Bindehautentzündung

Eine der häufigsten Erkrankungen unserer Augen. Fast jeder kann da mitreden. Egal, ob durch trockene Heizungsluft im Winter oder offene Autofenster im Sommer, fast scheint es, als hätte eine Bindehautentzündung immer Hochkonjunktur.

Aber was genau versteht man darunter? Wie sind die Symptome? Und sollte man „nur“ wegen eines geröteten Auges direkt zum Arzt gehen? Wir versuchen hier ein bisschen Licht ins Dunkel zu bringen.

Zunächst einmal unterscheidet man zwischen einer nicht-infektiösen und einer infektiösen Bindehautentzündung, auch Konjunktivitis genannt. Bei der nicht-infektiösen Erkrankung kann die Rötung zum Beispiel durch einen Fremdkörper im Auge, durch Zugluft oder eine Verletzung der Hornhaut ausgelöst werden. Manchmal ist eine Konjunktivitis auch Begleiterscheinung einer Allergie oder einer anderen Erkrankung, wie dem Sicca-Syndrom, den trockenen Augen.

Eine infektiöse Bindehautentzündung wird durch Bakterien, Viren oder Pilze verursacht. In beiden Fällen sind die Symptome nahezu identisch. Zuerst einmal fällt meist das stark gerötete Auge auf. Hinzu kommen oft Juckreiz und Brennen. Außerdem leiden die Betroffenen unter einem Fremdkörpergefühl, ganz so, als hätte man feine Sandkörnchen im Auge. Außerdem wird helles Licht als sehr unangenehm empfunden und man fühlt sich leicht geblendet. Die Augen geben vermehrt – teils auch eitriges - Sekret ab, das zu verklebten Augenlidern am Morgen führt.

Was ist nun zu halten von der Selbstdiagnose und den Hausmittelchen in diesem Fall? Wenig bis gar nichts! Da sich hinter diesen Symptomen auch andere, teilweise viel schwerwiegendere Augenerkrankungen verbergen können, muss in jeden Fall ein Augenarzt die Ursache abklären. Nur er kann sicherstellen, dass es sich hier wirklich „nur“ um eine Konjunktivitis handelt und nicht vielleicht um einen Glaukom-Anfall oder eine Infektion mit Herpes-Viren. Beide Erkrankungen können nämlich falsch oder unbehandelt zum Verlust der Sehkraft führen. Außerdem wird ein Augenarzt die entsprechende Behandlung einleiten und wirksame Medikamente, wie zum Beispiel antibiotische Augentropfen bei einer bakteriellen Bindehautentzündung, verordnen.

Damit die Bindehaut ihre wertvolle und wichtige Aufgabe wieder wahrnehmen kann: den Schutz unserer Augen!

 

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