FAQ2022-02-16T10:27:30+01:00

FAQ – Antworten auf häufige Fragen

Hier finden Sie die gesamte Liste unserer Antworten auf häufige Fragen. Schränken Sie Ihre Auswahl für ein bestimmtes Thema mit einem Klick weiter ein:

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Dr. med. Johannes Esser

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Wo liegt die Cornea?2022-01-26T10:44:28+01:00

Die Hornhaut ist der vordere, leicht gebogene Teil der äußeren Augenhaut. Sie selbst ist in mehreren Schichten aufgebaut und maßgeblich an Lichtbrechung und damit am scharfen Sehen beteiligt.

Welche Funktion hat die Cornea?2022-01-26T10:44:00+01:00

Unsere Hornhaut ist durchsichtig und lässt Lichtstrahlen ungehindert auf die Netzhaut treffen. Durch ihre besondere Wölbung trägt sie außerdem zur exakten Lichtbrechung bei.

Ist die Cornea schmerzempfindlich?2022-01-26T10:43:13+01:00

Es gibt zwar keine Blutgefäße, dafür umso mehr Nervenzellen in der Hornhaut. Diese Vielzahl an Nervenbahnen trägt zu ihrem Schutz bei, allerdings ist sie dadurch auch besonders schmerzempfindlich.

Warum enthalt die Cornea keine Blutgefäße?2022-01-26T10:42:43+01:00

Blutgefäße würden die Lichtdurchlässigkeit negativ beeinflussen, daher sind sie in der Cornea nicht enthalten. Den benötigten Sauerstoff nimmt die Hornhaut einfach über die Umgebungsluft auf. Einer der Gründe, weshalb man bei Kontaktlinsen auch auf Luftdurchlässigkeit achten sollte. Die Nährstoffversorgung wird durch Tränenflüssigkeit und das Kammerwasser sichergestellt.

Welche Erkrankungen können die Hornhaut betreffen?2022-01-26T10:41:59+01:00

Die häufigsten Erkrankungen der Cornea sind:

  • Hornhautverletzung
  • Hornhautentzündung
  • Hornhautgeschwür (Ulcus corneae)
  • Hornhautdegeneration
  • Hornhautdystrophie (Trübung der Hornhaut)
Muss ein Hagelkorn immer chirurgisch entfernt werden?2022-01-25T11:04:58+01:00

Im Normalfall bilden sich Verstopfungen der Lipiddrüsen am Augenlid mit unterstützender Lidpflege von alleine zurück. Immer wiederkehrende Entzündungen, die trotz medizinischer Lidpflege entstehen, sollten allerdings in einem kleinen Eingriff entfernt werden.

Wird eine Lidstraffung von den Krankenkassen übernommen?2022-01-25T11:04:26+01:00

Wenn Schlupflider das Sichtfeld stark einschränken oder es immer wieder zu Reizungen und Infektionen am betroffenen Auge auftreten, ist eine (Teil-) Kostenübernahme möglich.

Gilt Lidchirurgie immer als kosmetische Korrektur?2022-01-25T11:03:41+01:00

Bei Lidchirurgie denken die meisten immer an eine kosmetische Korrektur der Augenlider, sei es bei Schlupflidern oder hängenden Augenlidern (Ptosis). Es gibt aber auch einige medizinische Indikationen für einen chirurgischen Eingriff. Wenn sich zum Beispiel die lipidproduzierenden Meibomschen Drüsen an den Lidern trotz intensiver Lidpflege immer wieder entzünden, kann es nötig sein, diese Drüse dauerhaft zu entfernen.

Werden auch kosmetische Lidkorrekturen im eigenen OP angeboten?2022-01-25T11:02:29+01:00

Unser Team berät Sie gerne und führt alle notwendigen Voruntersuchungen selbst durch. Für den eigentlichen Eingriff überweisen wir Sie an einen nahegelegenen Spezialisten. Aber alle Nachuntersuchungen werden wieder in unserem Haus von dem Ihnen vertrauten Fachpersonal durchgeführt.

Ist Lasik für jeden geeignet?2022-01-25T10:16:32+01:00

Ob und welches Verfahren sich am besten eignet, um ein Leben ohne Brille genießen zu können, klären wir individuell nach den wichtigsten Voruntersuchungen in einem unverbindlichen Beratungsgespräch. Nutzen Sie die Möglichkeit, einen Beratungstermin zu vereinbaren und wir bringen Sie Ihrem Ziel, die Sehhilfe endgültig zur Seite legen zu können, näher.

Ist ein Lasik-Eingriff gefährlich?2022-01-25T10:14:23+01:00

Die Lasertechnologie gilt als risikoarm. Wichtig sind aber ein erfahrener Chirurg und ein eingespieltes Team, um das bestmögliche Ergebnis erzielen zu können. Voraussetzungen, die bei Augenblick Rheinland gegeben sind.

Muss eine Lasik-OP wiederholt werden?2022-01-25T10:13:01+01:00

Im Regelfall hält eine Korrektur der Fehlsichtigkeit mittels Lasik ein Leben lang.

Übernehmen die Krankenkassen die Kosten?2022-01-25T10:12:22+01:00

Da gesetzliche Krankenkassen meist nur die Kosten einer medizinisch notwendigen Behandlung tragen, gibt es generell leider keine Kostenübernahme einer Lasik-OP. Wie hoch die Kosten eines Eingriffs sein werden, wird im persönlichen Beratungsgespräch transparent und übersichtlich dargestellt.

