Wissenwertes

Auf dieser Seite möchten wir Sie mit kleinen Artikeln rund um eines unserer wichtigsten Sinne auf dem Laufenden halten. Hier wird es nicht nur um bekannte Erkrankungen und deren Behandlungsmethoden oder um die neuesten Entwicklungen in der Augenheilkunde gehen. Auch um viele andere Fragen, die uns zum Thema "Sehen" und "Augen" beschäftigen.

 

So schützen wir unsere Augen im Sommer vor Infektionen

Im Winter leiden viele Menschen unter der trockenen Heizungsluft und reagieren häufig mit gereizten und geröteten Augen. Aber auch der Sommer hat so seine Tücken. Gerade nach dem Schwimmen im Freibad oder dem Planschen im Meer leiden so einige unter Binde- oder Hornhautentzündung. Denn Chlor, Urin, Schweiß und Schmutzpartikel im Wasser schaden unseren Augen erheblich. Beim Tauchen mit offenen Augen, wäscht sich der schützende Tränenfilm heraus und Keime können viel leichter eindringen. Auch hier sind Kontaktlinsenträger besonders gefährdet, da die Linsen der Hornhaut direkt aufliegen und eindringende Keime und Bakterien sich auf ihnen festsetzen können. Bei leichten Reizungen, die nicht durch eine bakterielle Infektion verursacht werden, klingen die Symptome nach 24 Stunden wieder ab. Zur Unterstützung empfiehlt es sich, die Augen mit Wasser auszuwaschen. Außerdem lindern hyaluronhaltige Augentropfen oder Salben die Beschwerden. Wenn trotz aller Bemühungen die Rötungen und Schmerzen aber nicht abklingen, sollte er Betroffene in jedem Fall einen Augenarzt aufsuchen, um die Ursachen abklären und behandeln zu lassen.

 

Welche Schutzmaßnahmen können wir selbst ergreifen?

Was aber können wir im Sommer zum Schutz unserer Augen unternehmen, damit es gar nicht erst so weit kommt? Beim Baden, ob im Freibad, See oder Meer, sollten wir eine geeignete Schwimmbrille tragen. Kontaktlinsenträger haben die Möglichkeit, statt der gewohnten Monatslinsen in diesem Fall auf Tageslinsen umzusteigen. Diese werden nach dem einmaligen Gebrauch entsorgt und frische Linsen, die garantiert keimfrei sind, werden am nächsten Tag wieder eingesetzt.

Das Sommerwetter kann die Augen aber auch an Land reizen. Denn die Luft ist trocken, der Wind bläst Sand ins Auge, Insekten fliegen hinein, Sonnencreme kann beim Cremen ebenfalls ins Auge geraten. Auch hier hilft zuallererst die Augen mit Wasser auszuspülen und danach mit entsprechenden Tropfen zu beruhigen. In den meisten Fällen sind diese Sofortmaßnahmen bereits wirksam und Schlimmeres kann verhindert werden.

Wenn wir also einige Punkte zum Wohle unserer Augen beherzigen, steht dem Sommergenuss nichts mehr im Wege.

 

 

Bekommen Augen Sonnenbrand?

⇒Netzhautschaden    ⇒Hornhautschädigung    ⇒Gefahr für die Linse    ⇒Sonnenschutz   ⇒Filterkategorien    ⇒Fazit

 

Sonnenlicht – etwas, wonach wir uns alle sehnen und gerne genießen. An den Hautschutz denken wir meist, aber wie sieht es mit unseren Augen aus? Brauchen sie auch besonderen Schutz? Auf jeden Fall; denn im schlimmsten Fall droht Erblindung!

Sonnenlicht besteht aus Strahlen verschiedenster Wellenlängen: das sichtbare Licht (380 bis 780 Nanometern), längerwelliger Infrarot-Strahlung und kurzwelliger, sehr energiereicher UV-Strahlung. Diese können auch das Auge auf vielfache Weise angreifen. Netzhaut, Hornhaut und Linse können durch intensive UV-Belastung auf unterschiedliche Art Schaden nehmen.

