Wissenwertes

Auf dieser Seite möchten wir Sie mit kleinen Artikeln rund um eines unserer wichtigsten Sinne auf dem Laufenden halten. Hier wird es nicht nur um bekannte Erkrankungen und deren Behandlungsmethoden oder um die neuesten Entwicklungen in der Augenheilkunde gehen. Auch um viele andere Fragen, die uns zum Thema "Sehen" und "Augen" beschäftigen.

Selbstverständlich geben unsere Artikel nur allgemeine Hinweise und Informationen. Sie ersetzen in keinem Fall einen Besuch bei einem Facharzt.

Anti-Aging für unsere Augen

Im Alter lässt die Fähigkeit der Linse zur Akkomodation nach. Sie wird starr und auch die Muskeln verlieren an Elastizität. Somit trifft Alterssichtigkeit irgendwann jeden. Aber es gibt durchaus einiges, was unsere Augen schützt und die Sehkraft lange erhalten lässt.

 

Entspannung/Stressabbau

Stress schadet dem Körper und somit natürlich auch den Augen. Konkret bedeutet das zum Beispiel, dass Bluthochdruck auf Dauer die Gefäße schädigt. Die Netzhaut wird nicht mehr ausreichend über die Blutbahn mit Nährstoffen und Sauerstoff versorgt. Schlimmstenfalls kommt es zu einem Verschluss der Gefäße und damit zu einem  Augeninfarkt.

Auf der anderen Seite ist nachgewiesen, dass Entspannung z.B. durch autogenes Training oder regelmäßiges Ausdauertraining den Augeninnendruck senkt und damit das Risiko einer Glaukom-Erkrankung minimiert.

 

Ausreichender Schlaf

Im Schlaf können sich unsere Augen von der Anstrengung eines stressigen Tages erholen. Sie ruhen, müssen keine Reize verarbeiten und weiterleiten. Auch sie brauchen diese wertvollen Stunden der absoluten Ruhe, um den Aufgaben des folgenden Tages gewappnet zu sein.

 

Eine ausgewogene Ernährung

Es gibt bestimmte Gemüsesorten, die von Natur aus viel Lutein und Zeaxanthin enthalten, wie zum Beispiel Spinat, Erbsen und Grünkohl. Und da die Netzhaut unter anderem aus Lutein und Zeaxanthin besteht, vermutet man eine gewisse Schutzwirkung für die Makula und geht davon aus, dass zum Beispiel Altersbedingte Makuladegeneration damit vorgebeugt werden kann. Der Körper kann diese Stoffe nicht selbst herstellen, sondern muss diese wie auch die wichtigen Omega-3-Fettsäuren, die in Fisch enthalten sind, über die Nahrung aufnehmen. Zwar ist es nicht möglich, eine bereits vorhandene Sehschwäche, sei es nun Kurz- oder Weitsichtigkeit mit entsprechender Ernährung oder gar durch die Aufnahme von Nahrungsergänzungsmitteln zu behandeln, aber eine ausgewogene und vitaminreiche Ernährung hilft auch den Augen, weiterhin Höchstleistung zu vollbringen.

 

Alkohol meiden

Hin und wieder ein Glas Wein oder Bier schadet den Augen sicherlich nicht. Ein Problem ist aber der regelmäßige Alkoholkonsum, vor allem von hochprozentigen Getränken. Alkohol wirkt dehydrierend und das hat auch Auswirkungen auf unsere Augen. Sie trocknen aus, sind gerötet und gereizt. Außerdem steigt das Risiko für eine Linsentrübung (Grauer Star) und Makuladegeneration durch übermäßigen Alkoholgenuss. Der alkoholbedingte Nährstoffmangel kann darüber hinaus die Sehkraft direkt schädigen.