Welche Spätfolgen können auftreten?2022-01-25T10:11:53+01:00

Spätfolgen sind nach heutigem Kenntnisstand sehr unwahrscheinlich. Der Eingriff mittels Lasertechnik gehört mittlerweile zu den am häufigsten durchgeführten und sichersten überhaupt.

Ist eine erneute Operation notwendig?2022-01-24T16:25:22+01:00

Im Normalfall erfolgt der Linsenaustausch einmalig und muss nicht wiederholt werden.

Muss man die Operation selbst zahlen?2022-01-24T16:25:09+01:00

Die Implantation einer qualitativ hochwertigen sphärischen Linse wird von allen gesetzlichen Krankenkassen inklusive aller notwendigen Vor- und Nachuntersuchungen übernommen. Entscheiden sich Patienten für eine innovative Premiumlinse, um im Anschluss der OP vollständig auf eine Brille verzichten zu können, entstehen Zusatzkosten. Ob eine Multifokallinse infrage kommt und in welcher Höhe sich diese Mehrkosten bewegen, wird in intensiven Vorgesprächen transparent geklärt.

Kann man vorbeugend Maßnahmen ergreifen?2022-01-25T08:12:08+01:00

Da es sich beim Grauen Star um eine Alterserscheinung handelt, gibt es keinen 100%igen Schutz. Aber es gibt einige Faktoren, die eine Erkrankung fördern: starke UV-Strahlung, Rauchen und Alkoholismus oder unbehandelte Diabetes zum Beispiel.

Ist eine stationäre Aufnahme in einem Krankenhaus erforderlich?2022-01-25T08:12:36+01:00

Nein, im Regelfall wird eine Katarakt-OP ambulant in unseren hauseigenen OP-Räumlichkeiten durchgeführt und dauert nur wenige Minuten.

Muss der Grauen Star immer operiert werden?2022-01-24T16:13:14+01:00

Der Katarakt kann leider nicht medikamentös behandelt werden. Die körpereigene Linse trübt sich mit dem Alter ein und das Sehvermögen lässt nach. Wenn Betroffene im Alltag durch die verminderte Sehleistung eingeschränkt sind, empfiehlt sich der operative Austausch der Linse.

Welche Symptome hat man beim Sicca-Syndrom?2021-12-10T12:27:57+01:00

Die typischen Symptome eines trockenen Auges sind:

  • Augenrötung
  • Jucken
  • Brennen
  • Fremdkörpergefühl
  • Kratzen
  • müde und geschwollene Augen, geschwollene Augenlider
  • Schmerzen bei der Bildschirmarbeit, im Flugzeug, bei Luftzug oder in rauchiger Luft.
Wie kommt es zum Trockenen Auge?2021-12-10T12:26:36+01:00

Der Grund für das trockene Auge ist schnell und einfach erklärt: Die Augen werden nicht mehr ausreichend mit Tränenflüssigkeit benetzt.

Der wesentliche Grund ist die nicht adäquate Zusammensetzung der Tränenflüssigkeit und/oder die zu geringe Bildung von Flüssigkeit durch die Haupttränendrüse.

Kann man eigene Maßnahmen bei Sicca-Syndrom ergreifen?2021-12-10T12:25:57+01:00

Es gibt einige Maßnahmen, die Betroffene selbst ergreifen können, um Beschwerden zu lindern. Das Raumklima hat zum Beispiel einen entscheidenden Einfluss. Regelmäßiges Stoßlüften in den Räumen, in denen man sich viel aufhält und Wasserschalen auf der Heizung oder Luftbefeuchter in klimatisierten Räumen erzeugen eine höhere Luftfeuchtigkeit. Die kommt im Übrigen auch den Atemwegen und den anderen Schleimhäuten entgegen und reduziert die Anfälligkeit für Infekte.

Bei intensiver Bildschirmarbeit gilt, häufiger blinzeln und den Blick öfter mal schweifen lassen. So gönnen wir nicht nur den Augen eine (Atem-) Pause. Der konsequente Einsatz von hyaluronhaltigen Augentropfen ohne Konservierungsstoffe hilft, den Tränenfilm auf der Augenoberfläche zu stabilisieren. Bewegung an der frischen Luft und der Verzicht auf Nikotin und Alkohol unterstützen ebenfalls die Therapie beim Trockenen Auge.

Welche Therapieansätze gibt es für das Sicca-Syndrom?2021-12-10T12:25:19+01:00

Es gibt verschiedene Therapiemöglichkeiten, die wir ergreifen können, sollte sich trotz der eigenen Maßnahmen keine Besserung der Symptomatik einstellen. In unserer Sondersprechstunde bieten wir zum Beispiel eine professionelle Lidpflege und die neue Intensive Licht-Puls-Therapie (IPL) oder auch eine Meibom-Drüsen-Expression an. Welche Therapie am meisten Erfolg verspricht, wird in einem intensiven und umfangreichen Diagnoseverfahren gemeinsam mit den Patienten geklärt.

Weshalb gibt es für das Sicca-Syndrom eine eigene Sprechstunde?2022-02-15T09:19:25+01:00

Obwohl so viele Betroffene an trockenen Augen leiden, ist eine Diagnose und eine Therapie in keinem Falle offensichtlich. Es gibt viele verschiedene Ursachen und so vielfältig sind auch die Therapieansätze. In dieser Sicca Sprechstunde nehmen wir uns besonders viel Zeit für Sie und Ihre Beschwerden. Zuerst füllen Sie einen Fragebogen aus, der uns die Beschwerden besser anamnestisch erfassen lässt. Diesen Fragebogen gehen wir dann gemeinsam mit Ihnen durch und legen fest, welche weiterführenden Untersuchungen uns helfen, objektive Daten zu Ihrer Erkrankung erheben zu können.

