Wissenwertes

Auf dieser Seite möchten wir Sie mit kleinen Artikeln rund um eines unserer wichtigsten Sinne auf dem Laufenden halten. Hier wird es nicht nur um bekannte Erkrankungen und deren Behandlungsmethoden oder um die neuesten Entwicklungen in der Augenheilkunde gehen. Auch um viele andere Fragen, die uns zum Thema "Sehen" und "Augen" beschäftigen.

 

Das Smartphone als Untersuchungsgerät

Die Pressestelle der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft (DOG) berichtet über den Nutzen von Smartphones bei Vorsorgeuntersuchungen am Auge. Die eingebaute Handy-Kamera wird mithilfe verschiedenster Aufsätze zu einem kostengünstigen, mobilen Untersuchungsgerät. Wissenschaftler aus Bonn um Dr. med. Maximilian Wintergerst haben in einer Pilotstudie in Indien diese Methode erfolgreich getestet. Sie untersuchten und dokumentierten bei 200 Menschen, die an Diabetes erkrankt waren. den Augenhintergrund. Bei jedem fünften Patienten stellten sie Anzeichen für diabetische Retinopathie fest. Unbehandelt führt die Erkrankung zwangsläufig zur Erblindung. Unter normalen Umständen wären die ersten Veränderungen der Netzhaut unentdeckt geblieben. Gerade für den Einsatz in Schwellen- und Entwicklungsländern ist diese Weiterentwicklung sehr interessant. Die kostengünstige Methode kann sicher kein völliger Ersatz für hochwertige Geräte in der Augenheilkunde darstellen, aber denkbar ist hier der Einsatz als Voruntersuchung. Ein großes Problem in Entwicklungsländern ist unter anderem die geringe Anzahl an Augenärzten. Extra geschultes Personal könnte zunächst vor Ort Aufnahmen anfertigen und sie zur weiteren Auswertung an einen Facharzt übermitteln. Aber auch in Deutschland ist diese Voruntersuchung zum Beispiel in ländlichen Regionen oder bei bettlägerigen Patienten vorstellbar.

Ziel ist es, schwere Augenerkrankungen frühzeitig zu erkennen und die Sehkraft durch Behandlung zu erhalten.

Vollständige Pressemitteilung der DOG

 

 

Wie sehen wir Farben?

Wie bunt wir unsere Welt sehen, darüber entscheiden Prozesse in unserer Netzhaut (Retina) und das perfekte Zusammenspiel unserer Augen mit dem Gehirn.
Bevor wir aber begreifen können, wie wir unsere Umwelt farbig wahrnehmen, müssen wir verstehen, was Farben eigentlich sind.

 

Was sind Farben?


Licht besteht aus elektromagnetischen Wellen verschiedenster Wellenlängen.
Für das menschliche Auge wahrnehmbar ist Licht im Spektrum von 380nm bis 750nm.
Mithilfe eines Prismas kann man einfallendes Licht in die verschiedenen Wellenlängen aufspalten und sichtbar machen. Regentropfen, die von Sonnenstrahlen getroffen werden, wirken wie ein Prisma. Somit lässt uns ein Regenbogen die unterschiedlichen Farben eines Lichtstrahls erkennen.

 

So werden Gegenstände farbig

Objekte absorbieren und reflektieren einen Teil des auftreffenden Lichts. Der reflektierte Anteil wird dann von unserem Auge erfasst und im Gehirn einer uns bekannten Farbe zugeordnet. Dies geschieht über die zahlreichen Photorezeptoren der Netzhaut.
In unserer Retina finden wir über 100 Millionen Sehzellen, unterteilbar in zwei unterschiedliche Rezeptortypen:

Die Stäbchen sind nur für das Hell-Dunkel-Sehen verantwortlich und können keine Farben unterscheiden. Dafür nehmen sie Kontraste wahr und sind auch bei schwachem Licht aktiv.

Die Zapfen der Netzhaut sind für das Farbesehen verantwortlich.
Von ihnen gibt es drei verschiedene Typen mit unterschiedlicher spektraler Empfindlichkeit. Grundsätzlich benötigen sie eine stärkere Lichtintensität als die Stäbchen. Die Wahrnehmung des Lichtreizes erfolgt über die Umwandlung des vorhandenen Sehpigments Iodopsin.
Je nach Rezeptortyp der Zapfen ergibt sich eine leicht unterschiedliche Empfindlichkeit gegenüber des einfallendes Spektrallichtes:
Lange Wellenlängen, im Farbspektrum der Farbe Rot zugeordnet, werden von L-Zapfen absorbiert. Der M-Typ reagiert auf mittlere Wellenlängen, was der Farbe Grün entspricht. Schließlich absorbiert der S-Typ die kurzen Wellenlängen, die die Farbe Blau ausmachen.