 

Netzhautschäden durch UV-Strahlung

Das Auge wirkt im Prinzip wie eine Lupe. Unser optischer Apparat aus Pupille, Hornhaut und Linse bündelt die Lichtstrahlen und bildet sie punktgenau auf der Netzhaut ab, also vergleichbar mit einem Brennglas. Treffen die energiereichen, kurzwelligen UV-Strahlen der Sonne ungefiltert auf unser Auge, werden diese sowieso schon energierechen Strahlen noch mehr gebündelt und verbrennen die Sehzellen auf der Netzhaut. Die Retina vernarbt. Geschieht dies im Bereich des schärfsten Sehens (Makula), nehmen wir anschließend im zentralen Blickfeld nur noch einen schwarzen Kreis war.

Auch die Altersbedingte Makuladegeneration (AMD) wird durch UV-Belastung begünstigt. Hier bilden sich durch Anhäufung von Stoffwechselprodukten kleine gelbliche Ablagerungen, sogenannte Drusen.  Diese Veränderungen führen zu Störungen in der darunterliegenden Pigmentepithelschicht, sie dünnt immer mehr aus. Auch bilden sich die mit den Sehzellen verbundenen Blutgefäße zunächst immer weiter zurück, so dass in Folge die Fotorezeptoren absterben.

In beiden Fällen droht Erblindung.

 

Schädigung der Hornhaut

Auch die Hornhaut kann durch UV-Strahlung angegriffen werden. Ähnlich der Haut, kann sie einen Sonnenbrand erleiden, medizinisch Photokeratitis, bekannter wahrscheinlich unter dem Begriff „Schneeblindheit“. Ein paar Stunden nach der UV-Belastung treten hierbei starke Schmerzen, Fremdkörpergefühl und Rötungen auf. Der Betroffene ist sehr lichtempfindlich und die Augen tränen stark. In der Regel hilft hier ein Salbenverband, damit sich die Hornhaut wieder vollständig erholt.

 

Gefahr für die Augenlinse

In der hochelastischen Linse befinden sich Eiweißstoffe, die in ihrer Struktur durch eine zu hohe UV-Strahlung verändert werden. Diese chronischen Veränderungen führen zu einer Eintrübung der Linse, Grauer Star (Katarakt) genannt. Diese Erkrankung kann nur operativ behandelt werden (Katarakt-OP). Hierbei wird die körpereigene Linse durch eine künstliche ersetzt.

 

Schutz für unsere Augen

Normalerweise verfügen wir glücklicherweise über Schutzmechanismen, die reflexartig greifen. Unsere Pupille verengt sich und wir kneifen die Augen zusammen, wenn es uns zu hell wird. Meist wenden wir auch automatisch den Blick von der starken Lichtquelle ab. Allerdings gibt es Situationen, in denen diese Schutzreflexe nicht greifen können. Ein bekanntes Beispiel ist hier die Sonnenfinsternis. Da die Mondscheibe sich immer weiter über die Sonnen schiebt, wird die Lichtquelle nicht mehr als unangenehm wahrgenommen. Die UV-Strahlen sind aber nach wie vor sehr stark und können nicht durch eine sich verengende Pupille abgeschwächt werden. Hier droht ohne spezielle Schutzbrille eine Vernarbung der Netzhaut.

Auch unsere Umgebung hat Einfluss auf die Intensität der UV-Strahlung. In den Bergen nimmt zum Beispiel die Belastung durch UV-Licht mit der Höhe erheblich zu, da die Luft immer dünner wird und keinen Schutz mehr bieten kann. Wasser wiederrum reflektiert UV-Strahlen fast vollständig und verstärkt sie, ebenso wie weiß getünchte Häuser. Daher müssen wir im Urlaub in den Bergen und am Meer, im Sommer ebenso wie im Winter, auch auf unsere Augen achten und sie entsprechend schützen. Kinderaugen brauchen natürlich besonderen Schutz, da sie noch weniger Pigmentierung aufweisen und daher übermäßig lichtempfindlich sind.