Wir messen zum Beispiel die Menge der Tränenflüssigkeit und deren Zusammensetzung mit dem TearLab. Darüber hinaus schauen wir uns den Tränenfilm näher an und messen die sogenannte “break up time”, also die Zeitspanne, nach der der Lidfilm reißt. Dann erfolgt eine genauere Untersuchung der Lider und Wimpern. Nach dieser intensiven Diagnostik und Anamneseerhebung können wir Ihnen umfangreiche Möglichkeiten der Therapie für das trockene Auge erläutern und bei Ihnen anwenden.
Diese Möglichkeiten sind zum Beispiel eine speziell auf Sie zugeschnittene Auswahl von Tränenersatzmitteln, oder eine intensive Lidreinigung. Letztendlich wird eine Lidmassage angewendet, eine Abschlussuntersuchung durchgeführt und wir können Ihnen noch entsprechende Pflegeprodukte erklären und auftragen.

Wie läuft eine intravitreale operative Medikamenteneingabe ins Auge ab?2021-12-07T16:13:50+01:00

Die Injektion ist ein ambulanter Eingriff wird. Das bedeutet, der Patient kann danach wieder nach Hause.

In einem intensiven Vorgespräch mit dem Operateur wird unseren Patienten der anstehende Eingriff vorab genauestens erklärt und die Wahl der Mittel besprochen. Natürlich erhalten Sie die Gelegenheit, alle offenen Fragen zu klären.

Die Injektion selbst erfolgt unter Lokalanästhesie und ist in der Regel schmerzfrei und risikoarm. Innerhalb der darauffolgenden Tage erfolgt dann ein Kontrolltermin in unserer Praxis oder bei ihrem eigenen Augenarzt.

Wie können Nahrungsergänzungsmittel helfen?2021-12-07T16:10:35+01:00

Für unsere Augen sind vor allem die Vitamine A, E, D3, C und B von großer Bedeutung.

Vitamin A trägt zum Schutz der Netzhaut bei und kann die Wahrscheinlichkeit für altersbedingte Augenerkrankungen, wie zum Beispiel eine Makuladegeneration oder den Grauen Star, verringern. Vitamin E fängt freie Radikale ab, während die Vitamine D3 und C das Immunsystem in seiner Funktion unterstützen. Die B-Vitamine wiederum stärken unser Nervensystem.

Spurenelemente wie Zink oder Selen tragen zum Schutz der Zellen vor oxidativem Stress bei. Ein weiterer wichtiger Baustein für den körpereigenen Stoffwechsel stellen die Omega-3-Fettsäuren dar. Gerade wenn ein besonders hoher Bedarf an all diesen Komponenten besteht, wie zum Beispiel im Falle einer altersbedingten Makuladegeneration, kann eine ausreichende Versorgung mit Nahrungsergänzungsmitteln unterstützt werden. Für weitere Informationen siehe auch unter Nahrungsergänzungsmittel für das Auge.

Was ist der Unterschied zwischen trockener und feuchter AMD?2021-12-07T16:09:24+01:00

Bei der trockenen AMD, die langsamer voranschreitet, beginnt es meist mit Sehverschlechterung im Zentrum des Blickfeldes. Das Lesen fällt schwerer, Buchstaben schein zu verschwinden und man benötigt mehr Licht. Häufig erkennt der Patient andere Personen, die ihm entgegenkommen nicht mehr. Im fortgeschrittenen Stadium tritt ein dunkler Fleck in der Mitte des Sehfeldes auf. Hier sind bereits Sehzellen im Zentrum der Makula ganz ausgefallen.

Die feuchte AMD ist seltener, schreitet allerdings schnell voran. Erste Anzeichen sind meist, dass gerade Linien verbogen scheinen und ein verzerrtes Blickfeld entsteht. Zurückzuführen sind diese Eindrücke auf Schwellungen der Makula. Entwickelt sich die Erkrankung weiter, wird auch hier ein dunkler Fleck im Zentrum sichtbar, der sich ausdehnt.

Wie kommt es zur AMD?2021-12-07T16:08:54+01:00

Im Alter kann sich auch die Netzhaut verändern. Es entwickeln sich zum Beispiel durch Anhäufung von Stoffwechselprodukten kleine gelbliche Ablagerungen, sogenannte Drusen. Diese Veränderungen führen zu Störungen in der darunterliegenden Pigmentepithelschicht, sie dünnt immer mehr aus. Auch bilden sich die mit den Sehzellen verbundenen Blutgefäße zunächst immer weiter zurück, so dass in Folge die Sehzellen absterben. Später reagiert der Körper auf die Sauerstoffunterversorgung, in dem er neue Gefäße bildet.

Das klingt zunächst richtig, allerdings sind diese Blutgefäße kleiner und vor allem auch nicht so stabil. Blutungen, Schwellungen und Verwachsungen treten auf. Aus der trockenen AMD hat sich die feuchte AMD gebildet. Die Sehzellen sterben weiter ab und das führt wiederrum zu Vernarbungen auf der Netzhaut.

Welche Symptome hat man bei AMD?2021-12-07T16:08:25+01:00

Zu Beginn einer Makuladegeneration bemerkt man meist noch keine Einschränkungen im Sehvermögen, da häufig nur ein Auge betroffen ist und das gesunde Auge Sehverschlechterungen ausgleichen kann. Erst später fällt auf, dass Farben blasser erscheinen, die Sehschärfe nachlässt und Lesen immer schwieriger wird.