 

Farbschwächen

Es gibt verschiedene (Erb-) ⇒Krankheiten, denen defekte Zapfen-Typen zugrunde liegen. Die häufigste Form der ⇒Farbenschwäche ist eine Störung der Rot-Grün-Wahrnehmung. Hier liegt der Gendefekt auf dem X-Chromosom. Anders als Frauen haben Männer nur ein X-Chromosom und können den Fehler daher nicht ausgleichen.
Von einer Rot-Grün-Schwäche spricht man, wenn Betroffene zwischen Rot und Grün nicht richtig unterscheiden können. Alle drei Zapfentypen sind hier vorhanden, funktionieren aber nur fehlerhaft. Anders verhält es sich bei der Rot-Grün-Blindheit. Hier ist der Zapfen-Typ für Rot oder Grün gar nicht erst vorhanden. Patienten können also nur zwei von drei Farben wahrnehmen.
Ungefähr 5-9% der männlichen Bevölkerung in Deutschland leidet an einer solchen Rot-Grün-Farbschwäche.

 

Bunte Welt als Rechenleistung des Gehirns

Im Normalfall kann unser Gehirn aber aus den drei Grundfarben, je nach Intensität des Lichtreizes, jede Farbe errechnen. Das perfekte Zusammenspiel zwischen Auge und Gehirn lässt uns die Welt in allen Farben sehen.

 

 

Entwicklung von Hightech-Kontaktlinsen

Schon seit vielen Jahrzehnten nutzen Patienten mit Fehlsichtigkeit, wie Hyperopie oder Myopie, Kontaktlinsen, um ihre Sehkraft zu verbessern. Aber in Verbindung mit Nanotechnologie können die Einsatzmöglichkeiten weit über schlichte Korrektur hinausgehen.

Google hat zum Beispiel bereits 2014 ein Patent auf Hightech-Linsen angemeldet, die die chemische Zusammensetzung der Tränenflüssigkeit messen und auswerten sollen. Interessant ist dies vor allem für Diabetiker, die immer wieder ihren Blutzuckerwert bestimmen müssen. Das lästige und unangenehme Piksen in den Finger könnte so überflüssig werden, hoffen Forscher.
Zusätzlich angebrachte Mikro LEDs sollen bei zu hohen oder niedrigen Werten warnen. Auch in Deutschland arbeitet das Fraunhofer-Institut für Mikroelektronische Schaltungen und Systeme (IMS) in Duisburg an der Erforschung solcher Kontaktlinsen.

Google musste seit Beginn der Entwicklung allerdings einräumen, bisher nicht die gewünschten Ergebnisse erzielt zu haben, um massentauglich zu werden. Das liegt unter anderem an der zu niedrigen Glukosekonzentration in der Tränenflüssigkeit. Im Blut ist diese ca. 50-mal höher und damit leichter zu messen. Außerdem wird für all diese Prozesse Energie benötigt, die bereitgestellt werden muss.

Der Markt für diese Mikro-Messgeräte im Auge ist ohne Zweifel vorhanden, gehört Diabetes doch zu den Volkskrankheiten. Insofern wird deren Entwicklung auch weiter vorangetrieben. Seit einiger Zeit arbeitet die Google-Schwesterfirma Verily an zwei anderen Anwendungen für digitale Kontaktlinsen: 1. fokussierbare Kontaktlinse gegen Alterssehschwäche und 2. implantierbare Linse nach Kataraktoperationen (Grauer Star).