 

Rauchen lässt Augen vorzeitig altern

Nikotinkonsum schädigt auf vielfältige Weise unseren Augen. So wird zum Beispiel der Tränenfilm gestört und damit das Sicca-Syndrom (Trockenes Auge) begünstigt.  Der Augeninnendruck steigt bei Rauchern an und sie leiden häufig unter auftretende Blutungen am Rand des Sehnervenkopfs. Beides führt zu Einschränkungen im Gesichtsfeld.

Damit haben wir uns jetzt noch nicht den Giftstoffen gewidmet, die beim Rauchen freigesetzt werden. Diese schädigen unmittelbar die Nervenzellen der Retina. Raucher haben ein erheblich höheres Risiko an AMD zu erkranken als Nichtraucher. Außerdem ist bekannt, dass Rauchen Gefäßwände verdickt. Infolgedessen kann Blut nicht mehr in ausreichender Menge transportiert werden. Das betrifft natürlich auch die Blutgefäße der Netzhaut, so dass die empfindlichen Nervenzellen dort nicht mehr mit Nähstoffen versorgt werden können. Sie sterben ab.

Durch die Anreicherung von Kupfer, Blei und Cadmium trüben sich die Linsen bei Rauchern eher. Damit steigt die Gefahr an Grauem Star zu erkranken.

Also viele gute Gründe, mit dem Rauchen aufzuhören. Und die gute Nachricht: Damit gibt man seinen Augen eine Chance, sich wieder zu erholen. Denn nach ca. 10 rauchfreien Jahren hat sich das Risiko, an AMD zu erkranken, wieder verringert.

 

Regelmäßige Pausen bei der Bildschirmarbeit

Unsere Augen sind durch ständiges Starren auf den Monitor gereizt, fühlen sich müde und trocken an. Das sogenannte Office-Eye-Syndrom ist eine häufige Begleiterscheinung von intensiver Telearbeit. Wenn wir gebannt auf den Monitor blicken, blinzeln wir deutlich weniger, als nötig wäre, um den Tränenfilm zu erneuern und gleichmäßig mit jedem Lidschlag auf unserer Augenoberfläche zu verteilen. Unsere Augen brauchen hin und wieder eine kleine Erholungspause. Dazu reicht es schon, einfach mal den Blick schweifen zu lassen, aus dem Fenster oder auch einfach nur durch den Raum. Ein gesundes Raumklima und gezielte Blinzelübungen helfen gestressten Augen ebenfalls.

Ein ganz anderes Risiko verbirgt sich im blauen Licht der Computer Monitore und Displays. LED-Licht steht im Verdacht, den Sinneszellen der Netzhaut zu schaden und beispielsweise Altersbedingte Makuladegeneration zu begünstigen. Bei den meisten Geräten kann man den Blaulichtanteil herunterregeln, indem man zum Beispiel den Nachtmodus im Gerät aktiviert oder zumindest die Lichtintensität drosselt. Spezielle Apps können hier weiterhelfen. Wer berufsbedingt viel am Bildschirm arbeitet, kann zu einer speziellen Brille mit Gelbtönung greifen, die den Blaulichtanteil herausfiltert.

 

Sonnenschutz auch für die Augen nicht vergessen

Nicht nur unsere Haut kann durch Sonnenlicht angegriffen werden. Auch unsere Augen können auf vielfältige Weise Schaden nehmen, werden sie ungeschützt UV-Strahlen ausgesetzt. So wie wir unsere Haut mithilfe von Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor schützen, brauchen unsere Augen Sonnenbrillen, die entsprechend ihres Schutzfaktors gekennzeichnet sind. Hierbei sollte man unbedingt auf die Kennzeichnung "UV 400" oder "100% UV-Schutz" achten. Und nur bei Brillen aus dem Fachhandel ist sichergestellt, dass die Kennzeichen nicht gefälscht sind.

