Glaukom (Grüner Star)

Ein Glaukom, auch Grüner Star genannt, ist eine Schädigung des Sehnervs und kann unbehandelt zur Erblindung führen. Hervorgerufen wird diese Augenerkrankung durch erhöhten Augeninnendruck.

In dem nachfolgenden Artikel erläutern wir Ihnen die verschiedenen Glaukom-Arten und informieren Sie über Ursachen, Risikofaktoren und Therapiemöglichkeiten.

 

Ursachen

Wie genau entsteht nun aber ein Glaukom?

Der Augapfel ist in drei Kammern eingeteilt: In die vordere und hintere Augenkammer und den Glaskörper. Während letzterer mit gallertartiger Masse gefüllt ist, fließt in den beiden Augenkammern Kammerwasser. Dieses Kammerwasser besteht unter anderem aus Proteinen, Zuckern und Elektrolyten. Seine Hauptaufgabe ist die Versorgung der Linse und der Hornhaut mit Nährstoffen. Außerdem wird es zur Stabilisierung des Auges benötigt. Kammerwasser wird fortlaufend in der hinteren Augenkammer gebildet und gelangt durch eine Öffnung in die vordere Augenkammer. Bei einem gesunden Auge kann es dort im Kammerwinkel, dem Winkel zwischen Iris und Hornhaut, ebenso kontinuierlich abfließen. Ist dieser Abfluss aber gestört, kommt es zu einem Ungleichgewicht und das nicht abfließende Kammerwasser lässt den Augeninnendruck steigen. Sowohl in den beiden Augenkammern als auch im Glaskörper. Hierbei kommt es dann auch zu einem erhöhten Druck auf den Kopf des Sehnervs im Glaskörper. Der Sehnervkopf ist extrem empfindlich. Bei erhöhtem Druck werden die Fasern des Sehnervs zusammengequetscht und erste Ausfälle am Gesichtsfeldrand machen sich bemerkbar. Das Gesichtsfeld wird immer weiter eingeschränkt. Da diese Erkrankung meist keine Schmerzen verursacht, suchen Patienten oft erst spät einen Arzt auf.

 

Glaukom-Arten

Man unterscheidet grundsätzlich zwischen zwei Glaukom-Arten. Das primäre Glaukom tritt spontan und ohne spezielle Ursache auf. 90% der Glaukome sind Offenwinkelglaukome. Sie entstehen also, obwohl der Kammerwinkel offen ist, durch ein direktes Abflussproblem im Kammerwinkel. Das sekundäre Glaukom entsteht hingegen als Folge einer anderen Erkrankung, wie zum Beispiel Arteriosklerose, Diabetes mellitus, Blutdruckerniedrigung (Hypotonie) und Blutdruckerhöhung (Hypertonie). Auch können Augenerkrankungen wie Kurzsichtigkeit oder anatomische Veränderungen am Auge ein Glaukom begünstigen. Verletzungen am Auge, die zu einer Verkleinerung der Winkelkammer führen, sind ebenfalls ursächlich für den Grünen Star zu nennen. Ein fortgeschrittener Grauer Star sorgt auch durch eine vergrößerte und unflexible Linse dafür, dass Kammerwasser nicht bzw. nur schlecht abfließen kann und daraufhin der Augeninnendruck ansteigt. Verschiedene Medikamente können ebenso ein Glaukom verursachen.

Der Grüne Star ist ein schleichender Prozess, der meist im Alter auftritt. Die Gesichtsfeldeinengung wird zunächst nicht wahrgenommen, da unser Gehirn kleinere Ausfälle kompensieren kann.

 

Risikofaktoren

Jeder kann am Glaukom erkranken. Ab dem 40. Lebensjahr steigt das Risiko an, vor allem, wenn es einen nahen Verwandten mit dieser Erkrankung in der Familie gibt; denn erbliche Faktoren können eine Rolle spielen.

 

Diagnostik und Therapie

Symptome, wie zum Beispiel Sehminderung durch Einengen des Gesichtsfeldes, treten beim Grünen Star erst spät auf. Bereits aufgetretene Sehstörungen können leider nicht mehr behoben werden. Unsere Fachärzte können aber ein Fortschreiten verhindern. Daher ist die Früherkennung ab 40 Jahren beim Glaukom sehr wichtig.

Der Augeninnendruck sollte dann alle ein bis maximal zwei Jahre kontrolliert werden.

Außerdem können wir bei Augenblick Rheinland, mittels Spiegelung des Augenhintergrunds, durch die Pupille hindurch den Sehnervkopf beurteilen. Bei mutmaßlichem Glaukom wird des Weiteren das Gesichtsfeld überprüft. Um den Sehnervkopf dreidimensional zu erfassen und Veränderungen der Sehnervenfasern frühzeitig zu erkennen und gegebenenfalls den Verlauf der Erkrankung zu dokumentieren, stehen uns bei Augenblick Rheinland verschiedene Untersuchungsmethoden der Lasertechnologie zur Verfügung (HRT und OCT).

Der Grüne Star ist in der Regel gut mit Medikamenten zu behandeln. Wichtig ist, dass die verordneten Augentropfen korrekt und regelmäßig eingenommen werden, um erfolgreich den Augeninnendruck zu senken. Sollte eine medikamentöse Therapie nicht ausreichen, können wir operativ mittels Laserbehandlung eingreifen, um den Abfluss des Kammerwassers zu erleichtern.

Bei sekundärem Glaukom ist eine etwas komplexere Behandlung nötig, da unser Team zunächst die genaue Ursache ermitteln muss.

 

Fazit

Egal, ob ein primäres oder sekundäres Glaukom vorliegt, wichtig ist und bleibt die Früherkennung. Damit der Grüne Star bereits im Frühstadium erkannt und behandelt werden kann. Im besten Falle kommt es dann erst gar nicht zu einer Verminderung der Sehfähigkeit.

Sollten Sie weitere Fragen haben, zögern Sie nicht, uns anzusprechen.

Ein kleiner Fim von der gemeinschaftlichen Aktion "Woche des Sehens" zeigt, wie Patienten, die am Grünen Star erkrankt sind, Ihre Umwelt wahrnehmen.

Sie wollen das Beste für Ihr Auge. Wir auch.

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