Man findet darüber hinaus im medizinischen Bereich noch viele weitere Einsatzmöglichkeiten der hochtechnologischen Kontaktlinsen. Sie könnten beispielsweise zum Messen des Augeninnendrucks bei der Glaukom Überwachung genutzt werden. Ein erhöhter Augeninnendruck schädigt den Sehnerv und führt schließlich zur Erblindung. Nur eine frühzeitige Diagnose und Therapie kann die Erkrankung verlangsamen. Problematisch in diesem Zusammenhang ist aber, dass häufig bei Untersuchungen keine konstanten Werte ermittelt werden können. Hätte man hier die Möglichkeit, Kontaktlinsen einzusetzen, die in regelmäßigen Abständen, den Augeninnendruck messen und diese Ergebnisse dann zur Auswertung an einen gekoppelten Computer oder auch ein Smartphone senden, wäre die Medizin in der Diagnostik einen wichtigen Schritt vorangekommen. Das Lausanner Unternehmen Sensimed hat inzwischen einen telemetrischen Sensor entwickelt, der kleinste Veränderungen der Augenwölbung erfasst, die je nach Druckzunahme oder -abnahme in der Augenkammer variiert. Hier erfolgt die nötige Energieversorgung über eine integrierte Miniatur-Solarzelle.

Auch wenn all diese Hightech-Kontaktlinsen schon vor einigen Jahren entwickelt wurden, handelt es sich immer noch um Medizin der Zukunft. Aber die Forschung wird sicher nicht stillstehen.

https://www.forschung-und-wissen.de/nachrichten/medizin/smarte-kontaktlinsen-fuer-diabetiker-13372741

 

Genauso scheint es Zukunftsmusik, mit einem Blinzeln ein Bild machen zu können. Auch in diesem Bereich haben einige Konzerne, wie zum Beispiel Samsung, Google und Sony, bereits Patente auf Kontaktlinsen mit eingebauter Mikrokamera angemeldet.
Wer jetzt fürchtet, mit jedem natürlichen Lidschlag ein Foto von seiner Umwelt zu machen, dem sei gesagt, bei gewöhnlicher Lidbewegung passiert nichts. Erst ein langes Blinzeln aktiviert den Auslöser.

Hier wird die Grundlage für viele unterschiedliche Einsatzmöglichkeiten gelegt:
Diese Kontaktlinsen könnten zum Beispiel als Ersatz für VR (Virtual-Reality) Brillen genutzt werden.
Sind sie über das Handy, das in dem Fall als Router dient, direkt mit dem Internet verbunden, können auch Informationen und Navigation direkt auf das innere Auge projiziert werden. Eine Technik, die nicht nur als Spielerei angesehen werden sollte. Auch Sehbehinderte oder blinde Menschen können hiervon profitieren.

http://www.spiegel.de/netzwelt/gadgets/hightech-kontaktlinse-das-bild-geht-ins-auge-a-799286.html

https://www.wiwo.de/futureboard/augmented-reality-kontaktlinsen-mit-bildschirm-in-10-bis-15-jahren/23116006.html

 

Ebenso verhält es sich bei einer Methode, die eigentlich zur Unterstützung bzw. Kontrolle von Kampfjet Piloten entwickelt wurde. Hier wird über eine magnetische Kontaktlinse die Augenbewegung des Trägers analysiert. Oder genauer gesagt, es wird die durch Augenbewegung verursachte Veränderung bei einem durch die Linse erzeugten Magnetfeld gemessen und ausgewertet. So können basierend auf diesen Messwerten auch vorher programmierte Befehle ausgeführt werden. Dadurch würde eine Steuerung nur über die Augenbewegung möglich. Rollstühle könnten so zum Beispiel ohne Hände bedient werden.

Sehen wir auch manchmal die Entwicklung solcher Hightech-Kontaktlinsen als unheimlich an, darf man den medizinischen Mehrwert und den damit verbundenen Fortschritt nicht außer Acht lassen.

 

 

 

Hilfe für trockene Augen im Winter

In den Wintermonaten kommen vermehrt Patienten mit diesen Symptomen in die Praxis:

  • Augenrötung
  • Brennen
  • Fremdkörpergefühl
  • Kratzen
  • müde Augen
  • geschwollene Augenlider
  • Schmerzen bei der Bildschirmarbeit, im Flugzeug, bei Luftzug oder in rauchiger Luft.

 

Sie leiden unter trockenen Augen. Und auch in der Presse liest man zurzeit immer häufiger darüber. Woran aber liegt es, dass diese Beschwerden vor allem jetzt ein Thema sind? Eine Erklärung ist schnell gefunden: Die Heizungsluft setzt auch den Augen besonders stark zu und sorgt dafür, dass die Augenoberfläche leichter austrocknet. Auch der ständige Wechsel zwischen kalter Luft draußen und warmer Luft im Raum belastet unsere Augen zusätzlich.