Welche Symptome hat man bei Grüner Star?2022-02-15T09:13:48+01:00

Die Glaukom-Erkrankung – auffällig unauffällig: Das Tückische im Falle z.B. eines Offenwinkelglaukoms ist seine Unauffälligkeit. Besonders in der Frühphase bemerken Betroffene meist keinerlei Symptome, da das zentrale Sehen zunächst nicht beeinträchtigt ist. Man muss sogar davon ausgehen, dass mehr als die Hälfte der Offenwinkelglaukome nicht bekannt sind. Die Ausfälle des Gesichtsfeldes beginnen vom Rand aus und werden häufig durch unser Gehirn zunächst kompensiert. Erst nach und nach weiten sich die Einschränkungen zur Blickmitte hin aus und es kommt zu ersten Beeinträchtigungen bei der Orientierung. In diesem Stadium sind allerdings bereits die Nervenzellen irreversibel geschädigt. Auch ein Facharzt kann lediglich das Fortschreiten der Erkrankung verhindern.

Anders verhält es sich bei einem Winkelblock oder auch Glaukomanfall genannt. Hier treten die Symptome plötzlich und heftig auf: starke Schmerzen, Rötung und Sehstörungen des betroffenen Auges. Begleiterscheinungen wie extreme Kopfschmerzen, Übelkeit und Erbrechen lassen betroffene Patienten zum Glück meist schnell einen Arzt aufsuchen, denn der Glaukomanfall ist ein medizinischer Notfall und nur ein rasches Eingreifen kann eine Erblindung verhindern.

Glaukom ohne erhöhten Augeninnendruck?2022-02-15T09:16:29+01:00

Als weitere Ursache für die Entwicklung eines Glaukoms wird eine mangelnde Durchblutung des Sehnervs vermutet. Patienten mit zu niedrigem Blutdruck, mit Schlafapnoe-Syndrom und/oder mit nächtlichen Blutdruckabfällen können am Glaukom erkranken, obwohl der Augeninnendruck im Normbereich liegt.

Inzwischen geht man davon aus, dass Normaldruckglaukome hierzulande fast die Hälfte aller primären Offenwinkelglaukome ausmachen. Die Nervenzellen werden nur unzureichend mit Sauerstoff sowie Nährstoffen versorgt und sterben in Folge ab. Auch Verletzungen, Entzündungen oder Gefäßerkrankungen  können ein Glaukom begünstigen.

Welche Glaukom-Arten gibt es?2022-02-15T09:17:27+01:00

So vielfältig wie die Ursachen eines Glaukoms, sind die Glaukom-Arten. Man unterscheidet grundsätzlich zwischen zwei Glaukom-Arten. Das primäre Glaukom tritt spontan und ohne spezielle Ursache auf. 90% der Glaukome sind Offenwinkelglaukome. Sie entstehen also, obwohl der Kammerwinkel offen ist, durch ein direktes Abflussproblem im Trabekelmaschenwerk. Das sekundäre Glaukom entsteht hingegen als Folge einer anderen Erkrankung, wie zum Beispiel Entzündungen im Auge, Gefäßwucherungen im Kammerwinkel bei einer schweren Diabeteserkrankung oder Netzhaut-Venenthrombose.

Auch können Augenerkrankungen wie Kurzsichtigkeit oder anatomische Veränderungen am Auge ein Glaukom begünstigen. Verletzungen am Auge, die zu einer Verkleinerung des Kammerwinkels führen, sind ebenfalls ursächlich für den Grünen Star zu nennen. Ein fortgeschrittener Grauer Star sorgt auch durch eine vergrößerte und unflexible Linse dafür, dass Kammerwasser nicht bzw. nur schlecht abfließen kann und daraufhin der Augeninnendruck ansteigt. Verschiedene Medikamente, wie z.B. Kortison, können ebenso ein Glaukom verursachen.

Wie genau entsteht nun aber ein Glaukom?2021-11-23T15:02:23+01:00

Die Ursache für ein Glaukom ist häufig ein zu hoher Augeninnendruck. Um zu verstehen, welche Faktoren den Augeninnendruck ansteigen lassen, schauen wir uns den Aufbau des Auges einmal genauer an.

Der Augapfel ist in drei Kammern eingeteilt: In die vordere und hintere Augenkammer und den Glaskörper. Während letzterer mit gallertartiger Masse gefüllt ist, fließt in den beiden Augenkammern Kammerwasser. Dieses Kammerwasser besteht unter anderem aus Proteinen, Zuckern und Elektrolyten. Seine Hauptaufgabe ist die Versorgung der Linse und der Hornhaut mit Nährstoffen. Außerdem wird es zur Stabilisierung des Auges benötigt. Kammerwasser wird fortlaufend vom sogenannten Ziliarkörper in der hinteren Augenkammer gebildet und strömt durch die Pupille in die vordere Augenkammer. Bei einem gesunden Auge kann es dort im Kammerwinkel, dem Winkel zwischen Iris und Hornhaut, ebenso kontinuierlich abfließen.

Ist dieser Abfluss aber gestört, kommt es zu einem Ungleichgewicht und das nicht abfließende Kammerwasser lässt den Augeninnendruck steigen. Sowohl in den beiden Augenkammern als auch im Glaskörper. Hierbei kommt es dann auch zu einem erhöhten Druck auf den Kopf des Sehnervs im Glaskörper. Der Sehnervkopf ist extrem empfindlich. Bei erhöhtem Druck werden die Fasern des Sehnervs zusammengequetscht und erste Ausfälle am Gesichtsfeldrand machen sich bemerkbar.

