Wissenwertes

Auf dieser Seite möchten wir Sie mit kleinen Artikeln rund um eines unserer wichtigsten Sinne auf dem Laufenden halten. Hier wird es nicht nur um bekannte Erkrankungen und deren Behandlungsmethoden oder um die neuesten Entwicklungen in der Augenheilkunde gehen. Auch um viele andere Fragen, die uns zum Thema "Sehen" und "Augen" beschäftigen.

 

Künstliche Augen aus dem 3D-Drucker

Erst Ende November wurde über das Thema „Organspende“ im Bundestag heiß diskutiert. Keine Frage, wer auf ein lebenswichtiges Organ angewiesen ist, hat leider oft genug nicht die Zeit, auf ein Spenderorgan zu warten. Die Listen sind lang. Neben dieser kontrovers geführten Debatte um Widerspruchslösung, gehen Forscher andere, neue Wege. So wird vermehrt auch an Organen aus dem 3D-Drucker gearbeitet. Inzwischen haben koreanische Forscher bekanntgegeben, dass sie mit der Vermarktung künstlicher Augen aus dem 3D-Drucker beginnen werden.  Forscher aus den USA gehen einen Schritt weiter. Weshalb soll das so entstandene Organ, „lediglich“ die verlorengegangenen Fähigkeiten ersetzten? Wieso können wir es nicht noch verbessern? Heißt konkret, die Sinnesorgane aus dem 3D-Drucker können dann viel mehr: zum Beispiel Augen, die Infrarotwellen wahrnehmen oder Ohren, deren Fähigkeiten vielseitiger sind als das beste Gehör des Menschen. Noch ist das alles Zukunftsmusik, muss doch erst einmal sichergestellt werden, dass die künstlichen Organe auch vom Körper angenommen werden und die Verbindung über das Nervensystem zum Gehirn möglich ist. Wer das genauer nachlesen möchte, dem empfehlen wir folgende Artikel

https://www.3dnatives.com/de/auge-aus-dem-3d-drucker-160720181/

https://www.trendsderzukunft.de/us-forscher-lebende-augen-und-ohren-aus-dem-3d-drucker-sorgen-fuer-besondere-faehigkeiten/

 

Hornhautentzündung (Keratitis)

⇒Ursache     ⇒Verlauf     ⇒Symptome     ⇒Behandlung     ⇒Fazit

 

Die Hornhaut, auch Cornea genannt, dient unserem Gehirn als transparentes Fenster, durch das Lichtreize aufgenommen werden können. Hierbei handelt es sich um eine kleine, gebogene Scheibe von wasserarmem Bindegewebe, die vorne in der Mitte des Augapfels vor der Iris aufliegt. Sie leistet durch ihre spezielle Wölbung einen großen Anteil an der optimalen Lichtbrechung.  Umgeben wird die Cornea von mehrschichtigem Epithel, das unter anderem Infektionen verhindert. Manchmal ist dieser Schutzmechanismus gestört, sei es durch ein insgesamt geschwächtes Immunsystem, vor allem bei älteren Menschen, oder auch durch unsachgemäße Verwendung von Kontaktlinsen. Dann kann es zu einer schmerzhaften Hornhautentzündung kommen.

 

Ursache

Ähnlich wie bei einer Bindehautentzündung, wird hier die Infektion häufig durch Bakterien (meistens Staphylokokken, Streptokokken und Pneumokokken) und Viren (Herpes-simplex-Viren) hervorgerufen, eher selten durch Pilze.

Auch Verletzungen des Auges, z.B. durch Fremdkörper, UV-Strahlen oder Verätzungen durch Säure oder Lauge, können eine Entzündung verursachen. Eine andere Form der Keratitis finden wir häufig als Folge des Sicca Syndroms. Hier ist der Tränenfilm gestört und dementsprechend trocknet die Augenoberfläche aus. Es entsteht eine höhere Reibung der Augenlider, die zur Schädigung der Hornhaut führen kann.

 

Verlauf

Bei intakter Hornhaut bleiben die Erreger auf der äußersten Schicht und die Infektion breitet sich nicht weiter in die tieferen Schichten aus. Es zeigt sich eine gräuliche Trübung auf der Hornhautoberfläche.  Allerdings reichen schon kleinste Verletzungen aus, um die Keime in die unteren Schichten vordringen zu lassen und damit eine Infektion der tieferen Ebenen zu verursachen, die häufig weit unangenehmer verläuft. Je nachdem wie tief die Entzündung geht, verläuft die Infektion eher schwächer oder stärker. Ist die innerste Schicht in Mitleidenschaft gezogen, kann die Hornhaut sogar aufquellen und sich ein Geschwür bilden, infolgedessen es dann auch zu einer Regenbogenhautentzündung mit Eiterbildung in der vorderen Augenkammer kommen kann.

 

Symptome

Egal in welchen Ebenen die Infektion ausgebrochen ist, kommt es in den meisten Fällen zu einer vorübergehenden Beeinträchtigung der Sehkraft. Hinzu kommen häufig starke Schmerzen und ausgeprägte Lichtempfindlichkeit.