Aber einige Maßnahmen, die wir selbst ergreifen können, verschaffen Erleichterung. Regelmäßiges Stoßlüften in den Räumen, in denen man sich viel aufhält, schafft ein besseres Raumklima. Ebenso erzeugen Wasserschalen auf der Heizung oder Luftbefeuchter in klimatisierten Räumen eine höhere Luftfeuchtigkeit. Die kommt im Übrigen auch den Atemwegen und den anderen Schleimhäuten entgegen; sie sind somit weniger anfällig für Infekte. Den direkten Luftzug sollten wir vermeiden, da sonst den Augen zusätzlich Feuchtigkeit entzogen und die Bindehaut gereizt wird. Bei intensiver Bildschirmarbeit gilt, häufiger blinzeln und den Blick öfter mal schweifen lassen. Somit gönnen wir nicht nur den Augen eine (Atem-) Pause. Darüber hinaus bringt der konsequente Einsatz von hyaluronsäurehaltigen Augentropfen ohne Konservierungsstoffe Linderung.

Wir beraten Sie gern und bieten auch zum Thema „Das Trockene Auge/Sicca SyndromSondersprechstunden an. Hier können wir uns viel Zeit für eine sorgfältige Anamnese nehmen, um die optimale Behandlung mit Ihnen abzustimmen.

Sprechen Sie uns einfach darauf an. Weitere Informationen zum Sicca Syndrom und unseren Sondersprechstunden haben wir unter Behandlungen für Sie zusammengestellt.

 

 

Schadet LED-Licht unseren Augen?

LED-Licht begegnet uns im alltäglichen Leben inzwischen überall und ist zu einem ständigen Begleiter geworden. Kein Wunder, gelten sie doch als besonders umweltfreundlich und lösten die klassische Glühbirne ab. Doch inzwischen mehren sich die Zweifel, ob LEDs wirklich so unbedenklich sind.

 

Was ist LED-Licht?

LED ist eine Abkürzung für lichtemittierende Diode und weist im Spektrum der Wellenlängen einen deutlichen Peak im blauen Bereich (400 bis 480 Nanometer) auf. Natürliches LIcht hingegen ist über das gesamte Spektrum verteilt.

 

Ein ernstes Problem für unsere Sehkraft?

Bisher war bekannt, dass der stete Blick auf Handy- oder Laptop-Displays am Abend zu Schlafstörungen führen kann. Das hierbei auftretende blaue Licht der Display LEDs lässt den Melatonin Spiegel im Körper sinken. Dieser ist dafür verantwortlich, dass wir uns müde fühlen und rechtzeitig zu Bett gehen. Durch die Handynutzung unmittelbar vor dem Schlafengehen werden wir wieder munter und fühlen uns wach, obwohl der Körper dringend seine Ruhephasen benötigt. Die Veränderung des Schlaf-Wach-Rhythmus ist gesundheitlich problematisch und kann zu Spätfolgen wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen führen. Aber speziell für unsere Augen bedeutet das blaue Licht der Displays ein viel unmittelbareres Problem: Licht dieser Wellenlänge ist besonders energiereich und trifft nahezu ungefiltert auf unsere Netzhaut. Dort entstehen durch fotochemische Prozesse freie Radikale, die Proteine und Lipide in den Sehzellen schädigen und letztlich deren Absterben verursachen.

 

Was genau passiert hierbei in unserer Netzhaut?

In der Retina gibt es verschiedene Fotorezeptoren: Die Zapfen sind für das Farbensehen und die Stäbchen für das Hell-Dunkel-Sehen verantwortlich. In den Stäbchen finden wir Retinal als Bestandteil des Rhodopsins. Ohne dieses Sehpigment wäre die Wahrnehmung optischer Reize nicht möglich. Forscher von der US-amerikanischen University of Toledo haben herausgefunden, dass durch Bestrahlung von Retinal mit blauem Licht bei den natürlichen fotochemischen Prozessen auch toxische Stoffe freigesetzt werden, die dann zum Zelltod führen.

Normalerweise schützt das Alpha Tocopherol, ein Vitamin E-Derivat und natürliches Antioxidans, das im Auge vorkommt, vor diesem Zerfall. Zusätzlich wirken auch Karotinoide in der Makula wie ein Blaulichtfilter in der Netzhaut. Bei älteren Menschen oder Patienten mit schwachem Immunsystem verliert sich aber dieser Schutz. Stellt sich natürlich auch die Frage, ob intensive Blaulicht-Nutzung eventuell für die Entstehung der Altersbedingten Makulageneration (AMD) verantwortlich ist oder diese zumindest begünstigt. Weitere Forschungsergebnisse werden uns hier sicherlich mit der Zeit Aufschluss darüber geben können.