Unterschied zwischen Grauer und Grüner Star?2021-11-23T15:01:41+01:00

Eines nehmen wir mal am besten direkt vorweg: die beiden Erkrankungen Grauer und Grüner Star haben nicht viel gemein, wenn man davon absieht, dass es sich in beiden Fällen um Augenerkrankungen handelt. Beim Grauen Star, auch Katarakt genannt, handelt es sich um eine altersbedingte Eintrübung der Augenlinse, während der Grüne Star, Glaukom, eine Gruppe verschiedener Erkrankungen bezeichnet, die eine irreversible Schädigung von Nervenfasern des Sehnervs zur Folge haben.

Während die Namensgebung beim Grauen Star in vielerlei Hinsicht auf der Hand liegt (starrer Blick aus einer trüben, grauen Pupille und eine kontrastarme – also graue- Bildwahrnehmung), muss man beim Grünen Star von einer etwas verunglückten Übersetzung ausgehen.

Der Begriff Glaukom wurde ursprünglich von Aristoteles geprägt und bedeutet so viel wie „hell“, “leuchtend“ und „glänzend“, das Meer betreffend. Er leitete die Bezeichnung von der blau-grauen Verfärbung der Regenbogenhaut bei chronischen Entzündungen her. In Frankreich wurde im 16. Jhdt. daraus „grün“, da der Atlantik eher grünlich als bläulich wirkt. In den folgenden Jahrhunderten wurden die Begriffe “Glaukom” und “Grüner Star” immer mehr zu Synonymen.

Ursachen für ein zuckendes Auge?2021-11-23T13:42:56+01:00

Der Fachbegriff hierfür lautet Faszikulation. Unwillkürliche Bewegung sehr kleiner Muskelgruppen, zum Beispiel am Augenlid. Auslöser können Stress, Schlaf- oder Magnesiummangel sein.

Was ist eine altersbedingte Makuladegeneration (AMD)?2021-11-23T13:41:38+01:00

Die Makula (gelber Fleck) erzeugt die Bilder, die über den Sehnerv an unser Gehirn weitergeleitet werden. Wenn aufgrund einer Durchblutungsstörung diese Region geschädigt wird, kann es zu einer Herabsetzung der zentralen Sehschärfe kommen. Die Ursachen der Schädigung können u. a. das Alter, Diabetes, Bluthochdruck oder Prellung des Augapfels sein. Den Patienten kann (je nach Zustand der Netzhautmitte) geholfen werden. Wichtig ist ab dem 40. Lebensjahr eine regelmäßige Kontrolle beim Augenarzt.

Wie kann man selbst seine Augen schützen?2021-11-23T13:40:23+01:00

Im Alter lässt die Fähigkeit der Linse zur Akkomodation nach. Sie wird starr und auch die Muskeln verlieren an Elastizität. Somit trifft Alterssichtigkeit irgendwann jeden. Aber es gibt durchaus einiges, was unsere Augen schützt und die Sehkraft lange erhalten lässt.

Entspannung/Stressabbau

Stress schadet dem Körper und somit natürlich auch den Augen. Konkret bedeutet das zum Beispiel, dass Bluthochdruck auf Dauer die Gefäße schädigt. Die Netzhaut wird nicht mehr ausreichend über die Blutbahn mit Nährstoffen und Sauerstoff versorgt. Schlimmstenfalls kommt es zu einem Verschluss der Gefäße und damit zu einem Augeninfarkt. Auf der anderen Seite ist nachgewiesen, dass Entspannung z.B. durch autogenes Training oder regelmäßiges Ausdauertraining den Augeninnendruck senkt und damit das Risiko einer Glaukom-Erkrankung minimiert.

Ausreichender Schlaf

Im Schlaf können sich unsere Augen von der Anstrengung eines stressigen Tages erholen. Sie ruhen, müssen keine Reize verarbeiten und weiterleiten. Auch sie brauchen diese wertvollen Stunden der absoluten Ruhe, um den Aufgaben des folgenden Tages gewappnet zu sein.

Eine ausgewogene Ernährung

Es gibt bestimmte Gemüsesorten, die von Natur aus viel Lutein und Zeaxanthin enthalten, wie zum Beispiel Spinat, Erbsen und Grünkohl. Und da die Netzhaut unter anderem aus Lutein und Zeaxanthin besteht, vermutet man eine gewisse Schutzwirkung für die Makula und geht davon aus, dass zum Beispiel Altersbedingte Makuladegeneration damit vorgebeugt werden kann. Der Körper kann diese Stoffe nicht selbst herstellen, sondern muss diese wie auch die wichtigen Omega-3-Fettsäuren, die in Fisch enthalten sind, über die Nahrung aufnehmen. Zwar ist es nicht möglich, eine bereits vorhandene Sehschwäche, sei es nun Kurz- oder Weitsichtigkeit mit entsprechender Ernährung oder gar durch die Aufnahme von Nahrungsergänzungsmitteln zu behandeln, aber eine ausgewogene und vitaminreiche Ernährung hilft auch den Augen, weiterhin Höchstleistung zu vollbringen.

Alkohol meiden

Hin und wieder ein Glas Wein oder Bier schadet den Augen sicherlich nicht. Ein Problem ist aber der regelmäßige Alkoholkonsum, vor allem von hochprozentigen Getränken. Alkohol wirkt dehydrierend und das hat auch Auswirkungen auf unsere Augen. Sie trocknen aus, sind gerötet und gereizt. Außerdem steigt das Risiko für eine Linsentrübung (Grauer Star) und Makuladegeneration durch übermäßigen Alkoholgenuss. Der alkoholbedingte Nährstoffmangel kann darüber hinaus die Sehkraft direkt schädigen.