 

Regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen

Spätestens ab dem 40. Lebensjahr, bei familiärer Vorbelastung auch früher, sollte man regelmäßig den Augenarzt zur Vorsorge aufsuchen. Denn viele Erkrankungen, wie zum Beispiel Altersbedingte Makuladegeneration (AMD) oder Glaukom (Grüner Star) beginnen schleichend und zeigen kaum Symptome. Beide Erkrankungen sind bei frühzeitiger Diagnose aber gut therapierbar.

 

Wir können vielleicht das Altern nicht aufhalten, haben aber dennoch viele Möglichkeiten, unsere Augen und damit unsere Sehkraft zu schützen.

Damit wir länger besser sehen.

 

Quellen

Bundesverband der Augenärzte Deutschlands e.V.

 


 

Augenyoga gegen Fehlsichtigkeit?

Immer wieder liest man davon, es sei angeblich möglich, mit speziellem Training die Sehkraft zu verbessern oder sogar vollständig wiederherzustellen.

Die bekannteste dürfte die Nakagawa-Methode für ein Leben ohne Brille sein. Sein Bestseller zu diesem Thema verkaufte sich über 2 Millionen Mal.

Kein Wunder. Schließlich leiden allein in Deutschland 63% der Erwachsenen (ab 16 Jahre) unter Fehlsichtigkeit, die behandelt wird. Es wäre durchaus wünschenswert, wenn konsequentes Durchführen bestimmter Übungen uns helfen könnte, ganz auf eine Brille zu verzichten. Diesmal nehmen wir das Fazit vorweg und geben klar zu bedenken, dass es keinerlei wissenschaftlichen Beleg dafür gibt, allein durch Augenmuskeltraining eine Fehlsichtigkeit zu beheben. Kurz- oder Weitsichtigkeit hängt in erster Linie vom Abstand zwischen Augenlinse und Netzhaut ab, also von der Länge des Augapfels und der Krümmung von Linse und Hornhaut.

Aber diese Übungen schaden auch nicht. Ganz im Gegenteil; denn eines ist unstrittig: Wir starren viel zu häufig und zu lange auf Bildschirme und verspannen bei der Telearbeit unsere gesamte Nackenmuskulatur. Beides führt häufig zu Kopfschmerzen und Augenbeschwerden, wie zum Beispiel dem Office-Eye-Syndrom, also trockene Augen. Um den gestressten Augen und den verspannten Muskeln eine Entspannung zu gönnen, ist Augenyoga durchaus sinnvoll.

 

Daher haben wir hier einige Übungen zusammengestellt:

 

Zu Beginn Palmieren; denn Wärme erzeugt Entspannung

Hierbei reibt man zunächst seine Handflächen fest gegeneinander, bis sie sich warm anfühlen. Diese warmen Handballen legt man fest auf seine geschlossene Augen. Die Wärme und die Dunkelheit beginnen unsere gestressten Augen zu entspannen. Das können wir unterstützen, indem wir bewusst und langsam ein- und ausatmen. Einfach auf die Wärme, die Dunkelheit und die Atmung konzentrieren.

 

Augenbewegung ohne Kopfdrehen

Ohne den Kopf zu bewegen, blicken wir, soweit wir können nach links, dann zur Nasenwurzel hin und nach rechts, wieder zur Nasenwurzel und erneut nach links. Nach 10maligem Wechsel machen wir die gleiche Übung mit oben und unten. Und nicht vergessen: Immer wieder zuerst auf die Nasenwurzel und jeden Blickwechsel langsam ausführen.

 

Augenbewegung mit Kopfdrehen.

Wir schauen soweit wir können nach links, ohne den Kopf zu drehen, lassen ihn dann langsam und bewusst folgen. Drehen dabei den Kopf, soweit es sich gut anfühlt. Ein leichtes Ziehen im Nackenbereich sollte aber spürbar sein. Dann bewegen wir die Augen ganz nach rechts und lassen den Kopf erneut folgen. Diese Übung mehrfach langsam und bewusst wiederholen.