Das betroffene Auge tränt und sondert wässriges oder auch eitriges Sekret ab. Eine Hornhautentzündung zieht häufig auch eine Bindehautentzündung mit sich, was die Symptome nochmals verstärken kann.

 

Behandlung

Die Behandlung der Infektion richtet sich nach dem Auslöser.

Sind also Bakterien die Verursacher der Entzündung, werden in der Regel antibiotische Augentropfen oder -salben verordnet. Bei einer Infektion durch Herpes-Viren setzt man den Wirkstoff Aciclovir ein, häufig in einer Kombination aus Tropfen und Tabletten. Liegt die Ursache im Sicca Syndrom begründet, können künstliche Tränen helfen, um die Symptomatik zunächst zu behandeln. Grundsätzlich gilt hier aber natürlich, die Auslöser für das Trockene Auge zu diagnostizieren. Dazu bieten wir bei Augenblick Rheinland unseren Patienten Sondersprechstunden an. Diese speziellen Beratungszeiten finden außerhalb der normalen Kassensprechstunden statt, damit wir die Ruhe und die Möglichkeiten haben, uns ganz intensiv und umfassend Ihren Augen zu widmen. Sollten Sie hierzu weitere Fragen haben, sprechen Sie uns gerne an.

 

Fazit

Meist wird eine Hornhautentzündung durch Bakterien oder Viren verursacht, seltener durch Pilze. Allerdings kann auch ein gestörter Tränenfilm zu Entzündungen der Cornea führen. Auf jeden Fall ist es wichtig, einen Facharzt aufzusuchen, um eine einwandfreie Diagnose zu stellen und zügig mit einer entsprechenden Behandlung zu beginnen, damit nicht auch tiefergehende Schichten betroffen werden und schwerwiegendere Erkrankungen die Folge sind.

 

Office-Eye-Syndrom

⇒Ursache        ⇒Folgen      ⇒Behandlung      ⇒Fazit

 

Wenigen ist klar, dass Bildschirmarbeit von unseren Augen Höchstleistung verlangt. Und in nicht wenigen Fällen macht sich das auch bemerkbar, zum Beispiel durch Juckreiz, Fremdkörpergefühl und Brennen. Hier spricht man inzwischen vom Office-Eye-Syndrom, also dem Büroaugen-Syndrom.

 

Ursache

Im Normalfall blinzeln wir etwa 15mal in der Minute. Starren wir allerdings konzentriert auf den Bildschirm, höchstens 7mal. Durch den verminderten Lidschlag trocknen unsere Augen aus; denn beim Blinzeln wird der Tränenfilm immer wieder gleichmäßig auf der Oberfläche unserer Augen verteilt. Dieser Tränenfilm befeuchtet nicht nur die Augenoberfläche, sondern versorgt sie mit Nährstoffen und Sauerstoff. Außerdem bildet er eine natürliche Schutzschicht gegenüber Bakterien und Fremdkörper können einfach ausgespült werden.

Zusätzlich reizt die trockene Heizungsluft oder die Klimaanlage im Büro unsere Augen und lässt den schützenden Tränenfilm noch schneller verdunsten.

 

Folgen

Trockene Augen jucken, brennen und ermüden schneller. Darüber hinaus macht ein ständiges Fremdkörpergefühl Patienten zu schaffen. Da die schützende Schicht angegriffen ist, kann es auch leichter zu Infektionen, wie zum Beispiel Bindehautentzündungen, kommen.

 

Behandlung

Einige Maßnahmen kann der Patient selbst, auch vorbeugend, ergreifen.

Der Bildschirm sollte mindestens einen Abstand von 50-80 cm haben und etwas tiefer stehen, so dass man leicht nach unten schauen muss.

Unsere Augen brauchen immer wieder wenigstens kurze Entspannung, wenn wir den ganzen Tag über Höchstleistungen von ihnen verlangen. Zum Beispiel können Blinzelübungen am PC helfen. Immer wieder mal den Blick in die Ferne oder wenigstens durch den Raum schweifen zu lassen, entspannt die Augen ebenfalls. Gute Erfolge erzielt man auch mit dem sogenannten Palmieren (palm engl. = Handfläche). Hierzu erwärmt man die Handinnenflächen kurz durch aneinander reiben und legt sie dann leicht auf die geschlossenen Augenlider. Zwei wohltuende Effekte kommen dabei zusammen: Sowohl die Wärme als auch die Dunkelheit beruhigt gestresste Augen.

Grundsätzlich hilft ausreichend Flüssigkeit zu sich zu nehmen und viel Bewegung an der frischen Luft bei trockenen Augen. Zusätzlich bringen künstliche Tränen Linderung.

Manchmal sind die Beschwerden aber so ausgeprägt, dass intensivere Maßnahmen ergriffen werden müssen.