Sonnenbrillen, am besten mit großen Gläsern und seitlichem Schutz, helfen unsere Augen vor schädlichem UV-Licht zu bewahren. Nicht jede dunkel getönte Brille hält aber wirklich die schädlichen Strahlen ab, mag sie noch so schick sein.  Nur ein integrierter UV Schutz hilft.  Bei schlechten Brillen ist der Schaden sogar höher als der Nutzen; denn die dunkle Färbung der Gläser führt nur dazu, dass die Pupillen sich nicht mehr verengen und sogar noch mehr gesundheitsschädliche Strahlen ins Auge gelangen. Wie aber kann man wissen, ob eine Sonnenbrille auch den nötigen Schutz bietet? Hierzu gibt es einige Kennzeichnungen, mit denen Brillen versehen werden. 

Um sich im Kennzeichnungsdschungel besser zurechtzufinden, geben wir hier eine kleine Übersicht

 

Kennzeichnungen für Sonnenbrillen

 

CE:  Kennzeichnung ausschließlich zu den Sicherheitsanforderungen, hält lediglich garantiert den gesetzlich vorgeschriebenen UV-Schutz bis 380 Nanometer ab.

UV 400: Diese Bezeichnung bedeutet, dass die Gläser UVA-, -B- und -C-Strahlen bis zu einer Wellenlänge von 400 Nanometer absorbieren.

 

EU-Kategorien zum Einschätzen der Schutzwirkung von Sonnenbrillen

  • KAT 0: Geringster Schutz, höchstens 20% der Strahlung
  • KAT 1: 20-57% Absorption bei leichter Bewölkung
  • KAT 2: 57-82% für schönes Wetter in unseren Breitengraden ausreichend
  • KAT 3: 82- 92% intensiver Schutz; Urlaub am Meer oder Wanderurlaub in den Bergen
  • KAT 4: 92-97% - nicht für den Straßenverkehr zugelassen, bei Aufenthalten im Gletschergebiet nötig

Nur wer Sonnenbrillen im Fachhandel erwirbt kann sicher sein, dass Kennzeichen nicht gefälscht sind. Lieber Finger weg von Spontankäufen am Strand oder bei Straßenverkäufen.

 

Fazit

Nicht nur unsere Haut kann durch Sonnenlicht angegriffen werden. Auch unsere Augen können auf vielfältige Weise Schaden nehmen, werden sie ungeschützt UV-Strahlen ausgesetzt. So wie wir unsere Haut mithilfe von Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor schützen, brauchen unsere Augen Sonnenbrillen, die entsprechend ihres Schutzfaktors gekennzeichnet sind. In unseren Breitengraden ist meist eine Sonnenbrille der Kategorie 2 ausreichend. Im Urlaub in den Bergen oder am Meer sollten wir lieber auf Brillen der Kategorie 3 zurückgreifen, um unsere Augen optimal zu schützen. Und nur bei Brillen aus dem Fachhandel ist sichergestellt, dass die Kennzeichen nicht gefälscht sind.

Sicherheit für unsere Augen - damit wir den Sommer mit allen Sinnen genießen können.

 

Netzhautscan zur Diagnose von Schizophrenie

Unsere Netzhaut gewinnt als Fenster zum Gehirn in der Diagnostik immer mehr an Bedeutung.

Auf die Möglichkeit der Alzheimer Früherkennung mittels Retina-Scan haben wir bereits in einem früheren Artikel hingewiesen. Auch bei anderen Erkrankungen des zentralen Nervensystems wie Multiple Sklerose oder Morbus Parkinson können Untersuchungen der Netzhaut helfen.

Psychische Erkrankungen wie Schizophrenie sind häufig schwierig zu diagnostizieren und gegen andere Krankheitsbilder wie z.B. Depression abzugrenzen. In der Vergangenheit versuchte man mit bestimmten biochemischen Markern im Blut oder Nervenwasser zu arbeiten, leider ebenso vergeblich wie die Nutzung anderer bildgebender Verfahren.

Eine neue Studie von Forschern um den Ulmer Psychiater Professor Carlos Schönfeldt-Lecuona und den Neurologen Professor Elmar Pinkhardt beschäftigt sich mit der Möglichkeit der Optischer Kohärenztomographie (OCT) zur Früherkennung von Schizophrenie. Die Optische Kohärenztomographie ist ein nichtinvasives und dreidimensionales Bildgebungsverfahren aus der Augenheilkunde und ermöglicht die Darstellung der Dicke und des Volumens der Netzhaut.