Rauchen lässt Augen vorzeitig altern

Nikotinkonsum schädigt auf vielfältige Weise unseren Augen. So wird zum Beispiel der Tränenfilm gestört und damit das Sicca-Syndrom (Trockenes Auge) begünstigt. Der Augeninnendruck steigt bei Rauchern an und sie leiden häufig unter auftretende Blutungen am Rand des Sehnervenkopfs. Beides führt zu Einschränkungen im Gesichtsfeld.

Damit haben wir uns jetzt noch nicht den Giftstoffen gewidmet, die beim Rauchen freigesetzt werden. Diese schädigen unmittelbar die Nervenzellen der Retina. Raucher haben ein erheblich höheres Risiko an AMD zu erkranken als Nichtraucher. Außerdem ist bekannt, dass Rauchen Gefäßwände verdickt. Infolgedessen kann Blut nicht mehr in ausreichender Menge transportiert werden. Das betrifft natürlich auch die Blutgefäße der Netzhaut, so dass die empfindlichen Nervenzellen dort nicht mehr mit Nähstoffen versorgt werden können. Sie sterben ab.

Durch die Anreicherung von Kupfer, Blei und Cadmium trüben sich die Linsen bei Rauchern eher. Damit steigt die Gefahr an Grauem Star zu erkranken.

Also viele gute Gründe, mit dem Rauchen aufzuhören. Und die gute Nachricht: Damit gibt man seinen Augen eine Chance, sich wieder zu erholen. Denn nach ca. 10 rauchfreien Jahren hat sich das Risiko, an AMD zu erkranken, wieder verringert.

Regelmäßige Pausen bei der Bildschirmarbeit

Unsere Augen sind durch ständiges Starren auf den Monitor gereizt, fühlen sich müde und trocken an. Das sogenannte Office-Eye-Syndrom ist eine häufige Begleiterscheinung von intensiver Telearbeit. Wenn wir gebannt auf den Monitor blicken, blinzeln wir deutlich weniger, als nötig wäre, um den Tränenfilm zu erneuern und gleichmäßig mit jedem Lidschlag auf unserer Augenoberfläche zu verteilen. Unsere Augen brauchen hin und wieder eine kleine Erholungspause. Dazu reicht es schon, einfach mal den Blick schweifen zu lassen, aus dem Fenster oder auch einfach nur durch den Raum. Ein gesundes Raumklima und gezielte Blinzelübungen helfen gestressten Augen ebenfalls.

Ein ganz anderes Risiko verbirgt sich im blauen Licht der Computer Monitore und Displays. LED-Licht steht im Verdacht, den Sinneszellen der Netzhaut zu schaden und beispielsweise Altersbedingte Makuladegeneration zu begünstigen. Bei den meisten Geräten kann man den Blaulichtanteil herunterregeln, indem man zum Beispiel den Nachtmodus im Gerät aktiviert oder zumindest die Lichtintensität drosselt. Spezielle Apps können hier weiterhelfen. Wer berufsbedingt viel am Bildschirm arbeitet, kann zu einer speziellen Brille mit Gelbtönung greifen, die den Blaulichtanteil herausfiltert.

Sonnenschutz auch für die Augen nicht vergessen

Nicht nur unsere Haut kann durch Sonnenlicht angegriffen werden. Auch unsere Augen können auf vielfältige Weise Schaden nehmen, werden sie ungeschützt UV-Strahlen ausgesetzt. So wie wir unsere Haut mithilfe von Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor schützen, brauchen unsere Augen Sonnenbrillen, die entsprechend ihres Schutzfaktors gekennzeichnet sind. Hierbei sollte man unbedingt auf die Kennzeichnung “UV 400” oder “100% UV-Schutz” achten. Und nur bei Brillen aus dem Fachhandel ist sichergestellt, dass die Kennzeichen nicht gefälscht sind.

Regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen

Spätestens ab dem 40. Lebensjahr, bei familiärer Vorbelastung auch früher, sollte man regelmäßig den Augenarzt zur Vorsorge aufsuchen. Denn viele Erkrankungen, wie zum Beispiel Altersbedingte Makuladegeneration (AMD) oder Glaukom (Grüner Star) beginnen schleichend und zeigen kaum Symptome. Beide Erkrankungen sind bei frühzeitiger Diagnose aber gut therapierbar.

Wir können vielleicht das Altern nicht aufhalten, haben aber dennoch viele Möglichkeiten, unsere Augen und damit unsere Sehkraft zu schützen. Damit wir länger besser sehen.

Quelle: Bundesverband der Augenärzte Deutschlands e.V.

Die Augenoberfläche als Eintrittsstelle für Corona-Viren?2021-11-23T13:37:30+01:00

Die Zahl der COVID-19-Patienten steigt zurzeit erneut rasant an und immer wieder wird die Frage diskutiert, wo die Gefahren einer möglichen Ansteckung mit SARS-CoV-2 lauern. Wie schützen wir uns effektiv und welche Rolle spielen unsere Bindehäute als Eintrittspforte für das Virus? Diese Fragen beschäftigten auch die Teilnehmer der diesjährigen virtuellen Jahrestagung der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft (DOG).

Alle Daten weisen momentan nicht darauf hin, dass eine Infektion über unsere Augenoberfläche eine große Rolle spielt. Einer Studie zur Folge weisen nur 3% der Infizierten eine Bindehautentzündung auf. Bei histologischen Untersuchungen ergaben sich allerdings keine Anzeichen für das Vorkommen oder die Replikation von SARS-CoV-2. Somit ist wahrscheinlich eher davon auszugehen, dass die Konjunktivitis auf andere Ursachen im Zusammenhang mit der Covid-19-Erkrankung zurückzuführen ist.

