorgang bezeichnet man als Adaption. Es kann vorkommen, dass aufgrund der Brechungsverhältnisse der Lichtstrahlen, die am Rand der Pupille in das Auge fallen, ein scharfes Bild vor der Netzhautebene entsteht. Hierbei handelt es sich also um eine Nachtkurzsichtigkeit. Eine entsprechende Brille löst bereits das Problem.

 

Altersbedingte Miosis

In diesem Fall kann sich die Pupille älterer Menschen nicht mehr genügend weiten, um mehr Licht einfallen zu lassen. Eine Adaption an die schlechteren Lichtverhältnisse ist also nicht mehr möglich Infolgedessen kommt es zu einer schlechteren Wahrnehmung in der Dämmerung und bei Dunkelheit. Eine Miosis kann auch als Nebenwirkung von Medikamenten auftreten.

 

Echte Nachtblindheit

Die bisher genannten Erkrankungen sind aber nicht mit der eher seltenen, echten Nachtblindheit zu verwechseln, die auf eine Störung der Fotorezeptoren der Netzhaut, die für das Hell-Dunkel-Sehen zuständig sind, zurückzuführen ist.

Um zu erläutern, wie genau es zu dieser Erkrankung kommt, muss man erst verstehen, wie unsere Netzhaut aufgebaut ist.

In der Retina gibt es unterschiedliche Arten von Sinneszellen. Drei Zapfenarten sind tagsüber für das Farbensehen verantwortlich. Sie liegen vor allem im Zentrum des schärfsten Sehens, der Makula. Ringsherum angeordnet liegt eine deutlich größere Anzahl an Fotorezeptoren, den Stäbchen.  Sie sind in der Dämmerung und Dunkelheit für das Hell-Dunkel-Sehen zuständig. Um Lichtreize über den Sehnerv an das Gehirn weitergeben zu können, benötigen die Rezeptoren Rhodopsin, das ständig neu gebildet werden muss. Es gibt verschiedene Ursachen, die zu einer Störung dieser Fotorezeptoren und damit zur Nachtblindheit führen können.

 

Ursachen

 

Genetische Defekte

Ein Beispiel für eine Erbkrankheit, die zur echten Nachtblindheit führt, ist die Retinopathia pigmentosa. Hierzu zählen eine Reihe von erblichen Erkrankungen, die alle zu einer Zerstörung der Fotorezeptoren in der Netzhaut führen. Meist sind zunächst nur die Stäbchen, später auch die Zapfen betroffen. Retinopathia pigmentosa ist eine der Hauptursachen für einen Sehverlust im mittleren Erwachsenenalter. Ungefähr 30.000 bis 40.000 Menschen in Deutschland leiden an einer der Formen der Retinopathia pigmentosa.

 

Folge anderer Erkrankungen

Echte Nachtblindheit kann auch als Folge anderer Erkrankungen auftreten. Stoffwechselkrankheiten wie ein Diabetes mellitus können zu Schädigung der Retina führen (diabetischen Retinopathie). Treten über einen längeren Zeitraum hinweg zu hohe Blutzuckerwerte auf, sammeln sich Eiweißstoffe und Fette in den Gefäßwänden der Blutgefäße der Netzhaut an. Diese Verdickungen machen die Gefäße brüchig. Außerdem kommt es zu kleinen Aneurysmen, die platzen können und damit zu Einblutungen führen. Zunächst handelt es sich meist um eine nicht proliferative Retinopathie, bei der die Blutgefäße nicht weiterwachsen. Die Sehstörungen, die dadurch auftreten, können leicht behoben werden. Wird diese allerdings nicht behandelt, regt die dauernde Sauerstoffunterversorgung durch geplatzte oder verstopfte Blutgefäße das Wachstum neuer, noch kleinerer Gefäße an. Die Netzhaut wird regelrecht überwuchert und damit in ihrer Funktion eingeschränkt. Außerdem können diese Gefäße noch leichter reißen und platzen. Dadurch kommt es zu einer größeren Einblutung in den Glaskörper, die zur Erblindung führen kann. Diabetiker sollten also auf jeden Fall einmal jährlich den Augenhintergrund durch einen Augenarzt untersuchen lassen, damit Veränderungen frühzeitig festgestellt und behandelt werden können. Vereinbaren Sie jetzt einen Termin bei uns, wenn Sie an Diabetes leiden und Ihre Augen vorsorglich untersuchen lassen möchten.

 

Vitaminmangel

Vitamin A wird zur Bildung von Rhodopsin in den Stäbchen benötigt. Ein Vitamin-A-Mangel führt daher dazu, dass es an diesem wichtigen Botenstoff fehlt und damit zwangsläufig zu einer Beeinträchtigung der Wahrnehmung. In Westeuropa wird durch Nahrungsaufnahme normalerweise genügend Vitamin A aufgenommen. Aber in anderen Landteilen sind das schon ganz anders aus. Jährlich erblinden etwa weltweit rund fünf Millionen Kinder aufgrund von Vitamin-A-Mangel.

 

Symptome

Wer an Nachtblindheit leidet, kann sich in der Dämmerung nur schlecht auf dunklere Lichtverhältnisse einstellen. Vor allem der Wechsel von Hell auf Dunkel bereitet größere Probleme und die Anpassung erfolgt nur langsam oder schlimmstenfalls gar nicht.

 

Diagnose

Wenn man sich in der Dämmerung unsicher fühlt und unter Sehschwäche leidet, sollte man einen Facharzt aufsuchen, um die möglichen Ursachen abklären zu lassen. Es werden verschiedene Untersuchungen zur Feststellung der Sehstärke durchgeführt.  Unter anderem werden auch das Gesichtsfeld und das Farbensehen untersucht. Die Fähigkeit zur Adaptation kann explizit mithilfe eines Adaptometers untersucht werden. Ein Elektroretinogramms gibt schließlich Aufschluss über die Frage, ob vielleicht eine Retinopathia pigmentosa vorliegt. Hierbei wird die Reaktion der Sinneszellen auf Lichtreize untersucht und dargestellt.

 

Therapie

Allein eine Nachtblindheit durch Vitamin-A-Mangel ist durch die zusätzliche Vitamingabe behandelbar. Darüber hinaus ist die echte Nachtblindheit nicht heilbar.

Allerdings gibt es inzwischen einige Gentherapie Ansätze, die Mut machen können. In Deutschland sind diese Gentherapien allerdings noch nicht zugelassen.

 

Fazit

Häufig fühlen sich Patienten in der Dunkelheit unsicher und haben den Eindruck schlechter sehen zu können. In den meisten Fällen handelt es sich hierbei allerdings nicht um eine echte Nachtblindheit. Vielmehr wir diese Einschränkung durch andere Vorerkrankungen begünstigt, die oftmals behandelbar sind. Eine echte Nachtblindheit ist in der Regel allerdings nicht heilbar, kommt aber auch nur selten vor.

 

Quellen

https://augeninfo.de/cms/hauptmenu/augenheilkunde/blick-durch-erkrankte-augen/retinopathia-pigmentosa.html

https://augeninfo.de/cms/nc/hauptmenu/presse/statistiken/statistik-retina-pigmentosa.html

 

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