Im Rahmen unserer Sondersprechstunden bieten wir daher den Service einer Lidreinigung und Pflege an. Unsere extra geschulten Mitarbeiter betreuen unsere Patienten und sorgen dafür, dass die Augen gepflegt und gereinigt werden. Vor der Behandlung steht immer eine genaue Untersuchung der Lider. Dann wird gemeinsam mit den Patienten entschieden, welche Lidpflege in jedem speziellen Fall in Frage kommt.

 

Fazit

Das sogenannte Office-Eye-Syndrom gehört zu den Erkrankungen unserer modernen Zeit, die immer mehr von ermüdender Bildschirmarbeit geprägt ist. Oft reichen eigene Maßnahmen, wie Blinzelübungen und palmieren schon aus, um Linderung zu erzielen. Sollten die Beschwerden schwerwiegender sein, raten wir unseren Patienten zu einer medizinischen Lidpflege.

 

Gesichtsfeldtest (Perimetrie)

⇒Ablauf           ⇒FDT            ⇒Fazit

 

Bei der Perimetrie wird das periphere Sehen getestet. Wir sehen, was wir mit unserem Blick fixieren, besonders scharf. Aber auch am Rande unseres Blickwinkels bemerken wir Objekte und Bewegungen noch. Je weiter vom Zentrum unseres Gesichtsfeldes entfernt, desto unscharfer wird die Wahrnehmung. Dieses periphere Sehen soll uns dazu veranlassen, den Kopf in Richtung der registrierten Veränderung zu drehen und mit den Augen den entsprechenden Punkt zu fixieren. Es hilft uns auch dabei, Gefahren schnell zu erkennen und darauf zu reagieren.

Bei einigen Erkrankungen, wie zum Beispiel dem Glaukom oder der altersbedingten Makuladegeneration (AMD), ist das Gesichtsfeld eingeschränkt. Ausfälle dieser Art, auch als Skotome bezeichnet, werden allerdings vom Patienten häufig zuerst nicht wahrgenommen, da unser Gehirn kleinere Störungen kompensieren kann. Oft zeigen sich aber bei der Perimetrie bereits erste Veränderungen und Erkrankungen können so frühzeitig diagnostiziert werden.

 

Ablauf des Gesichtsfeldtests nach Goldmann

Dieser Test dauert ungefähr eine viertel Stunde und erfolgt monokular. Das bedeutet, jedes Auge wird einzeln untersucht, während das andere mit einer Augenklappe abgedeckt wird.Der Patient sitzt in einem abgedunkelten Raum vor einer halbkugelförmigen Schale (Hohlkugel) und legt sein Kinn in eine dafür vorgesehen Mulde. Es ist wichtig, sich auf einen besonders gekennzeichneten Fixationspunkt zu konzentrieren und weder Kopf noch Augen zu bewegen. Augenbewegungen während der Untersuchung können mittels einer Kamera sofort aufgezeigt werden, um falsch-positive Ergebnisse zu dokumentieren.Auf der Innenseite der Halbkugel werden nun Lichtreize gezeigt, die vom Patienten mit einer Antworttaste bestätigt werden sollen, wann immer er diese wahrnimmt.

Man unterscheidet grundsätzlich bei dieser Untersuchung zwischen kinetischer und statischer Perimetrie:

Kinetische Perimetrie: Die Lichtreize werden, ausgehend von unterschiedlichen Punkten, langsam von außen nach innen bewegt. Sobald der Patient den Punkt wahrnimmt, bestätigt er dies über eine Taste. Somit ergibt sich ein Bild von den Außengrenzen unseres Gesichtsfeldes.

Statische Perimetrie: Hier werden verschiedene Lichtreize in unterschiedlicher Intensität mal hier, mal dort gezeigt. Dabei werden auch Reize präsentiert, die selbst bei hervorragender Sehstärke nicht wahrgenommen werden können. Somit ermittelt der Arzt einen Schwellenwert und insgesamt ergibt sich daraus ein differenzierteres Bild über die Sehstärke innerhalb des Gesichtsfeldes.

 

Spezielle Gesichtsfelduntersuchung mit dem FDT

Wir von Augenblick Rheinland wenden darüber hinaus eine weiterentwickelte Technik, die FDT- (Frequenzverdopplungs)-Perimetrie an. Grundsätzlich läuft die Untersuchung sehr ähnlich der herkömmlichen Methode ab. Der optische Reiz ist hier allerdings ein anderer und stimuliert direkt die Ganglienzellen, also die Sinneszellen, deren Fortsätze den Sehnerv bilden. Defekte zeigen sich bereits in einem viel früheren Stadium als bisher. Somit kann eine notwendige Behandlung bereits begonnen werden, bevor wichtige Sehnerven abgestorben sind und die Erfolgschancen erhöhen sich um ein Vielfaches. Nach etwa zwei Minuten kann bereits eine aussagekräftige Diagnose beider Augen erfolgen.