 

Welche Maßnahmen können wir ergreifen?

Man sollte auf jeden Fall warmweiße LEDs, die einen höheren Gelbanteil aufweisen, nutzen. Darüber hinaus gibt es seit einiger Zeit auch sogenannte Retro LEDs im Gewand der klassischen Glühbirne. Diese Leuchtmittel weisen eine orange Beschichtung auf und sorgen somit für ein gemütlicheres und angenehmeres Licht für unsere Augen.

Besonders vermeiden sollten man aber bei Dunkelheit fernzusehen oder aufs Handydisplay zu starren, da unsere Pupillen dann weit gestellt sind und mehr blaues Licht beim Fixieren des Bildschirms auf die Retina trifft. Also gilt: Fernsehen nicht im abgedunkelten Raum, sondern lieber noch eine zusätzliche Lichtquelle nutzen.

Bei den meisten Geräten kann man den Blaulichtanteil herunterregeln, indem man zum Beispiel den Nachtmodus im Gerät aktiviert oder zumindest die Lichtintensität drosselt. Spezielle Apps können hier weiterhelfen.

Wer berufsbedingt viel am Bildschirm arbeitet, sollte häufig blinzeln und zwischendurch bewusst in die Ferne schauen. Das entlastet und hilft zusätzlich auch gegen trockene Augen. Wer auf Nummer sicher gehen will, kann zu einer speziellen Brille mit Gelbtönung greifen, die den Blaulichtanteil herausfiltert.

Im Allgemeinen gilt, ab dem 40. Lebensjahr sollte man zur AMD Vorsorge regelmäßig einen Augenarzt aufsuchen.

Für Patienten mit Grauem Star, deren eigene Linse bei einer Katarakt-Operation durch eine künstliche intraokulare Linse ersetzt wird, stehen besondere Premium-Linsen mit Blaulichtfilter zur Verfügung. Das Team von Augenblick Rheinland berät Sie gerne und hilft Ihnen bei der Entscheidung, welche Linse für Sie als Patient in Frage kommt, um das bestmögliche Ergebnis zu erreichen und ein Leben ohne Brille zu genießen.

Und wie schützen wir unsere Kinder, die mit der Handynutzung groß werden? Eigentlich ganz einfach: Begrenzen wir die Naharbeit am Bildschirm (Handy-Nutzung, Fernsehen, Spielekonsole etc.) auf maximal 30 Wochenstunden und animieren sie, mehr Zeit im Freien zu verbringen. Nicht nur, aber auch zum Wohle ihrer Augen!

 

Wer einiges nochmal detaillierter nachlesen möchten, dem empfehlen wir folgende Artikel:

https://www.spektrum.de/news/warum-blaues-licht-den-augen-schadet/1584090

https://www.allgemeine-zeitung.de/panorama/leben-und-wissen/augen-in-not_18970898

 

Ein interessantes Video zu diesem Thema bietet das Erste:

https://www.daserste.de/information/wirtschaft-boerse/plusminus/sendung/ndr/led-lampen-licht-augen-100.html

 

 

Office-Eye-Syndrom

⇒Ursache        ⇒Folgen      ⇒Behandlung      ⇒Fazit

 

Wenigen ist klar, dass Bildschirmarbeit von unseren Augen Höchstleistung verlangt. Und in nicht wenigen Fällen macht sich das auch bemerkbar, zum Beispiel durch Juckreiz, Fremdkörpergefühl und Brennen. Hier spricht man inzwischen vom Office-Eye-Syndrom, also dem Büroaugen-Syndrom.

 

Ursache

Im Normalfall blinzeln wir etwa 15mal in der Minute. Starren wir allerdings konzentriert auf den Bildschirm, höchstens 7mal. Durch den verminderten Lidschlag trocknen unsere Augen aus; denn beim Blinzeln wird der Tränenfilm immer wieder gleichmäßig auf der Oberfläche unserer Augen verteilt. Dieser Tränenfilm befeuchtet nicht nur die Augenoberfläche, sondern versorgt sie mit Nährstoffen und Sauerstoff. Außerdem bildet er eine natürliche Schutzschicht gegenüber Bakterien und Fremdkörper können einfach ausgespült werden.