Bei 26 Ulmer Patientinnen und Patienten mit einer Schizophrenie oder schizoaffektiven Störungen wurde diese Untersuchung durchgeführt und die Ergebnisse mit einer gesunden Kontrollgruppe verglichen

Bei den Schichtaufnahmen der Netzhaut zeigte sich, dass bei Patienten mit Schizophrenie die Dicke der Nervenfasern und damit der einzelnen Retinaschichten signifikant abnimmt gegenüber gesunden Probanden. Je länger die Krankheit fortschreitet desto deutlicher wird der Unterschied.

Parallel dazu konnte auch durch die Magnetresonanztomographie (MRT) eine Verringerung des Hirnvolumens nachgewiesen werden. Die grundlegenden Zusammenhänge der strukturellen Netzhautveränderungen und der psychischen Erkrankungen bzw. welche Prozesse dazu führen, sind noch nicht genau erforscht und bekannt. Dennoch können wir davon ausgehen, dass es in Zukunft immer mehr möglich sein wird, Erkrankungen des zentralen Nervensystems und der Psyche frühzeitig durch Untersuchungen der Netzhaut zu diagnostizieren und entsprechend zu behandeln.

 

Direkt zur Studie

 

 

Intraokularlinsen

Was sind Intraokularlinsen?

Bei der Intraokularlinse, kurz IOL genannt, handelt es sich um eine künstliche Linse, die in das Augeninnere implantiert wird. Moderne intraokulare Linsen imitieren die Brechungseigenschaft der natürlichen Linse. Die Linsenoptik besteht aus einem weichen, faltbaren Material, das es erlaubt, in der Operation mit Kleinstschnitttechnik zu arbeiten. Meist wird bei einer altersbedingten Linsentrübung (Grauer Star) eine IOL als Ersatz der natürlichen Linse eingesetzt.

 

Einsatz von IOL bei Katarakt (Grauer Star)

Die Katarakt-Operation ist weltweit einer der häufigsten und wirksamsten chirurgischen Eingriffe. In Deutschland werden jährlich schätzungsweise 700.000 bis 800.000 Operationen durchgeführt. Meist werden sogenannte „Einstärke-Linsen“, monofokale Linsen, eingesetzt, die allerdings lediglich gutes Sehen in der Ferne gewährleisten. Patienten mit Altersweitsichtigkeit und Astigmatismus sind weiterhin auf eine Brille angewiesen. Daher bieten wir von Augenblick Rheinland unseren Patienten auf Wunsch auch multifokale bzw. multifokal-torische Linsen an. Diese besonderen IOL ermöglichen scharfes Sehen in mehreren Distanzen und korrigieren Astigmatismus.  Der Einsatz dieser speziellen Linsen in der Augenheilkunde eröffnet den Patienten die Chance auf ein Leben ohne Brille.

 

Ablauf der Katarakt-OP

Die ungefähr 15minütige Operation wird meist ambulant und unter Lokal-Anästhesie durchgeführt. Hierbei wird die natürliche Linse mittels einer Ultraschallsonde zerkleinert und abgesaugt. An ihrer Stelle setzt der Operateur eine Kunstlinse ein, die je nach Beschaffenheit im Anschluss ein Leben ohne Brille ermöglicht. Das gesamte Verfahren erfolgt durch einen winzigen Schnitt am Auge, der sich ohne Naht schließt und schnell abheilt.

 

Phake Linse

Bei Patienten mit sehr starker Kurzsichtigkeit (mehr als -8 dpt) verwenden wir bei Augenblick Rheinland sogenannte Vorderkammerlinsen (Phake Linsen), da hier die Hornhaut für einen Laser-Eingriff zu dünn ist.  Diese „Kontaktlinse im Auge“ ist sehr dünn und wird vor der natürlichen Linse im Auge platziert. Die Operation erfolgt in der Regel unter einer kurzen Vollnarkose, kann aber dennoch ambulant durchgeführt werden. Die Linse wird durch einen kleinen Schnitt in das Auge mit Hilfe eines Injektors eingebracht und positioniert. Der kleine Schnitt heilt in der Regel schnell und eine Naht ist nicht erforderlich.