 

Fazit

Die Gesichtsfelduntersuchung ist absolut schmerzfrei und  eine wichtige Möglichkeit, um frühzeitig Erkrankungen, wie zum Beispiel Glaukom oder AMD zu diagnostizieren und anschließend entsprechend behandeln zu können.

 

Blepharitis (Lidrandentzündung)

⇒Formen          Symptome          Behandlung          Fazit

 

Blepharitis ist der medizinische Oberbegriff für Entzündungen der Augenlider. Häufig tritt diese Erkrankung in Kombination mit einer Bindehautentzündung (Konjunktivitis) auf. In diesem Fall spricht man dann von einer Blepharokonjunktivitis. Meist kann eine Entzündung noch genauer eingegrenzt und beschrieben werden. Beim Gerstenkorn (Hordeolum) z.B. handelt es sich um eine akute, bakterielle Entzündung der Talg- und Schweißdrüsen am Augenlid und bei der Meibomitis um eine Infektion der lipidproduzierenden Meibom-Drüsen am Lidrand.

 

Formen

So vielfältig die Bezeichnungen einer Lidrandentzündung sind, so unterschiedlich auch ihre Formen.

Von einer infektiösen Blepharitis spricht man, wenn sie durch Bakterien (Staphylokokken) oder Viren (Herpes-simplex-Viren) verursacht wird. Das feuchte und warme Klima des Lidrands stellt einen guten Nährboden für Keime dar.

Eine allergische Lidrandentzündung kann zum Beispiel durch Kosmetika oder Konservierungsstoffe in Augensalben oder Tropfen begünstigt werden.

Produzieren die Liddrüsen übermäßig viel Sekret, kann eine schuppende Blepharitis entstehen.

 

Symptome

Die Symptome einer Lidrandentzündung hingegen sind immer gleich. Vor allem am Morgen erwacht der Betroffene mit verklebten und verkrusteten Augen. Das Lid juckt, brennt und schwillt an. Im entzündeten Bereich können sogar die Wimpern ausfallen. Hinzu kommt ein Fremdkörpergefühl, das die Augen zusätzlich reizt.

 

Behandlung

Auch wenn vor allem im Internet immer wieder Hausmittelchen die Runde machen, empfehlen wir von Augenblick Rheinland, die Ursache auf jeden Fall von einem Facharzt abklären zu lassen.

Auf Kosmetika und Kontaktlinsen sollte bei einer Blepharitis unbedingt verzichtet werden, um das gereizte Auge zu schonen. Handelt es sich um einen bakteriellen Infekt, wird dem Patienten eine antibiotische Augensalbe oder Tropfen verordnet. Kurzzeitig kann auch eine Kortisongabe nötig sein, um die Entzündung einzudämmen. Zusätzlich ist in jedem Fall auf eine konsequente Lidhygiene zu achten. Auch hier empfehlen wir von Augenblick Rheinland zumindest zu Beginn eine fachmännische Lidpflege, wie sie unsere besonders geschulten Mitarbeiter in unserem Lidpflege-Programm anwenden. Natürlich wird der Patient in diesen Behandlungen angeleitet, wie der Heilungsprozess zu Hause unterstützt und beschleunigt werden kann.

 

Fazit

Eine Blepharitis ist eine Entzündung der Lidränder, die verschiedene Ursachen haben kann und leicht mit entsprechenden Medikamenten und regelmäßiger Lidpflege zu behandeln ist. Darüber hinaus sollte auf alles, was die Augen zusätzlich reizt wie zum Beispiel Kosmetika und Kontaktlinsen, verzichtet werden.

 

Der Berufsverband der Augenärzte hält eine Patientenbroschüre zum Download bereit.

 

Alzheimer Früherkennung am Auge

⇒Untersuchungsmethode            Fazit

 

Morbus Alzheimer gilt als die häufigste Form der Demenz. Allein in Deutschland sind ungefähr 1,2 Millionen Menschen betroffen. Bisher ist diese neurodegenerative Erkrankung nicht heilbar.

Es gibt aber Medikamente, die das Fortschreiten von Alzheimer verzögern können. Allerdings zeigen sie höchstens bei der Hälfte der betroffenen Patienten die erhoffte Wirkung. Vielleicht würde sich der Prozentsatz erhöhen, wenn die Krankheit früher diagnostiziert werden könnte. Es bedarf also einer einfach durchzuführenden Vorsorge-Untersuchung, einer Art „Alzheimer-Screening“.

 

Untersuchungsmethode

Mediziner der Washington University School of Medicine haben uns in dieser Richtung einen ganz großen Schritt weitergebracht. Das Team um Bliss E. O’Bryhim untersuchte 30 Patienten, die älter als 70 Jahre waren. Zunächst suchten die Forscher mit Hilfe eines bildgebenden Verfahrens, der Positronen-Emissions-Tomografie (PET), nach sogenannten Plaques im Gehirn. Hierbei handelt es sich um Eiweißablagerungen (Beta-Amyloide), die Nervenzellen im Gehirn und damit das Gedächtnis zerstören. Etwa die Hälfte der untersuchten Patienten wies solche Plaques auf. Und genau bei diesen Patienten stellten die Forscher anschließend auch eine Verdünnung und eine Durchblutungsstörung im Zentrum der Netzhaut fest. Patienten, bei denen keine Plaques mittels PET festgestellt wurden, hatten auch keine Durchblutungsstörungen in der Retina. Ganz neu ist diese Erkenntnis nicht, hat man doch in früheren Studien nachweisen können, dass nach dem Tod von Alzheimer-Patienten auch eine solche Verdünnung der Retina festzustellen war.