Zusätzlich reizt die trockene Heizungsluft oder die Klimaanlage im Büro unsere Augen und lässt den schützenden Tränenfilm noch schneller verdunsten.

 

Folgen

Trockene Augen jucken, brennen und ermüden schneller. Darüber hinaus macht ein ständiges Fremdkörpergefühl Patienten zu schaffen. Da die schützende Schicht angegriffen ist, kann es auch leichter zu Infektionen, wie zum Beispiel Bindehautentzündungen, kommen.

 

Behandlung

Einige Maßnahmen kann der Patient selbst, auch vorbeugend, ergreifen.

Der Bildschirm sollte mindestens einen Abstand von 50-80 cm haben und etwas tiefer stehen, so dass man leicht nach unten schauen muss.

Unsere Augen brauchen immer wieder wenigstens kurze Entspannung, wenn wir den ganzen Tag über Höchstleistungen von ihnen verlangen. Zum Beispiel können Blinzelübungen am PC helfen. Immer wieder mal den Blick in die Ferne oder wenigstens durch den Raum schweifen zu lassen, entspannt die Augen ebenfalls. Gute Erfolge erzielt man auch mit dem sogenannten Palmieren (palm engl. = Handfläche). Hierzu erwärmt man die Handinnenflächen kurz durch aneinander reiben und legt sie dann leicht auf die geschlossenen Augenlider. Zwei wohltuende Effekte kommen dabei zusammen: Sowohl die Wärme als auch die Dunkelheit beruhigt gestresste Augen.

Grundsätzlich hilft ausreichend Flüssigkeit zu sich zu nehmen und viel Bewegung an der frischen Luft bei trockenen Augen. Zusätzlich bringen künstliche Tränen Linderung.

Manchmal sind die Beschwerden aber so ausgeprägt, dass intensivere Maßnahmen ergriffen werden müssen.

Im Rahmen unserer Sondersprechstunden bieten wir daher den Service einer Lidreinigung und Pflege an. Unsere extra geschulten Mitarbeiter betreuen unsere Patienten und sorgen dafür, dass die Augen gepflegt und gereinigt werden. Vor der Behandlung steht immer eine genaue Untersuchung der Lider. Dann wird gemeinsam mit den Patienten entschieden, welche Lidpflege in jedem speziellen Fall in Frage kommt.

 

Fazit

Das sogenannte Office-Eye-Syndrom gehört zu den Erkrankungen unserer modernen Zeit, die immer mehr von ermüdender Bildschirmarbeit geprägt ist. Oft reichen eigene Maßnahmen, wie Blinzelübungen und palmieren schon aus, um Linderung zu erzielen. Sollten die Beschwerden schwerwiegender sein, raten wir unseren Patienten zu einer medizinischen Lidpflege.

 

Gesichtsfeldtest (Perimetrie)

⇒Ablauf           ⇒FDT            ⇒Fazit

 

Bei der Perimetrie wird das periphere Sehen getestet. Wir sehen, was wir mit unserem Blick fixieren, besonders scharf. Aber auch am Rande unseres Blickwinkels bemerken wir Objekte und Bewegungen noch. Je weiter vom Zentrum unseres Gesichtsfeldes entfernt, desto unscharfer wird die Wahrnehmung. Dieses periphere Sehen soll uns dazu veranlassen, den Kopf in Richtung der registrierten Veränderung zu drehen und mit den Augen den entsprechenden Punkt zu fixieren. Es hilft uns auch dabei, Gefahren schnell zu erkennen und darauf zu reagieren.

Bei einigen Erkrankungen, wie zum Beispiel dem Glaukom oder der altersbedingten Makuladegeneration (AMD), ist das Gesichtsfeld eingeschränkt. Ausfälle dieser Art, auch als Skotome bezeichnet, werden allerdings vom Patienten häufig zuerst nicht wahrgenommen, da unser Gehirn kleinere Störungen kompensieren kann. Oft zeigen sich aber bei der Perimetrie bereits erste Veränderungen und Erkrankungen können so frühzeitig diagnostiziert werden.

