Intensive Licht-Puls-Therapie (IPL)

Bei Meibom-Drüsen-Dysfunktion

Das Trockene Auge (Sicca Syndrom) ist eine Volkskrankheit. Wie viele Menschen am Sicca Syndrom leiden, ist nicht verlässlich zu belegen, da viele Patienten mit den typischen Symptomen, wie Brennen, Fremdkörpergefühl und Lidrandentzündung keinen Facharzt aufsuchen. Bekannt ist aber, dass immerhin 30% aller Patienten einer Augenarztpraxis von dieser Erkrankung im Laufe ihres Lebens betroffen sind. Zu 90% ist ein instabiler Tränenfilm, hervorgerufen durch eine Meibom-Drüsen-Dysfunktion (MDD), Ursache des Sicca-Syndroms. Ungefähr 50 dieser lipidproduzierenden Drüsen gibt es pro Auge am Lidrand. Die Meibom-Drüsen stellen ein, bei Körpertemperatur, dünnflüssiges und klares Lipid her, das ein Verdunsten des Tränenfilms verhindert und für dessen Stabilität sorgt. Eine Dysfunktion der Meibom-Drüsen führt zum frühzeitigen „Aufreißen“ des Tränenfilms. Ausgelöst wird die MDD meist durch ein verhärtetes Lipid und dadurch verstopfte Drüsen. Verantwortlich können zum Beispiel Infektionen mit Bakterien sein. Mögliche Therapien sind zunächst konsequente Lidpflege und Einsatz künstlicher Tränen. Diese Therapien können aber nur zum Erfolg führen, wenn sie über einen längeren Zeitraum (Monate) mehrmals täglich durchgeführt werden. Somit stellen sich sowohl die professionelle Lidpflege als auch die Tropfentherapie als sehr zeitaufwändig und kostenintensiv dar. Und leider müssen wir immer wieder feststellen, dass trotz aller Bemühungen kein Erfolg erzielt werden konnte.

 

IPL-Therapie als neue Alternative

Hier rückt jetzt die neuere IPL-Therapie in den Fokus. Dabei handelt es sich um eine Intensive Licht-Puls-Therapie (Intense Pulsed Light), die bereits seit Jahren in der Dermatologie z. B. bei Pigmentstörungen, Akne und Besenreiser Anwendung findet. Vor über 15 Jahren wurde sie erstmals auch bei Meibom-Drüsen-Dysfunktion angewendet und führt bei 77% respektive 89% der Patienten zu einer Verbesserung der Symptome des Trockenen Auges.

 

Wie genau aber wirkt diese Lichttherapie?

Der zu behandelnde Patient liegt bequem auf einem Stuhl und bekommt während der Sitzung eine Schutzbrille, um die empfindliche Hornhaut vor der Strahlung zu schützen. Dann wird ein spezifisches Hydrogel auf das Unterlid aufgetragen und jedes Lid wird mit 5 Lichtstößen behandelt.

Die Lichtenergie gelangt mittels einer Xenon-Lichtquelle direkt in die betroffenen Hautschichten. Die hierdurch erzeugte Hitze wirkt direkt am Lidrand und damit an den verstopften Drüsen. Sie zerstört abnorme Blutgefäße und tötet Bakterien und Milben ab, die zusätzlich für Lidrandentzündungen verantwortlich sind. Durch die höhere Durchblutung und Erwärmung des Gewebes werden Heilungsprozesse gefördert und die Lidranddrüsen werden wieder zur normalen Funktion angeregt.

Es finden aber keine Hitzereaktionen auf der Hautoberfläche statt. Die Therapie ist also vollkommen schmerzfrei und führt nicht zu Rötungen oder Reizung der Haut.

Im Regelfall sind 3 – 4 Sitzungen nötig, die aber nur wenige Minuten dauern.

Eine Kostenübernahme durch die Krankenkassen gibt es leider, wie so häufig bei neueren Verfahren, nicht. Sollten Sie sich für diese neue und erfolgsversprechende Methode interessieren, vereinbaren Sie einen Termin zur genaueren Beratung und Diagnostik in unserem Augenzentrum. Das Team steht Ihnen gerne für Fragen zur Verfügung.

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