Aber wir dürfen nicht vergessen, grundsätzlich ist es durchaus vorstellbar, dass Aerosole den Weg über den Tränenfilm der Augenoberfläche und die ableitenden Tränenkanäle in die Nase finden. Ob auch eine Berührung mit kontaminierten Handflächen bzw. Fingern eine Rolle spielen könnte, ist ebenfalls nicht vollständig geklärt. Somit ist zumindest dem medizinischen Personal dringend empfohlen bei engem Kontakt mit infizierten Personen auch die Augen zu schützen. Für alle anderen gilt nach wie vor die A-H-A-Regel: Alltagsmaske auf, Abstand halten und regelmäßig Hände waschen!

Quelle: Ärztezeitung: Corona-Ansteckung wohl nicht übers Auge

Zusammenhang zwischen Normaldruckglaukom und Demenz?2021-11-23T13:36:24+01:00

Ein Glaukom, auch Grüner Star genannt, kann viele Ursachen haben. Meist entstehen Glaukome im Zusammenhang mit erhöhtem Augeninnendruck. Aber es gibt auch sogenannte Normaldruckglaukome, die immer wieder Rätsel aufgeben.

Hier liegt eine Sehnervkopf-Schädigung vor, obwohl der Augeninnendruck im Normbereich liegt. Vermutlich entstehen Normaldruckglaukome aufgrund von Durchblutungsstörungen, die zu Sauer- und Nährstoffminderversorgung der Sinneszellen im Auge führen und durch niedrigen Blutdruck begünstigt werden. Auch eine Verbindung zwischen Mutationen an zwei Genen und der Entstehung eines Normaldruckglaukoms scheint wahrscheinlich.

Beide Genmutationen stehen ebenfalls im Zusammenhang mit der Entwicklung von Demenz. Seit einiger Zeit wird daher bereits die Frage diskutiert, ob ein Normaldruckglaukom mit Demenz korreliert. Ein Forscherteam aus Australien legte nun in einer Studie dar, dass Patienten mit Normaldruckglaukom tatsächlich häufiger kognitive Störungen aufweisen. Allerdings dient der hierzu durchgeführte Kurztest, aufgrund seiner Durchführung am Telefon, lediglich als weiterer Hinweis, dieser Theorie auch zukünftig nachzugehen, nicht aber als Beweis. Hierzu müssen eine umfangreichere Diagnostik und weitere Studien zugrunde gelegt werden.

 

Helfen selbstgemachte Augenmasken?2021-11-23T13:31:40+01:00

Auch unsere empfindliche Augenpartie freut sich über ein paar Extra-Streicheleinheiten und ein kleines Beautyprogramm. Gerade dann, wenn wir den ganzen Tag auf Monitore starren. Wie wäre es z.B. mit einer „Ruck-Zuck-Augenmaske“, selbst hergestellt in der heimischen Küche?

Schwarzer Tee lässt Schwellungen verschwinden

Die Teebeutel können auch nach dem Aufbrühen wertvolle Dienste leisten. Einfach ein bisschen abkühlen lassen und die noch lauwarmen Beutel auf die geschlossenen Lider legen. Das Koffein im Tee wirkt vitalisierend und entwässernd. Die Augenpartie schwillt ab und sieht wieder frischer aus.

Gurkenmaske erfrischt müde Augen

Ein weiterer Frische-Tipp, sind dünne (gekühlte) Gurkenscheiben, die wir uns für ca. 15 min. auf die geschlossenen Augen legen können. Kartoffelscheiben haben ebenfalls eine kühlende und glättende Wirkung auf die zarte Haut rund ums Auge.

Dem Beauty-Programm steht also nichts mehr im Wege. Gönnen wir unserer Augenpartie doch eine Obst- und Gemüsekur.

Droht nach der Pandemie eine Quarantäne-Kurzsichtigkeit bei Kindern?2021-11-23T13:31:53+01:00

DES bei Kindern und Jugendlichen

Schon lange vor Corona und Distanzunterricht warnten Kinder-und Augenärzte eindringlich vor allzu langer Bildschirmzeit bei Kindern; denn seit die Nutzung von Smartphones und Tablets stetig steigt, nimmt auch die Anzahl der Kurzsichtigen weiter zu. Der ständige Blick auf Monitore und Displays setzt unsere Augen unter Dauerstress, im englischsprachigen Raum auch als „Digital Eye Strain“ (DES) bezeichnet. Immer häufiger klagen Kinder und Jugendliche daher über Kopfschmerzen, Augenbrennen und Verschwommen- oder Doppelsehen in Verbindung mit trockenen Augen.

Der Augapfel passt sich an

Schon seit längerem ist bekannt, dass sich das Auge an unsere Sehgewohnheiten anpasst. Fokussieren wir unseren Blick immer wieder über einen längeren Zeitraum auf Objekte in der Nähe, wächst der Augapfel und die Linse dehnt sich. Infolgedessen verschiebt sich der Brennpunkt. Die Abbildung entsteht vor der Netzhaut und der Blick in die Ferne wird unscharf. Besonders ausgeprägt ist diese Anpassung bei Kindern und Jugendlichen, da das Auge erst zum Ende der Pubertät hin ausgewachsen ist. Aber auch im Erwachsenenalter geht die Fähigkeit zur Adaption nicht ganz verloren.