 

Licht-adjustierbare Linse

Bei der sogenannten Licht-adjustierbaren Linse (LAL), handelt es sich um eine neuere Entwicklung in der Augenheilkunde. Die Brechkraft diese Intraokularlinsen kann nach der Operation durch eine gezielte Bestrahlung mit UV-Licht verändert und noch bis zu zwei Dioptrien plus oder minus nachjustiert werden. Sie bestehen aus einem lichtempfindlichen Material, den sogenannten fotosensitiven Silikonmakromeren, die noch nicht aneinandergebunden sind und sich durch UV-Strahlen neu anordnen lassen. Daher muss der Patient in dem Zeitraum zwischen der Operation und der finalen Adjustierung der Linse eine Schutzbrille tragen; denn sonst könnte das UV-Licht der Sonne die Brechkraft ungewünscht beeinflussen. Abschließend wird die gesamte Linse mit UV-Licht bestrahlt, um deren Form zu fixieren.

 

Fazit

Durch den Einsatz von Intraokularlinsen kann unseren Patienten im Anschluss ein Leben ohne weitere Sehhilfe ermöglicht werden. Je nach Bedürfnis implantieren wir bei Augenblick Rheinland unterschiedliche IOL. Egal, für welches Verfahren Sie sich interessieren, der Erfolg hängt auch im Wesentlichen von den Voruntersuchungen ab. Nur die individuelle Beratung und Ausrichtung der bestmöglichen Therapie garantiert Ihnen ein optimales Ergebnis!

 

 

Schadet LED-Licht unseren Augen?

LED-Licht begegnet uns im alltäglichen Leben inzwischen überall und ist zu einem ständigen Begleiter geworden. Kein Wunder, gelten sie doch als besonders umweltfreundlich und lösten die klassische Glühbirne ab. Doch inzwischen mehren sich die Zweifel, ob LEDs wirklich so unbedenklich sind.

 

Was ist LED-Licht?

LED ist eine Abkürzung für lichtemittierende Diode und weist im Spektrum der Wellenlängen einen deutlichen Peak im blauen Bereich (400 bis 480 Nanometer) auf. Natürliches LIcht hingegen ist über das gesamte Spektrum verteilt.

 

Ein ernstes Problem für unsere Sehkraft?

Bisher war bekannt, dass der stete Blick auf Handy- oder Laptop-Displays am Abend zu Schlafstörungen führen kann. Das hierbei auftretende blaue Licht der Display LEDs lässt den Melatonin Spiegel im Körper sinken. Dieser ist dafür verantwortlich, dass wir uns müde fühlen und rechtzeitig zu Bett gehen. Durch die Handynutzung unmittelbar vor dem Schlafengehen werden wir wieder munter und fühlen uns wach, obwohl der Körper dringend seine Ruhephasen benötigt. Die Veränderung des Schlaf-Wach-Rhythmus ist gesundheitlich problematisch und kann zu Spätfolgen wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen führen. Aber speziell für unsere Augen bedeutet das blaue Licht der Displays ein viel unmittelbareres Problem: Licht dieser Wellenlänge ist besonders energiereich und trifft nahezu ungefiltert auf unsere Netzhaut. Dort entstehen durch fotochemische Prozesse freie Radikale, die Proteine und Lipide in den Sehzellen schädigen und letztlich deren Absterben verursachen.

 

Was genau passiert hierbei in unserer Netzhaut?

In der Retina gibt es verschiedene Fotorezeptoren: Die Zapfen sind für das Farbensehen und die Stäbchen für das Hell-Dunkel-Sehen verantwortlich. In den Stäbchen finden wir Retinal als Bestandteil des Rhodopsins. Ohne dieses Sehpigment wäre die Wahrnehmung optischer Reize nicht möglich. Forscher von der US-amerikanischen University of Toledo haben herausgefunden, dass durch Bestrahlung von Retinal mit blauem Licht bei den natürlichen fotochemischen Prozessen auch toxische Stoffe freigesetzt werden, die dann zum Zelltod führen.

