Intravitreale operative Medikamenteneingabe (IVOM)

von VEGF-Hemmern zur Behandlung von AMD

Bilder mit freundlicher Genehmigung der Eyeland Design Network GmbH unterstützt durch die Bayer Vital GmbH

 

 

⇒Entwicklung der AMD
⇒Ablauf der Injektionen
⇒Risiken
⇒Fazit

 

Wie kommt es zur Altersbedingten Makuladegeneration (AMD)?

Im Alter kann sich auch die Netzhaut verändern. Problematisch sind mit steigendem Alter Durchblutungsstörungen des Auges. Diese werden durch allgemeine altersbedingte Veränderungen, wie Blutdruckschwankungen oder Gefäßablagerungen verursacht. Es entwickeln sich zum Beispiel durch Anhäufung von Stoffwechselprodukten kleine gelbliche Ablagerungen, sogenannte Drusen. Diese Veränderungen führen zu Störungen in der darunterliegenden Pigmentepithelschicht, sie dünnt immer mehr aus und die Funktionalität wird immer schlechter. Auch bilden sich die mit den Sehzellen verbundenen Blutgefäße zunächst immer weiter zurück, so dass in Folge die Sehzellen absterben. Später reagiert der Körper auf die Sauerstoffunterversorgung, indem er neue Gefäße bildet. Das klingt zunächst richtig, allerdings sind diese Blutgefäße kleiner und vor allem auch nicht so stabil. Blutungen, Schwellungen und Verwachsungen treten auf. Aus der trockenen AMD hat sich die feuchte AMD gebildet. Die Sehzellen sterben weiter ab und das führt wiederrum zu Vernarbungen auf der Netzhaut.

Die feuchte AMD kann durch Injektionen von VEGF-Antagonisten ins Augeninnere, die das Wachstum der Blutgefäße hemmen und somit ein weiteres Fortschreiten der Altersbedingten Makuladegeneration eindämmen, behandelt werden. VEGF (Vascular Endothelial Growth Factor) ist ein Botenstoff, der das Wachstum neuer Gefäße anregt. Bei Patienten mit feuchter AMD ist dieser Botenstoff überaktiv. Wird dieser also gehemmt, wachsen keine instabilen, neuen Gefäße mehr in die Netzhautmitte.  Darüber hinaus werden brüchige Gefäße abgedichtet und krankhafte Ödeme bilden sich zurück. Im besten Fall kann die AMD also nicht nur aufgehalten, sondern das Sehvermögen sogar verbessert werden. Allerdings sind wiederholte Injektionen mit VEGF-Hemmern und häufige Kontrolltermine  nötig, um diese Erfolge zu erzielen.

 

Ablauf der Injektionen

Die Injektion direkt ins Augeninnere ist ein minimal-invasiver Eingriff, der als ambulante Operation durchgeführt wird. Das bedeutet, der Patient kann danach wieder nach Hause und muss nicht stationär aufgenommen werden.

In einem intensiven Vorgespräch mit dem Operateur wird unseren Patienten der anstehende Eingriff vorab genauestens erklärt und die Wahl der Mittel besprochen. Natürlich werden Sie auch über mögliche Risiken aufgeklärt und erhalten die Gelegenheit, alle offenen Fragen zu klären.

Die Injektion selbst erfolgt unter OP-Bedingungen mit strengen Hygienevorschriften, um das Infektionsrisiko so gering wie möglich zu halten. Die Haut um das zu behandelnde Auge wird mit Povidon-Jod behandelt, damit alle Keime abgetötet werden und der Rest des Gesichts wird mit einem sterilen Tuch abgedeckt. Das betroffene Auge wird mit Augentropfen örtlich betäubt und mit einem  Lidsperrer versehen, um unwillkürliches Blinzeln zu unterbinden. Dann erfolgt die Injektion mit einer hauchdünnen Kanüle durch die Lederhaut in den Glaskörper des Auges. Die Spritze wird in etwa vier Millimeter Abstand zum Rand der Iris eingeführt und ins Augeninnere bis zur Mitte des Glaskörpers geführt.

Innerhalb der darauffolgenden Tage erfolgt dann ein Kontrolltermin in unserem Augenzentrum oder bei ihrem Hausaugenarzt.

Eine leichte Rötung der Lederhaut oder erhöhte Blendempfindlichkeit am Tag der Behandlung oder auch nach ein bis zwei Tage nach dem Eingriff sind normal und müssen nicht beunruhigen. Sollten aber Beschwerden, wie Lichtblitze, plötzlicher Sehverlust oder Schmerzen aufkommen, sollte der Patient sofort in unserer Praxis oder einer Augenklinik vorstellig werden.

 

Risiken einer intravitrealen Injektion

Im Allgemeinen ist dieser ambulante Eingriff gut verträglich und sehr risikoarm. Nur in weniger als 1% aller Eingriffe kommt es zu Komplikationen, die meist aber problemlos und ohne dauerhafte Schäden abheilen. Die größten und schwerwiegendsten Risiken sind Entzündungen oder Netzhautablösung. Daher sind engmaschige Kontrollen wichtig und müssen wahrgenommen werden, egal, wie lästig die Kontrolltermine vielleicht erscheinen mögen.

 

Fazit

Mit Hilfe einer intravitrealen Injektion von VEGF-Hemmern lässt sich eine AMD zumindest eindämmen und eventuell das Sehvermögen sogar verbessern. Wichtig sind ein erfahrener Operateur und ein eingespieltes OP-Team – Gegebenheiten, die bei Augenblick Rheinland selbstverständlich sind. Wir führen diesen Eingriff bis zu 300-mal im Monat in unserem MVZ durch. Damit können Sie sich als Patient sicher und gut aufgehoben fühlen.

 

 

Quelle

Berufsverband der Augenärzte Deutschlands e.V.

 

SIE WOLLEN DAS BESTE FÜR IHRE AUGEN. WIR AUCH.

Augenblick Rheinland   |   Kölntorpassage   |   Kölnstr. 41-43   |   50321 Brühl   |   sehen@augenblick-rheinland.de