 

Fokussieren verschiedener Distanzen

Zunächst richten wir unseren Blick auf die Nasenspitze, dann auf den Daumen am ausgestreckten Arm und lassen schließlich den Blick ganz in Ferne schweifen. Jeder Wechsel sollte wieder langsam durchgeführt und am besten von entspannenden Atemzügen begleitet werden.

 

Palmieren zum Abschluss

Wie zu Beginn legen wir unsere erwärmten Handballen auf unsere geschlossenen Augenlider und massieren diese mit sanftem Druck.

 

Sollten Sie aber weiterhin von einem Leben ohne Brille träumen, sprechen Sie uns an. Das Team von Augenblick Rheinland informiert Sie gerne über die verschiedenen Möglichkeiten, Fehlsichtigkeiten zu korrigieren, wie zum Beispiel Femto-Lasik oder den Einsatz multifokaler Linsen.

 


 

Bekommen Augen Sonnenbrand?

⇒Netzhautschäden durch UV-Strahlung
⇒Hornhautschäden
⇒Gefahr für die Augenlinse
⇒Schutz für unsere Augen
⇒Fazit

 

Sonnenlicht – etwas, wonach wir uns alle sehnen und gerne genießen. An den Hautschutz denken wir meist, aber wie sieht es mit unseren Augen aus? Brauchen sie auch besonderen Schutz? Auf jeden Fall; denn im schlimmsten Fall droht Erblindung!

Sonnenlicht besteht aus Strahlen verschiedenster Wellenlängen: das sichtbare Licht (380 bis 780 Nanometern), längerwelliger Infrarot-Strahlung und kurzwelliger, sehr energiereicher UV-Strahlung. Diese können auch das Auge auf vielfache Weise angreifen. Netzhaut, Hornhaut und Linse können durch intensive UV-Belastung auf unterschiedliche Art Schaden nehmen.

 

Netzhautschäden durch UV-Strahlung

Das Auge wirkt im Prinzip wie eine Lupe. Unser optischer Apparat aus Pupille, Hornhaut und Linse bündelt die Lichtstrahlen und bildet sie punktgenau auf der Netzhaut ab, also vergleichbar mit einem Brennglas. Treffen die energiereichen, kurzwelligen UV-Strahlen der Sonne ungefiltert auf unser Auge, werden diese sowieso schon energierechen Strahlen noch mehr gebündelt und verbrennen die Sehzellen auf der Netzhaut. Die Retina vernarbt. Geschieht dies im Bereich des schärfsten Sehens (Makula), nehmen wir anschließend im zentralen Blickfeld nur noch einen schwarzen Kreis war.

Auch die Altersbedingte Makuladegeneration (AMD) wird durch UV-Belastung begünstigt. Hier bilden sich durch Anhäufung von Stoffwechselprodukten kleine gelbliche Ablagerungen, sogenannte Drusen.  Diese Veränderungen führen zu Störungen in der darunterliegenden Pigmentepithelschicht, sie dünnt immer mehr aus. Auch bilden sich die mit den Sehzellen verbundenen Blutgefäße zunächst immer weiter zurück, so dass in Folge die Fotorezeptoren absterben.

In beiden Fällen droht Erblindung.

 

Schädigung der Hornhaut

Auch die Hornhaut kann durch UV-Strahlung angegriffen werden. Ähnlich der Haut, kann sie einen Sonnenbrand erleiden, medizinisch Photokeratitis, bekannter wahrscheinlich unter dem Begriff „Schneeblindheit“. Ein paar Stunden nach der UV-Belastung treten hierbei starke Schmerzen, Fremdkörpergefühl und Rötungen auf. Der Betroffene ist sehr lichtempfindlich und die Augen tränen stark. In der Regel hilft hier ein Salbenverband, damit sich die Hornhaut wieder vollständig erholt.

