Farbenblindheit

 

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Formen der Farbenblindheit

Man unterscheidet verschiedene Ausprägungen der Farbenblindheit bzw. Farbenschwäche, der alle eine Störung bestimmter Fotorezeptoren in der Netzhaut zu Grunde liegen.

Meist handelt es sich um eine Erbkrankheit der Retina. Sie kann aber auch als Folge anderer Erkrankungen, wie zum Beispiel Katarakt oder Makuladegeneration auftreten.

Die häufigste Form der Farbenschwäche ist eine Störung der Rot-Grün-Wahrnehmung. Hier liegt der Gendefekt auf dem X-Chromosom. Anders als Frauen haben Männer nur ein X-Chromosom und können den Fehler daher nicht ausgleichen. Die Erkrankung bricht bei ihnen aus. Ungefähr 5-9% der männlichen Bevölkerung in Deutschland leidet an einer solchen Rot-Grün-Farbschwäche.

Die völlige Farbenblindheit, lateinisch auch "Achromatopsie" oder "Achromasie" genannt, ist seltener und wird sowohl an Töchter als auch Söhne weitergegeben.

 

Ursachen

Für das Farbensehen sind bestimmte Fotorezeptoren in der Netzhaut verantwortlich, die Zapfen.  Es gibt drei Typen Zapfen für jeweils eine Farbe (blau, grün und rot). Alle anderen Farben ergeben sich durch Mischung dieser drei Wahrnehmungen.

Bei Farbenblindheit sind diese Zapfen defekt oder nicht vorhanden. Die bereits erwähnte Rot-Grün-Störung gibt es in verschiedenen Ausprägungen. Von einer Rot-Grün-Schwäche spricht man, wenn Betroffene zwischen rot und grün nicht richtig unterscheiden können. Alle drei Zapfentypen sind hier vorhanden, funktionieren nur fehlerhaft. Anders verhält es sich bei der Rot-Grün-Blindheit. Hier ist der Zapfen-Typ für rot oder grün gar nicht erst vorhanden. Patienten können also nur zwei von drei Farben wahrnehmen.

Die „echte“ Farbenblindheit (lat. "Achromasie") ist wesentlich seltener als die Rot-Grün-Störung. In Deutschland gibt es ca. 3000 Betroffene. Hier sind tatsächlich alle Zapfen defekt bzw. gar nicht erst vorhanden. Die Betroffenen können überhaupt keine Farben erkennen und nehmen ihr Umfeld nur in Grautönen wahr. Die anderen Fotorezeptoren der Netzhaut, die Stäbchen, die eigentlich für das Hell-Dunkel-Sehen zuständig sind, übernehmen die komplette visuelle Wahrnehmung.  Patienten mit einer Achromasie leiden meist auch unter mangelnder Sehschärfe und sind überempfindlich gegen helles Licht.

 

Therapiemöglichkeiten

Leider sind sowohl die Rot-Grün-Störung als auch Achromasie nicht heilbar. Bestimmte Brillen bieten allerdings die Möglichkeit über Kontrastverstärkung die Wahrnehmung zu verbessern, indem sie bestimmte Wellenlängen herausfiltern. Achromaten wiederrum helfen auch Brillen mit getönten Scheiben, um die lichtempfindlichen Augen zu schützen.

Da eine Farbenblindheit meist nur zufällig festgestellt wird, sind regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen, vor allem bei Kindern, auch in diesem Fall sehr wichtig. Unser Team bei Augenblick Rheinland überprüft mit Hilfe bestimmter Tafeln, ob es Einschränkungen bei der Farbwahrnehmung gibt.

 

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