Normalerweise schützt das Alpha Tocopherol, ein Vitamin E-Derivat und natürliches Antioxidans, das im Auge vorkommt, vor diesem Zerfall. Zusätzlich wirken auch Karotinoide in der Makula wie ein Blaulichtfilter in der Netzhaut. Bei älteren Menschen oder Patienten mit schwachem Immunsystem verliert sich aber dieser Schutz. Stellt sich natürlich auch die Frage, ob intensive Blaulicht-Nutzung eventuell für die Entstehung der Altersbedingten Makulageneration (AMD) verantwortlich ist oder diese zumindest begünstigt. Weitere Forschungsergebnisse werden uns hier sicherlich mit der Zeit Aufschluss darüber geben können.

 

Welche Maßnahmen können wir ergreifen?

Man sollte auf jeden Fall warmweiße LEDs, die einen höheren Gelbanteil aufweisen, nutzen. Darüber hinaus gibt es seit einiger Zeit auch sogenannte Retro LEDs im Gewand der klassischen Glühbirne. Diese Leuchtmittel weisen eine orange Beschichtung auf und sorgen somit für ein gemütlicheres und angenehmeres Licht für unsere Augen.

Besonders vermeiden sollten man aber bei Dunkelheit fernzusehen oder aufs Handydisplay zu starren, da unsere Pupillen dann weit gestellt sind und mehr blaues Licht beim Fixieren des Bildschirms auf die Retina trifft. Also gilt: Fernsehen nicht im abgedunkelten Raum, sondern lieber noch eine zusätzliche Lichtquelle nutzen.

Bei den meisten Geräten kann man den Blaulichtanteil herunterregeln, indem man zum Beispiel den Nachtmodus im Gerät aktiviert oder zumindest die Lichtintensität drosselt. Spezielle Apps können hier weiterhelfen.

Wer berufsbedingt viel am Bildschirm arbeitet, sollte häufig blinzeln und zwischendurch bewusst in die Ferne schauen. Das entlastet und hilft zusätzlich auch gegen trockene Augen. Wer auf Nummer sicher gehen will, kann zu einer speziellen Brille mit Gelbtönung greifen, die den Blaulichtanteil herausfiltert.

Im Allgemeinen gilt, ab dem 40. Lebensjahr sollte man zur AMD Vorsorge regelmäßig einen Augenarzt aufsuchen.

Für Patienten mit Grauem Star, deren eigene Linse bei einer Katarakt-Operation durch eine künstliche intraokulare Linse ersetzt wird, stehen besondere Premium-Linsen mit Blaulichtfilter zur Verfügung. Das Team von Augenblick Rheinland berät Sie gerne und hilft Ihnen bei der Entscheidung, welche Linse für Sie als Patient in Frage kommt, um das bestmögliche Ergebnis zu erreichen und ein Leben ohne Brille zu genießen.

Und wie schützen wir unsere Kinder, die mit der Handynutzung groß werden? Eigentlich ganz einfach: Begrenzen wir die Naharbeit am Bildschirm (Handy-Nutzung, Fernsehen, Spielekonsole etc.) auf maximal 30 Wochenstunden und animieren sie, mehr Zeit im Freien zu verbringen. Nicht nur, aber auch zum Wohle ihrer Augen!

 

Wer einiges nochmal detaillierter nachlesen möchten, dem empfehlen wir folgende Artikel:

https://www.spektrum.de/news/warum-blaues-licht-den-augen-schadet/1584090

https://www.allgemeine-zeitung.de/panorama/leben-und-wissen/augen-in-not_18970898

 

Ein interessantes Video zu diesem Thema bietet das Erste:

https://www.daserste.de/information/wirtschaft-boerse/plusminus/sendung/ndr/led-lampen-licht-augen-100.html

 

Das MVZ für Sie

Kompetenzen

Ihre Vorteile

  • Kompetente Ärzte mit viel Erfahrung
  • Experten in Ihrer Nähe
  • Breites Behandlungsspektrum
  • Behandlung von komplexen Augenerkrankungen
  • Persönliche, individuelle Beratung

Augenzentren
in Ihrer Nähe

Hier finden Sie alle unsere Augenzentren und deren Leistungsspektrum:

MVZ auf Facebook

Sie wollen das Beste für Ihr Auge. Wir auch.

AUGENBLICK RHEINLAND
Medizinisches Versorgungszentrum

Kölntorpassage
Kölnstraße 41-43

50321 Brühl