 

Gefahr für die Augenlinse

In der hochelastischen Linse befinden sich Eiweißstoffe, die in ihrer Struktur durch eine zu hohe UV-Strahlung verändert werden. Diese chronischen Veränderungen führen zu einer Eintrübung der Linse, Grauer Star (Katarakt) genannt. Diese Erkrankung kann nur operativ behandelt werden (Katarakt-OP). Hierbei wird die körpereigene Linse durch eine künstliche ersetzt.

 

Schutz für unsere Augen

Normalerweise verfügen wir glücklicherweise über Schutzmechanismen, die reflexartig greifen. Unsere Pupille verengt sich und wir kneifen die Augen zusammen, wenn es uns zu hell wird. Meist wenden wir auch automatisch den Blick von der starken Lichtquelle ab. Allerdings gibt es Situationen, in denen diese Schutzreflexe nicht greifen können. Ein bekanntes Beispiel ist hier die Sonnenfinsternis. Da die Mondscheibe sich immer weiter über die Sonnen schiebt, wird die Lichtquelle nicht mehr als unangenehm wahrgenommen. Die UV-Strahlen sind aber nach wie vor sehr stark und können nicht durch eine sich verengende Pupille abgeschwächt werden. Hier droht ohne spezielle Schutzbrille eine Vernarbung der Netzhaut.

Auch unsere Umgebung hat Einfluss auf die Intensität der UV-Strahlung. In den Bergen nimmt zum Beispiel die Belastung durch UV-Licht mit der Höhe erheblich zu, da die Luft immer dünner wird und keinen Schutz mehr bieten kann. Wasser wiederrum reflektiert UV-Strahlen fast vollständig und verstärkt sie, ebenso wie weiß getünchte Häuser. Daher müssen wir im Urlaub in den Bergen und am Meer, im Sommer ebenso wie im Winter, auch auf unsere Augen achten und sie entsprechend schützen. Kinderaugen brauchen natürlich besonderen Schutz, da sie noch weniger Pigmentierung aufweisen und daher übermäßig lichtempfindlich sind.

Sonnenbrillen, am besten mit großen Gläsern und seitlichem Schutz, helfen unsere Augen vor schädlichem UV-Licht zu bewahren. Nicht jede dunkel getönte Brille hält aber wirklich die schädlichen Strahlen ab, mag sie noch so schick sein.  Nur ein integrierter UV Schutz hilft.  Bei schlechten Brillen ist der Schaden sogar höher als der Nutzen; denn die dunkle Färbung der Gläser führt nur dazu, dass die Pupillen sich nicht mehr verengen und sogar noch mehr gesundheitsschädliche Strahlen ins Auge gelangen. Wie aber kann man wissen, ob eine Sonnenbrille auch den nötigen Schutz bietet? Hierzu gibt es einige Kennzeichnungen, mit denen Brillen versehen werden. 

 

Um sich im Kennzeichnungsdschungel besser zurechtzufinden, geben wir hier eine kleine Übersicht:

 

CE:  Kennzeichnung ausschließlich zu den Sicherheitsanforderungen, hält lediglich garantiert den gesetzlich vorgeschriebenen UV-Schutz bis 380 Nanometer ab.

UV 400: Diese Bezeichnung bedeutet, dass die Gläser UVA-, -B- und -C-Strahlen bis zu einer Wellenlänge von 400 Nanometer absorbieren.

 

EU-Kategorien zum Einschätzen der Schutzwirkung von Sonnenbrillen

  • KAT 0: Geringster Schutz, höchstens 20% der Strahlung
  • KAT 1: 20-57% Absorption bei leichter Bewölkung
  • KAT 2: 57-82% für schönes Wetter in unseren Breitengraden ausreichend
  • KAT 3: 82- 92% intensiver Schutz; Urlaub am Meer oder Wanderurlaub in den Bergen
  • KAT 4: 92-97% - nicht für den Straßenverkehr zugelassen, bei Aufenthalten im Gletschergebiet nötig

Nur wer Sonnenbrillen im Fachhandel erwirbt kann sicher sein, dass Kennzeichen nicht gefälscht sind. Lieber Finger weg von Spontankäufen am Strand oder bei Straßenverkäufen.