Tageslicht als “Gegenmittel”

Verstärkend kommt hinzu, dass Kinder und Jugendliche, in Zeiten von Homeschooling und Distanzunterricht kaum noch an Outdoor-Aktivitäten teilnehmen. Es ist aber bewiesen, dass Tageslicht das Wachstum des Augapfels hemmt und damit dem negativen Effekt von Handynutzung entgegenwirken kann. Das Risiko kurzsichtig zu werden halbiert sich, wenn Kinder regelmäßig mindestens 80 Minuten ihrer Zeit im Freien verbringen. Da Kurzsichtigkeit bleibt und in Folge zu anderen Erkrankungen, wie Netzhautablösung oder Makuladegeneration führen kann, ist Vorbeugung immens wichtig. Kinder sollten gerade in der momentanen Situation mindestens eine Stunde täglich draußen spielen, empfehlen Augenärzte. Sie sehen Eltern hier in der Pflicht, Bildschirmpausen außerhalb der Homeschooling-Phase konsequent durchzusetzen und Kinder dazu zu ermuntern, sich im Freien zu bewegen.

Vielleicht gemeinsam eine kleine Radtour oder einen Spaziergang nach Feierabend planen. Schließlich benötigen alle eine Auszeit vom anstrengenden (Bildschirm-) Tag.

Augenringe – nur ein kosmetisches Problem?2021-11-23T13:31:59+01:00

Augenringe sehen unschön aus und lassen uns schnell abgespannt und müde wirken. Aber deuten sie tatsächlich immer auf Krankheiten hin und weshalb neigen einige Menschen eher zu dunklen Schatten unter den Augen als andere. Es gibt unterschiedliche Ursachen für Augenringe und einiges, was vorbeugend dagegen unternommen werden kann.

Ursachen

Dunkle Augenringen entstehen aus den verschiedensten Gründen. Meist sind sie harmlos und einfach auf Schlafmangel und Stress zurückzuführen. Die Haut um unsere Augen herum ist sehr zart und dünn, daher scheinen Blutgefäße schneller durch. Sauerstoffarmes Blut ist außerdem noch dunkler als mit Sauerstoff angereichertes Blut. Im Schlaf ist auch die Arbeit des Lymphsystems reduziert, was wiederrum dazu führt, dass sich Blutgefäße weiten und sich Flüssigkeiten ansammeln. Steht man also morgens nach einer kurzen Nacht auf, kommen noch Schwellungen unter den Augen zu den geweiteten und durchscheinenden dunklen Blutgefäßen hinzu. Die typischen unschönen dunklen Augenringe sind sichtbar. Allerdings stellt man manchmal fest, dass andere Menschen grundsätzlich weniger damit zu kämpfen haben als man selbst. Die Neigung zu Augenringe ist eben auch genetisch bedingt. Bei einigen Hauttypen ist die Pigmentierung im Augenbereich deutlich stärker ausgeprägt, egal wieviel Schlaf sie bekommen.

Es gibt darüber hinaus auch einige ernste Erkrankungen, auf die Augenringe aufmerksam machen sollten. Dazu zählen zum Beispiel Herz-Kreislauf-Beschwerden oder auch Beeinträchtigungen der Niere oder Leber. In all diesen Fällen ist das Lymphsystem gestört und kann Körperflüssigkeiten nicht mehr ausreichend abtransportieren. Im Augenbereich zeigen sich Flüssigkeitsansammlungen zuerst, da hier die Haut sehr dünn ist. Wenn sich also untypischerweise dunkle Schatten unter den Augen zeigen, für die keine Erklärungen erkennbar sind, sollte man in jedem Fall einen Arzt zu Rate ziehen.

Vorbeugung

Um dunkle Augenringe erst gar nicht entstehen zu lassen, kann einiges getan werden. Meist reicht schon eine gesunde Lebensweise völlig aus. Achten Sie auf eine ausgewogene Ernährung. Auf Alkohol und Nikotin sollte verzichtet werden, da beides die Hautalterung vorantreibt. Viel Bewegung an der frischen Luft, reduziert nicht nur den Stress, die Sauerstoffzufuhr lässt unsere Haut förmlich strahlen: sauerstoffreiches Blut ist heller und die bessere Durchblutung durch den angeregten Kreislauf lässt Blutgefäße abschwellen. Ausreichender Schlaf, mindestens sieben Stunden pro Nacht sollte zum Pflichtprogramm gehören, um uns mit zusätzlicher Energie auszustatten. Die Flüssigkeitsversorgung ist auch für unsere Haut besonders wichtig. Wenn wir mindestens zwei Liter pro Tag trinken, regen wir damit auch den Lymphfluss an und die Haut trocknet nicht aus. Gute Sonnenbrille tragen mit hohem UV Schutz dazu bei, die Hautalterung zu vermeiden. Am Abend sollte man sich in jedem Fall sanft abschminken und anschließend die empfindliche Augenpartie mit Nachtcreme verwöhnen. Wenn dazu noch hochwertige Pflegeprodukte verwendet werden, wird unsere Haut es uns danken.

Sollten all diese vorbeugenden Maßnahmen nicht greifen, oder wir doch mal über die Stränge geschlagen haben, gibt es zum Glück als Ersthilfe noch Concealer und Make-Up, um störende Augenringe kurzfristig zu überschminken.

Fazit

Dunkle Schatten unter den Augen sind meist nur ein kosmetisches Problem, dem leicht durch eine gesunde Lebensweise mit ausreichendem Schlaf vorgebeugt werden kann. Manchmal verbergen sich hinter Augenringen aber auch ernsthafte Erkrankungen, z.B. des Herz-Kreislauf-Systems. Treten Augenschatten häufiger auf und lassen sich nicht durch zu wenig Ruhe oder Stress erklären, sollte man auf jeden Fall einen Arzt aufsuchen.

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