Aber um diesen Test als neuartiges Screening durchführen zu können, musste lediglich ein bekanntes Messverfahren, das die Dicke der Retina misst, erweitert werden. Mittels Angiografie untersuchte man zusätzlich auch die Verteilung der Blutgefäße und stellte dabei fest, dass bei Patienten mit Plaques auch die Durchblutung in der Mitte der Netzhaut gestört ist.

 

Fazit

Unsere Augen gelten als sichtbarer Teil des Gehirns; denn die Retina ist eng mit dem zentralen Nervensystem verknüpft. Insofern nicht verwunderlich, dass sich Veränderungen im Gehirn auch im Augenhintergrund widerspiegeln.
Dieses Verfahren könnte zur Früherkennung bei Patienten ab Mitte 40 genutzt werden, um ein Fortschreiten von Morbus Alzheimer einzudämmen.
Auch bei einer zeitigen Diagnose ist die Erkrankung zwar nicht heilbar, eventuell könnte der Prozess des Vergessens aber durch entsprechende Medikamentengabe ab einem sehr frühen Zeitpunkt verlangsamt werden.

Die Forschung befindet sich also auf einem sehr guten Weg, der häufigsten Form der Demenz entgegenzutreten.

 

Quellen:

https://medicine.wustl.edu/news/alzheimers-one-day-may-be-predicted-during-eye-exam/

 

 

 

Schadet LED-Licht unseren Augen?

LED-Licht begegnet uns im alltäglichen Leben inzwischen überall und ist zu einem ständigen Begleiter geworden. Kein Wunder, gelten sie doch als besonders umweltfreundlich und lösten die klassische Glühbirne ab. Doch inzwischen mehren sich die Zweifel, ob LEDs wirklich so unbedenklich sind.

 

Was ist LED-Licht?

LED ist eine Abkürzung für lichtemittierende Diode und weist im Spektrum der Wellenlängen einen deutlichen Peak im blauen Bereich (400 bis 480 Nanometer) auf. Natürliches LIcht hingegen ist über das gesamte Spektrum verteilt.

 

Ein ernstes Problem für unsere Sehkraft?

Bisher war bekannt, dass der stete Blick auf Handy- oder Laptop-Displays am Abend zu Schlafstörungen führen kann. Das hierbei auftretende blaue Licht der Display LEDs lässt den Melatonin Spiegel im Körper sinken. Dieser ist dafür verantwortlich, dass wir uns müde fühlen und rechtzeitig zu Bett gehen. Durch die Handynutzung unmittelbar vor dem Schlafengehen werden wir wieder munter und fühlen uns wach, obwohl der Körper dringend seine Ruhephasen benötigt. Die Veränderung des Schlaf-Wach-Rhythmus ist gesundheitlich problematisch und kann zu Spätfolgen wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen führen. Aber speziell für unsere Augen bedeutet das blaue Licht der Displays ein viel unmittelbareres Problem: Licht dieser Wellenlänge ist besonders energiereich und trifft nahezu ungefiltert auf unsere Netzhaut. Dort entstehen durch fotochemische Prozesse freie Radikale, die Proteine und Lipide in den Sehzellen schädigen und letztlich deren Absterben verursachen.

 

Was genau passiert hierbei in unserer Netzhaut?

In der Retina gibt es verschiedene Fotorezeptoren: Die Zapfen sind für das Farbensehen und die Stäbchen für das Hell-Dunkel-Sehen verantwortlich. In den Stäbchen finden wir Retinal als Bestandteil des Rhodopsins. Ohne dieses Sehpigment wäre die Wahrnehmung optischer Reize nicht möglich. Forscher von der US-amerikanischen University of Toledo haben herausgefunden, dass durch Bestrahlung von Retinal mit blauem Licht bei den natürlichen fotochemischen Prozessen auch toxische Stoffe freigesetzt werden, die dann zum Zelltod führen.

Normalerweise schützt das Alpha Tocopherol, ein Vitamin E-Derivat und natürliches Antioxidans, das im Auge vorkommt, vor diesem Zerfall. Zusätzlich wirken auch Karotinoide in der Makula wie ein Blaulichtfilter in der Netzhaut. Bei älteren Menschen oder Patienten mit schwachem Immunsystem verliert sich aber dieser Schutz. Stellt sich natürlich auch die Frage, ob intensive Blaulicht-Nutzung eventuell für die Entstehung der Altersbedingten Makulageneration (AMD) verantwortlich ist oder diese zumindest begünstigt. Weitere Forschungsergebnisse werden uns hier sicherlich mit der Zeit Aufschluss darüber geben können.