 

Fazit

Nicht nur unsere Haut kann durch Sonnenlicht angegriffen werden. Auch unsere Augen können auf vielfältige Weise Schaden nehmen, werden sie ungeschützt UV-Strahlen ausgesetzt. So wie wir unsere Haut mithilfe von Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor schützen, brauchen unsere Augen Sonnenbrillen, die entsprechend ihres Schutzfaktors gekennzeichnet sind. In unseren Breitengraden ist meist eine Sonnenbrille der Kategorie 2 ausreichend. Im Urlaub in den Bergen oder am Meer sollten wir lieber auf Brillen der Kategorie 3 zurückgreifen, um unsere Augen optimal zu schützen. Und nur bei Brillen aus dem Fachhandel ist sichergestellt, dass die Kennzeichen nicht gefälscht sind. Sicherheit für unsere Augen - damit wir den Sommer mit allen Sinnen genießen können.

 


 

Medikamentengabe über Kontaktlinsen

Normalerweise gelangen Medikamente über Augentropfen oder über einen Augensalbenverband, wie zum Beispiel bei Verletzungen der Hornhaut, in unser Auge. Beide Methoden haben so ihre Nachteile. Bei einem Verband, der dem Auge fest aufliegt, gelangt beispielsweise kaum Sauerstoff an unser Auge. Dieser Sauerstoffausschluss kann zu weiteren Problemen führen, da hier ein feucht-warmes Klima entsteht, wodurch unter anderem Bakterienwachstum gefördert wird. Augentropfen wiederrum müssen häufig in sehr regelmäßigen und teilweise auch kurzen Abständen verabreicht werden, um ihre Wirkung zu erzielen. Sie werden von unserer Tränenflüssigkeit rasch wieder ausgewaschen, so dass nur etwa 5 Prozent der verabreichten Arzneistoffdosis überhaupt den Wirkort erreichen.  

 

Therapeutische Kontaktlinsen

Kontaktlinsen können hier in beiden Fällen wichtige Alternativen bieten. Bei Hornhautverletzungen zum Beispiel setzt man therapeutische Linsen als Verbandslinsen ein. Sie sind besonders durchlässig für Sauerstoff, schützen das Auge, versorgen es mit dem nötigen Medikament und lassen es gleichzeitig in Ruhe heilen. Dazu müssen therapeutische Linsen im Vorfeld vom Facharzt ganz genau an die Bedürfnisse des Patienten angepasst werden. Verbandslinsen bieten gegenüber der klassischen Methode viele Vorteile. So kann die Hornhaut langsam, in Ruhe abheilen und ist dabei auch vor Infektionen geschützt, da die Kontaktlinse eine zusätzliche Barriere für Bakterien und andere Keime darstellt - natürlich nur wenn alle Hygienemaßnahmen streng eingehalten werden. Das entstehende Narbengewebe ist meist deutlich kleiner und stört weniger das allgemeine Sehvermögen als nach einer genähten Wundversorgung. Allerdings braucht der Heilungsprozess unter einer therapeutischen Linse länger als nach der klassischen Methode.

 

Kontaktlinsen als Medikamenten-Vehikel

Auch die Medikamentengabe über eine Kontaktlinse, die den benötigten Wirkstoff an der Innenseite trägt, ist die ideale Lösung gegenüber den klassischen Augentropfen. Die Zeitspanne, in der die Wirkstoffe von der Linse freigesetzt werden, ist zurzeit mit ca. 20 Minuten allerdings noch relativ kurz. Forscher des Fraunhofer-Instituts für Angewandte Polymerforschung IAP entwickeln gemeinsam mit israelischen Kollegen Kontaktlinsen, die Wirkstoffe länger freisetzen können als bisher. Hierbei soll das Medikament in Liposomen an der Innenseite der Kontaktlinse verkapselt und so zeitversetzt freigesetzt werden. Zur besseren Verträglichkeit testen die israelischen Forscher den Einsatz von Zuckerpolymeren (Glykopolymere). Diese Zuckerpolymere können auf der ganzen Oberfläche der Kontaktlinse verteilt sein und zusätzlich in den Liposomen, die das Medikament enthalten. Glykopolymere in der Schleimschicht des Auges verbessern zum Beispiel die Gleitfähigkeit des Augenlids.