 

Ablauf des Gesichtsfeldtests nach Goldmann

Dieser Test dauert ungefähr eine viertel Stunde und erfolgt monokular. Das bedeutet, jedes Auge wird einzeln untersucht, während das andere mit einer Augenklappe abgedeckt wird.Der Patient sitzt in einem abgedunkelten Raum vor einer halbkugelförmigen Schale (Hohlkugel) und legt sein Kinn in eine dafür vorgesehen Mulde. Es ist wichtig, sich auf einen besonders gekennzeichneten Fixationspunkt zu konzentrieren und weder Kopf noch Augen zu bewegen. Augenbewegungen während der Untersuchung können mittels einer Kamera sofort aufgezeigt werden, um falsch-positive Ergebnisse zu dokumentieren.Auf der Innenseite der Halbkugel werden nun Lichtreize gezeigt, die vom Patienten mit einer Antworttaste bestätigt werden sollen, wann immer er diese wahrnimmt.

Man unterscheidet grundsätzlich bei dieser Untersuchung zwischen kinetischer und statischer Perimetrie:

Kinetische Perimetrie: Die Lichtreize werden, ausgehend von unterschiedlichen Punkten, langsam von außen nach innen bewegt. Sobald der Patient den Punkt wahrnimmt, bestätigt er dies über eine Taste. Somit ergibt sich ein Bild von den Außengrenzen unseres Gesichtsfeldes.

Statische Perimetrie: Hier werden verschiedene Lichtreize in unterschiedlicher Intensität mal hier, mal dort gezeigt. Dabei werden auch Reize präsentiert, die selbst bei hervorragender Sehstärke nicht wahrgenommen werden können. Somit ermittelt der Arzt einen Schwellenwert und insgesamt ergibt sich daraus ein differenzierteres Bild über die Sehstärke innerhalb des Gesichtsfeldes.

 

Spezielle Gesichtsfelduntersuchung mit dem FDT

Wir von Augenblick Rheinland wenden darüber hinaus eine weiterentwickelte Technik, die FDT- (Frequenzverdopplungs)-Perimetrie an. Grundsätzlich läuft die Untersuchung sehr ähnlich der herkömmlichen Methode ab. Der optische Reiz ist hier allerdings ein anderer und stimuliert direkt die Ganglienzellen, also die Sinneszellen, deren Fortsätze den Sehnerv bilden. Defekte zeigen sich bereits in einem viel früheren Stadium als bisher. Somit kann eine notwendige Behandlung bereits begonnen werden, bevor wichtige Sehnerven abgestorben sind und die Erfolgschancen erhöhen sich um ein Vielfaches. Nach etwa zwei Minuten kann bereits eine aussagekräftige Diagnose beider Augen erfolgen.

 

Fazit

Die Gesichtsfelduntersuchung ist absolut schmerzfrei und  eine wichtige Möglichkeit, um frühzeitig Erkrankungen, wie zum Beispiel Glaukom oder AMD zu diagnostizieren und anschließend entsprechend behandeln zu können.

 

 

Kurzsichtig durch Smartphone?

Die Nutzung von Smartphones nimmt stetig zu. Interessanterweise steigt auch die Anzahl der Kurzsichtigen. Mindestens die Hälfte aller jungen Menschen in Europa ist kurzsichtig und in China sind es sogar 90%, Tendenz weiter steigend. Da stellt sich schon die Frage nach einem Zusammenhang. Oder anders ausgedrückt: Machen Smartphones und Tablets kurzsichtig?

Bisher gibt es keine Studie, die das explizit beweist, aber schon seit längerem ist bekannt, dass sich das Auge an unsere Sehgewohnheiten anpasst. Fokussieren wir unseren Blick auf Objekte in der Nähe, immer wieder über einen längeren Zeitraum, wächst der Augapfel und die Linse dehnt sich. Dadurch verschiebt sich der Brennpunkt. Die Abbildung entsteht vor der Netzhaut und der Blick in die Ferne wird unscharf. Besonders ausgeprägt ist diese Anpassung bei Kindern und Jugendlichen, da das Auge erst zum Ende der Pubertät hin ausgewachsen ist. Aber auch im Erwachsenenalter geht die Fähigkeit zur Adaption nicht ganz verloren.

Verstärkend kommt hinzu, dass Kinder und Jugendliche, die ständig aufs Handy oder Tablet starren, zu Stubenhockern werden. Ihre Freizeit verbringen sie lieber in ihrem Zimmer, chatten mit ihren Freunden oder spielen mit ihren Smartphones. Es ist bewiesen, dass Tageslicht das Wachstum des Augapfels hemmt und damit dem negativen Effekt von Handynutzung entgegenwirken kann.
Das Risiko kurzsichtig zu werden halbiert sich, wenn Kinder regelmäßig mindestens 80 Minuten ihrer Zeit im Freien verbringen, belegten Forscher aus Taiwan.