 

Welche Maßnahmen können wir ergreifen?

Man sollte auf jeden Fall warmweiße LEDs, die einen höheren Gelbanteil aufweisen, nutzen. Darüber hinaus gibt es seit einiger Zeit auch sogenannte Retro LEDs im Gewand der klassischen Glühbirne. Diese Leuchtmittel weisen eine orange Beschichtung auf und sorgen somit für ein gemütlicheres und angenehmeres Licht für unsere Augen.

Besonders vermeiden sollten man aber bei Dunkelheit fernzusehen oder aufs Handydisplay zu starren, da unsere Pupillen dann weit gestellt sind und mehr blaues Licht beim Fixieren des Bildschirms auf die Retina trifft. Also gilt: Fernsehen nicht im abgedunkelten Raum, sondern lieber noch eine zusätzliche Lichtquelle nutzen.

Bei den meisten Geräten kann man den Blaulichtanteil herunterregeln, indem man zum Beispiel den Nachtmodus im Gerät aktiviert oder zumindest die Lichtintensität drosselt. Spezielle Apps können hier weiterhelfen.

Wer berufsbedingt viel am Bildschirm arbeitet, sollte häufig blinzeln und zwischendurch bewusst in die Ferne schauen. Das entlastet und hilft zusätzlich auch gegen trockene Augen. Wer auf Nummer sicher gehen will, kann zu einer speziellen Brille mit Gelbtönung greifen, die den Blaulichtanteil herausfiltert.

Im Allgemeinen gilt, ab dem 40. Lebensjahr sollte man zur AMD Vorsorge regelmäßig einen Augenarzt aufsuchen.

Für Patienten mit Grauem Star, deren eigene Linse bei einer Katarakt-Operation durch eine künstliche intraokulare Linse ersetzt wird, stehen besondere Premium-Linsen mit Blaulichtfilter zur Verfügung. Das Team von Augenblick Rheinland berät Sie gerne und hilft Ihnen bei der Entscheidung, welche Linse für Sie als Patient in Frage kommt, um das bestmögliche Ergebnis zu erreichen und ein Leben ohne Brille zu genießen.

Und wie schützen wir unsere Kinder, die mit der Handynutzung groß werden? Eigentlich ganz einfach: Begrenzen wir die Naharbeit am Bildschirm (Handy-Nutzung, Fernsehen, Spielekonsole etc.) auf maximal 30 Wochenstunden und animieren sie, mehr Zeit im Freien zu verbringen. Nicht nur, aber auch zum Wohle ihrer Augen!

 

Wer einiges nochmal detaillierter nachlesen möchten, dem empfehlen wir folgende Artikel:

https://www.spektrum.de/news/warum-blaues-licht-den-augen-schadet/1584090

https://www.allgemeine-zeitung.de/panorama/leben-und-wissen/augen-in-not_18970898

 

Ein interessantes Video zu diesem Thema bietet das Erste:

https://www.daserste.de/information/wirtschaft-boerse/plusminus/sendung/ndr/led-lampen-licht-augen-100.html

 

 

Charles-Bonnet-Syndrom

⇒Ursache          ⇒Therapie          ⇒Fazit

 

Bei dieser eher seltenen Erkrankung nehmen Patienten mit starker Sehschwäche Trugbilder wahr. Sie sehen zum Beispiel Menschen, Tiere oder Lichtpunkte, die gar nicht vorhanden sind. Es handelt sich also um optische Halluzinationen.  Man schätzt, dass ungefähr 11-15% aller Menschen mit verminderter Sehschärfe darunter leiden. Allerdings ist die Dunkelziffer recht hoch, da viele Betroffene aus Angst und Scham darüber schweigen, weil sie fürchten, als verrückt abgestempelt zu werden. Dabei gibt es einen ganz klaren Unterschied zu psychischen Erkrankungen, wie Schizophrenie. Im Falle des Bonnet-Syndroms nehmen Betroffene die Trugbilder als nicht real wahr und distanzieren sich davon. Es handelt sich also nicht um ein wahnhaftes Erleben von Halluzinationen.

 

Ursache

Wie bereits erwähnt, liegt dem Charles-Bonnet-Syndrom eine starke Sehschwäche zugrunde. Die betroffenen Patienten leiden zum Beispiel an Makuladegeneration, Katarakt oder Diabetischer Retinopathie. Zwei Punkte spielen hierbei eine Rolle: Zum einen können Trugbilder entstehen, weil der Teil des Gehirns, der für die Verarbeitung der optischen Signale zuständig ist, zu wenige visuelle Reize erhält. Er beginnt aus Erinnerungen und Vorstellung spontan neue Bilder zu produzieren. Zum anderen werden in diesem Hirnareal Verknüpfungen umfunktioniert.

Prinzipiell ist die Erkrankung harmlos, kann aber für Patienten eventuell eine enorme Belastung darstellen.