Die Entwicklung der therapeutischen Kontaktlinsen als Medikamenten-Vehikel oder Verbandslinse wird weiter vorangetrieben, um Patienten wertvolle Alternativen zu Augentropfen und Augensalbenverbänden bieten zu können.

 

Quellen

Ärztezeitung

Bild der Wissenschaft

 

 


 

Unsere Augen als Kommunikationsmittel

Vielleicht war uns bisher gar nicht bewusst, welche Rolle die Mimik bei unseren Gesprächen spielt. Wie abhängig wir davon sind in den Gesichtszügen unseres Gegenübers zu lesen.

 

Der Mund-Nasen-Schutz als Störfaktor in der Kommunikation?

Wir verlassen uns bei der Kommunikation nicht nur auf das gesprochene Wort, sondern deuten ein Lächeln, verzogene Mundwinkel und Grübchen, um wirklich zu verstehen, was unser Gesprächspartner uns mitteilen möchte. Und jetzt? Mit einer Maske im Gesicht, ob medizinische Atemschutzmaske, FFP 2 oder 3 Feinstaubmaske oder Alltagsmaske, ein Großteil unseres Gesichts ist verdeckt und damit sind unsere bisherigen Anhaltspunkte in der Kommunikation nicht mehr greifbar. In unserer westlichen Gesellschaft sind wir weitaus abhängiger von der gesamten Mimik als zum Beispiel Asiaten, die sich bei Gesprächen schon immer mehr auf die Augen und deren Veränderungen konzentriert haben. Vielleicht weil in asiatischen Ländern ein Mund-Nasen-Schutz nichts Ungewöhnliches ist?

 

Auch unsere positive Grundeinstellung kann leiden

Die Maskenpflicht verändert unsere Kommunikation – so viel ist sicher. Aber auch unsere positive Einstellung kann leiden; denn der Mensch in seiner sozialen Interaktion ist immer auch abhängig vom positiven Miteinander, also vom Lächeln des Gegenüber. Werde ich angelächelt, strahle ich zurück und fühle mich gut, empfinde meine Welt positiv und entspannt. Was aber passiert, wenn ich nicht weiß, ob mein Gegenüber lächelt und mir freundlich begegnet? Das führt zu Verunsicherung und man neigt dazu, das Umfeld weit weniger positiv zu interpretieren. Eventuell fühlen wir uns sogar niedergeschlagen und  deprimiert.

 

Unsere Augen – das neue „Gesicht“

Aber dem können wir mit ganz einfachen Mitteln entgegenwirken. Auf jeden Fall sollten wir mehr und offen miteinander reden, um Missverständnissen vorzubeugen. Andere Gesten, zum Beispiel mit unseren Händen, können das Gesagte unterstreichen. Und andere Laute können darüber hinaus Zustimmung ausdrücken. Das wichtigste Instrument in der nonverbalen Kommunikation aber sind unsere Augen. Denn wenn wir uns ganz auf unseren Gesprächspartner konzentrieren, wird es an unseren Augen deutlich. Sie strahlen Wärme und Zuneigung aus. Jedes tief empfundene Lächeln wird auch an den Augen sichtbar und kann in diesen Zeiten von keiner Maske verdeckt werden.

 


SIE WOLLEN DAS BESTE FÜR IHRE AUGEN. WIR AUCH.

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