Da Kurzsichtigkeit bleibt und in Folge zu anderen Erkrankungen, wie Netzhautablösung oder Makuladegeneration führen kann, ist Vorbeugung wichtig. Kinder sollten mindestens zwei Stunden täglich draußen spielen, empfehlen Augenärzte. Zur Vorbeugung und….

...”Immer, wenn ein Kind vor einem Smartphone sitzt, stirbt irgendwo auf einem Baum ein Abenteuer. “
(Verfasser unbekannt)

Aber auch für Erwachsene gilt, beim Lesen und der Bildschirmarbeit sollte man öfter aufschauen, den Blick in die Ferne schweifen lassen. Denn sonst riskiert man nicht nur Kurzsichtigkeit, sondern auch andere Erkrankungen, wie zum Beispiel trockene Augen. Als Faustregel gilt, mindestens nach 30 Minuten sollten die Augen entspannt werden. Und häufig werden wir feststellen, dass diese kleine „Auszeit“ nicht nur den Augen, sondern auch der Konzentration hilft und äußerst erholsam sein kann.

 

 

Multifokallinsen

Bei Multifokallinsen handelt es sich um moderne intraokulare Linsen, die anders als sogenannte „Einstärke-Linsen“ nicht nur scharfes Sehen in der Ferne gewährleisten.

Patienten mit Altersweitsichtigkeit und Astigmatismus sind nach einer Implantation von Monofokallinsen weiterhin auf eine Sehhilfe angewiesen. Multifokale bzw. multifokal-torische Linsen hingegen, ermöglichen scharfes Sehen in mehreren Distanzen und korrigieren Astigmatismus.  Der Einsatz dieser speziellen Linsen eröffnet den Patienten die Chance auf ein Leben ohne Brille.

Mehr-Stärken-Linsen gibt es in verschiedene Ausführungen: Bifokale Linsen decken den Fern- und Nahbereich des Sichtfeldes optimal ab, während bei trifokalen Implantaten zusätzlich noch ein Fokusbereich in etwa 50-100 cm Entfernung gegeben ist, um zum Beispiel die Arbeit am Computer zu erleichtern.

Im Allgemeinen wird die Implantation von Kunstlinsen im Rahmen einer Operation des Grauen Stares angeboten (Katarakt-OP). In seltenen Fällen werden solche Linsen auch bei Patienten, die noch keinen Grauen Star haben, implantiert (Clear lens extraction). Dies sind Patienten, bei denen eine Korrektur der Fehlsichtigkeit durch Augenlaserbehandlung, zum Beispiel durch zu hohe Dioptrien-Werte, nicht in Frage kommt.

 

OP-Verfahren

Die ca. 15minütige Operation findet in der Regel ambulant und unter örtlicher Betäubung statt.
Mit einem Mikroskalpell oder einem Femtosekundenlaser wird ein winziger Schnitt in der Hornhaut vorgenommen. Die eigene Linse wird dann mittels Ultraschall zerkleinert und abgesaugt. An ihrer Stelle erfolgt nun die Implantation der Kunstlinse. Der kleine Schnitt heilt von alleine wieder ab. Nach dem Eingriff ist die Sehstärke sofort gegeben, allerdings kann es sein, dass die Gewöhnung etwas Zeit in Anspruch nimmt. Manchmal empfinden Patienten ein leichtes Brennen oder Fremdkörpergefühl im Auge, das aber meist nach einer kurzen Phase verschwindet.

Diese risikoarme Operation gehört weltweit zu den häufigsten und wirkungsvollsten Eingriffen bei Katarakt. Die Kunstlinsen halten im Regelfall ein Leben lang und verhindern unter anderem auch, dass Patienten später an Alterssichtigkeit leiden.

Das MVZ für Sie

Kompetenzen

Ihre Vorteile

  • Kompetente Ärzte mit viel Erfahrung
  • Experten in Ihrer Nähe
  • Breites Behandlungsspektrum
  • Behandlung von komplexen Augenerkrankungen
  • Persönliche, individuelle Beratung

Augenzentren
in Ihrer Nähe

Hier finden Sie alle unsere Augenzentren und deren Leistungsspektrum:

MVZ auf Facebook

Sie wollen das Beste für Ihr Auge. Wir auch.

AUGENBLICK RHEINLAND
Medizinisches Versorgungszentrum

Kölntorpassage
Kölnstraße 41-43

50321 Brühl