 

Therapie

Da das Bonnet-Syndrom immer auf einer starken Sehschwäche begründet ist, muss in erster Linie versucht werden, die Sehkraft zu verbessern. Beim Grauen Star reicht zum Beispiel bereits der Austausch der körpereigenen, getrübten Linse durch eine Kunstlinse in einer Katarakt-OP aus, um die Sehstärke wiederherzustellen.

Falls es jedoch nicht möglich ist, die Ursache zu beheben und der Betroffenen zu sehr unter den optischen Halluzinationen leidet, wird der behandelnde Arzt eine Medikamentengabe in Betracht ziehen. Es können zum Beispiel Tabletten helfen, die bei Epilepsie oder Demenz verordnet werden.

Wichtiger ist aber, Patienten mit entsprechenden Grunderkrankungen, vorab darüber zu informieren, dass es bei einer starken Sehschwäche zur Wahrnehmung von Trugbilder kommen kann. Dann ist es dem Betroffenen möglich, mit diesen Halluzinationen umzugehen. Eine Option ist zum Beispiel, darauf zuzugehen oder danach zu greifen. Dann lösen sich die Trugbilder einfach auf.

 

Fazit

Das Bonnet Syndrom ist eine harmlose Begleiterscheinung starker Sehschwäche, wie sie zum Beispiel bei AMD oder Katarakt vorkommt. Dieses Phänomen verschwindet von alleine wieder, wenn der Grund für die Sehverminderung behoben wird. Ist es nicht möglich die Ursache zu behandeln und leidet der Betroffene sehr unter den Trugbildern, können Medikamente wie zum Beispiel Antiepileptika oder Antidepressiva helfen.

 

 

Der Augeninnendruck

Definition          ⇒Risikofaktoren          ⇒Therapie

 

Der Augeninnendruck, auch Tensio genannt, hält die kugelige Form des Augapfels aufrecht und sorgt für Stabilität und eine konstante Wölbung der Hornhautoberfläche.

Außerdem ist er entscheidend für die gleichmäßige Ausrichtung der Photorezeptoren auf der Netzhaut und den gleichbleibenden Abstand zwischen Linse, Photorezeptoren und Hornhaut. Bestimmte Faktoren können allerdings dazu führen, dass dieser innere Druck im Auge zu hoch wird und damit eine Schädigung des Sehnervs verursachen. Ein erhöhter Augeninnendruck ist häufig ein Hinweis auf ein Glaukom.

 

 

Definition

Als Augeninnendruck (Tensio) bezeichnet man den physikalischen Druck auf die Augeninnenwand. Ein normaler Wert liegt ungefähr bei 15,5 mm Hg. Von einem erhöhten Augeninnendruck spricht man bei Werten ab 18 bis 21 mm Hg. Die körpereigene Regulierung erfolgt durch das Kammerwasser im Auge. Kammerwasser wird im Epithel des Ziliarmuskels gebildet und gelangt durch die Pupille in die Vorderkammer des Auges. Dort fließt es über verschiedene Kanäle wieder ab. Der Augeninnendruck ergibt sich also aus der Menge des Kammerwassers, das gebildet wird und wieder abfließen kann. Wird also mehr gebildet. als abfließen kann, steigt der Innendruck. Leichte Schwankungen des Wertes sind auch im Tagesverlauf ganz normal und müssen den Patienten nicht beunruhigen. Morgens ist der Augeninnendruck zum Beispiel häufig höher als abends.

 

Risikofaktoren

Ein zu hoher Blutdruck und Diabetes können einen erhöhten Druck begünstigen.

Familiäre Vorbelastung erhöht ebenso das Risiko wie Verletzungen und Entzündungen am Auge.

 

Therapie

Haben wir bei Augenblick Rheinland einen erhöhten Augeninnendruck bei Ihnen festgestellt, reichen häufig Medikamente, wie zum Beispiel Augentropfen zur Behandlung aus. In einigen Fällen ist auch eine Laser-OP nötig. In jeden Fall ist es wichtig, die Diagnose so früh wie möglich zu stellen, da Schädigungen durch einen erhöhten Augeninnendruck meist nicht reversibel sind. Aus diesem Grund empfehlen wir eine regelmäßige Vorsorge ab dem 40. Lebensjahr, sollte eine familiäre Vorbelastung vorliegen, auch früher.

 

 

Kurzsichtig durch Smartphone?

Die Nutzung von Smartphones nimmt stetig zu. Interessanterweise steigt auch die Anzahl der Kurzsichtigen. Mindestens die Hälfte aller jungen Menschen in Europa ist kurzsichtig und in China sind es sogar 90%, Tendenz weiter steigend. Da stellt sich schon die Frage nach einem Zusammenhang. Oder anders ausgedrückt: Machen Smartphones und Tablets kurzsichtig?

Bisher gibt es keine Studie, die das explizit beweist, aber schon seit längerem ist bekannt, dass sich das Auge an unsere Sehgewohnheiten anpasst. Fokussieren wir unseren Blick auf Objekte in der Nähe, immer wieder über einen längeren Zeitraum, wächst der Augapfel und die Linse dehnt sich. Dadurch verschiebt sich der Brennpunkt. Die Abbildung entsteht vor der Netzhaut und der Blick in die Ferne wird unscharf. Besonders ausgeprägt ist diese Anpassung bei Kindern und Jugendlichen, da das Auge erst zum Ende der Pubertät hin ausgewachsen ist. Aber auch im Erwachsenenalter geht die Fähigkeit zur Adaption nicht ganz verloren.

Verstärkend kommt hinzu, dass Kinder und Jugendliche, die ständig aufs Handy oder Tablet starren, zu Stubenhockern werden. Ihre Freizeit verbringen sie lieber in ihrem Zimmer, chatten mit ihren Freunden oder spielen mit ihren Smartphones. Es ist bewiesen, dass Tageslicht das Wachstum des Augapfels hemmt und damit dem negativen Effekt von Handynutzung entgegenwirken kann.
Das Risiko kurzsichtig zu werden halbiert sich, wenn Kinder regelmäßig mindestens 80 Minuten ihrer Zeit im Freien verbringen, belegten Forscher aus Taiwan.

Da Kurzsichtigkeit bleibt und in Folge zu anderen Erkrankungen, wie Netzhautablösung oder Makuladegeneration führen kann, ist Vorbeugung wichtig. Kinder sollten mindestens zwei Stunden täglich draußen spielen, empfehlen Augenärzte. Zur Vorbeugung und….

...”Immer, wenn ein Kind vor einem Smartphone sitzt, stirbt irgendwo auf einem Baum ein Abenteuer. “
(Verfasser unbekannt)

Aber auch für Erwachsene gilt, beim Lesen und der Bildschirmarbeit sollte man öfter aufschauen, den Blick in die Ferne schweifen lassen. Denn sonst riskiert man nicht nur Kurzsichtigkeit, sondern auch andere Erkrankungen, wie zum Beispiel trockene Augen. Als Faustregel gilt, mindestens nach 30 Minuten sollten die Augen entspannt werden. Und häufig werden wir feststellen, dass diese kleine „Auszeit“ nicht nur den Augen, sondern auch der Konzentration hilft und äußerst erholsam sein kann.

 

 

Multifokallinsen

Bei Multifokallinsen handelt es sich um moderne intraokulare Linsen, die anders als sogenannte „Einstärke-Linsen“ nicht nur scharfes Sehen in der Ferne gewährleisten.

Patienten mit Altersweitsichtigkeit und Astigmatismus sind nach einer Implantation von Monofokallinsen weiterhin auf eine Sehhilfe angewiesen. Multifokale bzw. multifokal-torische Linsen hingegen, ermöglichen scharfes Sehen in mehreren Distanzen und korrigieren Astigmatismus.  Der Einsatz dieser speziellen Linsen eröffnet den Patienten die Chance auf ein Leben ohne Brille.

Mehr-Stärken-Linsen gibt es in verschiedene Ausführungen: Bifokale Linsen decken den Fern- und Nahbereich des Sichtfeldes optimal ab, während bei trifokalen Implantaten zusätzlich noch ein Fokusbereich in etwa 50-100 cm Entfernung gegeben ist, um zum Beispiel die Arbeit am Computer zu erleichtern.

Im Allgemeinen wird die Implantation von Kunstlinsen im Rahmen einer Operation des Grauen Stares angeboten (Katarakt-OP). In seltenen Fällen werden solche Linsen auch bei Patienten, die noch keinen Grauen Star haben, implantiert (Clear lens extraction). Dies sind Patienten, bei denen eine Korrektur der Fehlsichtigkeit durch Augenlaserbehandlung, zum Beispiel durch zu hohe Dioptrien-Werte, nicht in Frage kommt.

 

OP-Verfahren

Die ca. 15minütige Operation findet in der Regel ambulant und unter örtlicher Betäubung statt.
Mit einem Mikroskalpell oder einem Femtosekundenlaser wird ein winziger Schnitt in der Hornhaut vorgenommen. Die eigene Linse wird dann mittels Ultraschall zerkleinert und abgesaugt. An ihrer Stelle erfolgt nun die Implantation der Kunstlinse. Der kleine Schnitt heilt von alleine wieder ab. Nach dem Eingriff ist die Sehstärke sofort gegeben, allerdings kann es sein, dass die Gewöhnung etwas Zeit in Anspruch nimmt. Manchmal empfinden Patienten ein leichtes Brennen oder Fremdkörpergefühl im Auge, das aber meist nach einer kurzen Phase verschwindet.

Diese risikoarme Operation gehört weltweit zu den häufigsten und wirkungsvollsten Eingriffen bei Katarakt. Die Kunstlinsen halten im Regelfall ein Leben lang und verhindern unter anderem auch, dass Patienten später an Alterssichtigkeit leiden.

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